
Rezension – Mein Schulgeist Hanako, Band 10 Band 10 ist emotional extrem schwer und gleichzeitig unglaublich stark. Nene und Kou stecken in einer Parallelwelt fest, die von einer der sieben Schullegenden erschaffen wurde. Um in ihre eigene Realität zurückzukehren, sollen sie etwas Unvorstellbares tun: Amane und Mitsuba töten – oder zumindest die Versionen von ihnen, die in dieser Welt existieren. Allein diese Ausgangssituation hat mir schon beim Lesen richtig wehgetan. Besonders Nenes innerer Konflikt ist deutlich spürbar. Sie weigert sich, diese grausame Entscheidung zu akzeptieren, und klammert sich an die Hoffnung, den Jungen zu retten, der genauso aussieht wie Hanako. Auch wenn sie weiß, dass es nicht wirklich er ist, fühlt es sich für sie real an – und genau das macht es so schmerzhaft. Kou muss sich währenddessen ein letztes Mal Mitsuba stellen, und diese Begegnung hat mich sehr getroffen. Ihre gemeinsame Geschichte, die Schuldgefühle und die unausgesprochenen Emotionen hängen schwer in der Luft. Man merkt, wie sehr Kou daran zerbricht und wie hilflos er sich fühlt. Dieser Band stellt brutal die Frage, was richtig und was falsch ist, und ob man bereit ist, andere zu opfern, um selbst gerettet zu werden. Die Atmosphäre ist düster, hoffnungslos und traurig, aber genau deshalb so eindrucksvoll. Band 10 gehört für mich zu den emotional härtesten der Reihe und bleibt noch lange im Kopf.












