
Ich fand den Auftakt düster und emotional, besonders durch den starken Konflikt zwischen Jonathan und Dio. Der langsame, aber intensive Einstieg hat mich neugierig auf die weiteren Bände gemacht.
Ich habe mit JoJo’s Bizarre Adventure – Phantom Blood Band 1 den Ursprung der berühmten Reihe kennengelernt und war direkt fasziniert von der tragischen Rivalität zwischen Jonathan Joestar und Dio Brando. Die Handlung beginnt vergleichsweise bodenständig und fast schon wie ein Drama, entwickelt aber schnell eine düstere Grundstimmung, die mich neugierig auf mehr gemacht hat. Besonders spannend fand ich, wie Dio Schritt für Schritt als manipulativer Antagonist aufgebaut wird, während Jonathan als ehrlicher, pflichtbewusster Held beinahe naiv wirkt. Der Zeichenstil ist eigenwillig und kantig, was mir zwar zunächst ungewohnt vorkam, aber sehr gut zur ernsten Atmosphäre der Geschichte passt. Ich mochte vor allem die detailreichen Gesichtsausdrücke, die emotionale Spannungen stark betonen. Erzählerisch nimmt sich der Band viel Zeit für den Hintergrund der Figuren, was ich als Stärke empfand, auch wenn mir an manchen Stellen etwas mehr Tempo gefallen hätte. Insgesamt hat mich der erste Band gut unterhalten und neugierig gemacht, auch wenn er noch nicht das volle „bizarre“ Potenzial der Reihe ausschöpft – ein solider und atmosphärischer Einstieg mit klarer Luft nach oben.



