
Band 15 hat mich emotional komplett zerstört. Nachdem Akane Aoi aus den Fängen der sechsten Legende befreien konnte, stranden die beiden an der Grenze zum Jenseits. In letzter Sekunde kommt Teru, Kous Bruder, ihnen zu Hilfe und bringt sie zurück Richtung Schule. Doch kurz vor der Rückkehr in die reale Welt verschwindet Aoi plötzlich spurlos. Dieses Verschwinden fühlt sich unheimlich und endgültig an – und genau das macht es so schwer. Noch schmerzhafter ist jedoch, dass Aois Schicksal Hanako in die Hände spielt. Er sieht darin endlich eine Möglichkeit, Nene vor ihrem bevorstehenden Tod zu bewahren. Allerdings ist der Preis dafür unvorstellbar hoch. Hanako ist bereit, sich für immer von Nene zu verabschieden, wenn es bedeutet, dass sie leben kann. Diese Entscheidung hat mir beim Lesen regelrecht das Herz gebrochen. Man spürt seine Liebe, seine Verzweiflung und seine Bereitschaft, sich selbst vollkommen zurückzustellen. Gleichzeitig fühlt sich dieser Plan falsch und grausam an, auch wenn er aus Liebe entsteht. Besonders stark fand ich die Gegensätze in diesem Band: Hoffnung und Verlust, Rettung und Abschied liegen extrem nah beieinander. Nene ahnt noch nicht, was Hanako vorhat, und genau diese Ungewissheit macht alles noch schmerzhafter. Band 15 ist ruhig, aber unglaublich intensiv. Er zeigt, wie weit Liebe gehen kann – und wie weh es tut, wenn sie bedeutet, jemanden loszulassen. Für mich ist das einer der traurigsten und zugleich stärksten Bände der gesamten Reihe.


















