1. Sept.
Rating:4

Lesetechnisch im kleinen fiktiven Küstenstädtchen zu sein ist immer ein erholsamer Urlaub.

Der Schreibstil war für mich wieder einmal genau das, was ich an dieser Reihe so liebe: flüssig, atmosphärisch dicht und voller Bilder, die beim Lesen lebendig werden. Ich habe mich sofort wieder zuhause gefühlt. Besonders gefreut hat mich das Wiedersehen mit Floyd & Gladys und natürlich mit Charley, dem Tacos-Stand-Inhaber, der wie immer eine Lebensweisheit nach der anderen bereithält. In diesem Teil durfte ich Paige & Andrew, Matt und Vienna begleiten. Jeder von ihnen ist so authentisch beschrieben, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, sie persönlich zu kennen. Ihre Sorgen, Hoffnungen und Ängste konnte ich gut nachvollziehen – und oft auch nachempfinden. Paige und Andrew kämpfen unverschuldet mit finanziellen Sorgen und hoffen in Hope Harbor auf einen Neubeginn. Vienna hat ihren Job verloren, besucht ihre Mutter, die eine Buchhandlung führt – beide lieben sich, doch vom Charakter könnten sie kaum unterschiedlicher sein. Und dann ist da Matt, ein Tierarzt, der mit seelischem Schmerz nach Hope Harbor kommt, nur um eigentlich kurz die Pension seiner Schwester zu hüten. Doch das Haus erweist sich als wahre Baustelle. Schön fand ich, wie sich die Figuren gegenseitig helfen, ihre Lasten tragen und so Schritt für Schritt leichter werden. Am Ende bleibt dieses warme Gefühl, dass man nie allein durchs Leben gehen muss – auch wenn es im wahren Leben leider nicht immer so einfach ist. Für mich ist diese Reihe wirklich etwas Besonderes. Jedes Mal, wenn ich ein Buch davon zur Hand nehme, fühlt es sich an wie ein Nach-Hause-Kommen, auch wenn ich nur kurz zu Besuch in Hope Harbor bin. Die christlichen Elemente sind dezent eingearbeitet, genau richtig dosiert, und die kleinen Lebensweisheiten, die in die Geschichte eingeflochten werden, sind für mich jedes Mal wie kleine Schätze. Ein Zitat möchte ich unbedingt festhalten, weil es mich so sehr berührt hat: „Es ist ein feiner Unterschied zwischen tolerieren und akzeptieren.“ Wer Geschichten über Neubeginn, Heilung, Veränderung und manchmal auch Trauerbewältigung mag, wird hier wieder viele schöne Lesestunden verbringen. Für mich war es einmal mehr eine herzerwärmende Reise nach Hope Harbor.

Eine Pension zum Verlieben
Eine Pension zum Verliebenby Irene HannonFrancke-Buch
16. Aug.
Rating:5

Dieses Mal geht es um Vienna und Matt. Vienna hat unverhofft ihren Job verloren. Sie besucht nun erst einmal ihre Mutter,die sie lange nicht gesehen hat, in Hope Harbor. Matt ist Tierarzt und zu Besuch bei seiner Schwester, die dort einer alten Pension neues Leben einhauchen möchte. Vienna sieht die Pension und ist sofort begeistert. Doch kann sie auch mit Matt klar kommen, der dort ebenfalls helfen möchte? Schon nach den ersten Sätzen habe ich dieses coming-home-feeling gespürt. Im Lauf der Geschichte trifft man auch immer wieder auf bekannte Personen aus den anderen Büchern. Dieses Mal geht es nicht nur um die Hauptcharaktere, sondern auch um Andrew und seine Frau Paige. Sie haben schon einiges durchgestanden. Ihr unerschütterliches Vertrauen in Gott hilft ihnen, nicht aufzugeben. Vienna und Matt haben ebenfalls ihre Probleme und auch sie legen sie in Gottes Hand.Es geht unter anderem um sich aussprechen und aufeinander zu gehen, Trauer und Schuldgefühle verarbeiten und (wieder neu) auf Gott zu vertrauen. Es war mir eine Freude dieses Buch zu lesen und spreche sehr gerne dafür eine Leseempfehlung aus! Zitat Seite 319: "Gott erwartet von uns keine Perfektion. Er erwartet nur, das wir unser bestes geben."

Eine Pension zum Verlieben
Eine Pension zum Verliebenby Irene HannonFrancke-Buch
5. Aug.
Rating:5

Hope Harbor - Sehnsuchtsort

Hope Harbor - Ort der zweiten Chance und der inneren Heilung. Wie vielen Menschen hat er schon dazu verholfen. Und das empfindet man in diesem neuen Band auch auf eine ganz besondere, feine Art und Weise. Vienna, eine talentierte Hotelmanagerin verliert ihre Arbeitsstelle und besucht ihre Mutter, die sich in Hope Harbor als Inhaberin eines Buchladens niedergelassen hat. Das Verhältnis zwischen ihnen beiden war nicht so gut, ist Vienna doch so ganz anders als ihre freiheitsliebende Mum. Doch sie muss feststellen, dass ihre Mutter eine Wandlung durchgemacht hat. Wie und woher kommt das? Unerwartet entdeckt sie die renovierungsbedürftige Pension "Strandblick" und ihre Berufung erwacht. Doch die Begegnung mit Matt, dem Tierarzt, der ja nur die Besitzerin Kay vertritt ist nicht erfreulich. Was trägt der Mann mit sich herum? Vienna lernt Charly, den Tacochef kennen und hört dort ungewollt einem Gespräch eines Pärchens zu, die sehr verzweifelt sind. Kann sie ihnen helfen? Auf eine wunderschöne Art und Weise gelingt es der Autorin aus vielen einzelnen Schicksalen ein herrliches Bild zu malen. Besonders positiv möchte ich die moralische Seite hervorheben, die den Gedanken Gottes entspricht, z.B. wie er sich die Ehe vorstellt. Von jedem hat man die schöne leise Entwicklung mitbekommen, wie aus tiefem Schmerz Freude werden kann, wenn wir Gott vertrauen und ihm unsere Wege überlassen. Dann handelt er, wir erstaunen über die Maßen und werden reich beschenkt. Große Themen sind Verletzungen aufzuarbeiten, Schuldgefühle und Trauerbewältigung, andere Charaktere anzuerkennen und ihnen in Demut gegenüberzutreten. Ein wunderbares Buch.

Eine Pension zum Verlieben
Eine Pension zum Verliebenby Irene HannonFrancke-Buch
5. Aug.
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Rating:5

Mit Band 10 der Hope Harbor-Reihe entführt Irene Hannon uns erneut an jenen besonderen Ort, an dem Heilung möglich wird – für Herz, Seele und Lebensweg. Es ist eine Geschichte über Neuanfänge, Glauben und darüber, wie wichtig es ist, sich seinen Ängsten und Verletzungen zu stellen. Im Mittelpunkt stehen diesmal Tierarzt Matt Quinn und Hotelmanagerin Vienna Price, die beide mit emotionalem Ballast im Gepäck nach Hope Harbor kommen. Matt springt für seine Schwester in deren Pension ein – und findet schnell heraus, dass dieses Haus, wie auch er selbst, eine gründliche Renovierung braucht. Vienna, frisch gekündigt und innerlich zerrissen, sucht bei ihrer Mutter Trost – und landet durch eine Fügung genau dort, wo Heilung möglich ist. Doch was diese Geschichte besonders lebendig macht, ist nicht nur das Hauptpaar – sondern auch ein zweites, stilles Liebespaar im Hintergrund, das mit ganz anderen Sorgen kämpft: existenziellen. Ohne eigenes Verschulden geraten sie in eine Lage, in der ihr Lebensunterhalt bedroht ist. Ihre Geschichte verleiht dem Roman eine zusätzliche emotionale Ebene, berührt durch ihre Bescheidenheit, ihren Zusammenhalt und den tiefen Wunsch, nicht aufzugeben. Sie stehen exemplarisch für viele stille Kämpfer – und man schließt sie schnell ins Herz. Die christlichen Werte – Mitgefühl, Barmherzigkeit, Vergebung – durchziehen die Handlung wie ein warmes Licht. Sie sind nicht belehrend, sondern einfühlsam integriert und erinnern daran, dass Glaube im Alltag lebendig wird – durch Taten, Zuhören, Dasein. Natürlich dürfen auch die charmanten Nebenfiguren wie Charley mit seinen weisen Worten und Tacos nicht fehlen, ebenso wenig wie die Möwen Gladys und Floyd – die in ihrer humorvollen, leicht romantisch veranlagten Art für besondere Momente sorgen. Besonders schön: Hope Harbor bekommt endlich einen eigenen Buchladen – mit einer liebenswert skurrilen Besitzerin, die frischen Wind in die Gemeinde bringt. Fazit: Mit Humor, Tiefe und Emotionen nimmt dieser Roman seine Leser mit auf eine Reise voller leiser Wendepunkte, rührender Einsichten und aufrichtiger Menschlichkeit. Er lässt lachen, mitfühlen, träumen – und bringt zum Nachdenken. Ein tiefgründiger, bewegender Roman über Vertrauen, Wiederaufbau und Herzensverbindungen. Und wenn das letzte Kapitel endet, bleibt ein bittersüßer Abschied – doch auch ein warmes Gefühl der Hoffnung auf viele weitere Geschichten aus diesem ganz besonderen Ort. Hope Harbor bleibt auch nach zehn Bänden ein Ort, zu dem man immer wieder gerne zurückkehrt.

Eine Pension zum Verlieben
Eine Pension zum Verliebenby Irene HannonFrancke-Buch