
Rezension – Mein Schulgeist Hanako, Band 13 Band 13 beginnt zunächst harmlos mit der Schulübernachtung, doch die Stimmung kippt schnell, als plötzlich die sechste der sieben Schullegenden auftaucht und Aoi entführt. Der Grund dafür ist erschreckend: Durch die vielen Lücken unter den Schullegenden droht das Gleichgewicht zwischen Diesseits und Jenseits komplett zu zerbrechen. Aoi ist die Einzige, die diese Ordnung wiederherstellen kann – allerdings zu einem extrem hohen Preis. Dieser Gedanke hat mich beim Lesen richtig getroffen. Aoi steht plötzlich im Mittelpunkt eines Schicksals, das sie sich nie ausgesucht hat, und genau das macht diesen Band so schwer. Um sie zu retten, begibt sich Nene gemeinsam mit Hanako und Akane in die Grenze der sechsten Legende. Die Atmosphäre dort ist düster, bedrückend und voller Hoffnungslosigkeit. Besonders Akane hat mir in diesem Band sehr gefallen. Seine Gefühle für Aoi und seine Verzweiflung, sie zu verlieren, sind deutlich spürbar und wirken sehr ehrlich. Auch Nene zeigt wieder großen Mut, obwohl sie selbst weiß, wie begrenzt ihre Zeit ist. Hanako hingegen wirkt innerlich zerrissen, gefangen zwischen Helfen, Beschützen und den Regeln der Legenden. Band 13 stellt erneut die Frage, wie viel ein einzelnes Leben wert ist und ob es gerechtfertigt ist, jemanden für das Gleichgewicht der Welt zu opfern. Emotional, spannend und unglaublich tragisch – dieser Band hat mich sehr mitgenommen und macht große Angst vor dem, was noch kommen könnte.














