
Rezension – Mein Schulgeist Hanako, Band 11 Band 11 hat mich emotional völlig zerrissen. Endlich wird Hanakos wahrer Plan offengelegt: Um Nenes bevorstehenden Tod zu verhindern, will er sie für immer in der fiktiven Welt einsperren. Einerseits ist dieser Gedanke unglaublich liebevoll und verzweifelt, andererseits auch zutiefst egoistisch. Genau dieser innere Konflikt macht Hanako für mich in diesem Band so greifbar. Nene kennt nun die Wahrheit. Sie weiß, dass ihre Tage gezählt sind, und trotzdem entscheidet sie sich bewusst dafür, in die Realität zurückzukehren. Diese Stärke und Entschlossenheit haben mich sehr beeindruckt. Sie will leben – selbst wenn dieses Leben kurz ist – und nicht in einer schönen, aber falschen Welt gefangen sein. Um einen Ausweg zu finden, braucht sie die Hilfe von Mei Shijima, der vierten der sieben Schullegenden und Erschafferin dieser künstlichen Realität. Mei ist eine unglaublich spannende Figur, denn auch sie kämpft mit ihren eigenen inneren Geistern und Unsicherheiten. Man merkt schnell, dass sie nicht einfach eine Antagonistin ist, sondern selbst tief verletzt und verloren. Dieser Band ist ruhig, aber emotional extrem intensiv. Liebe, Angst vor dem Verlust und die Frage, ob man jemanden um jeden Preis beschützen darf, stehen stark im Mittelpunkt. Band 11 tut weh, fühlt sich aber gleichzeitig sehr ehrlich an und treibt die Geschichte auf eine unglaublich tragische und schöne Weise voran.













