4. Aug.
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Rating:5

Die Geschichte gefiel mir schon vom Rückentext her sehr gut: Eheprobleme lösen weit weg von der gewohnten Umgebung? Dazu noch diese Südstaatenvilla und ein Tagebuch aus der Zeit des Civil War um 1863? Ich war neugierig wie das zusammenpasst und was da noch so passiert.. Von den ersten Worten an war ich mittendrin in Atlantas Gegenwart und auch der Vergangenheit. Man erfuhr die Hintergründe dieser Affäre und die verschiedenen Sichtweisen von Claire, ihrem Mann Stephen und der Tochter Maggie. Dazu dann der Fund des Tagebuches von Charlotte Thursmann, im Jahr 1863. Sie hat einiges mitgemacht in ihrem Leben und es für die Nachwelt festgehalten. Die Autorin lässt auch Gott oft zu ganz verschiedenen Fragen zu Wort kommen. Das Ende beider Geschichten und gerade dieses absolut starke Gottvertrauen hat mich sehr berührt und ich habe noch länger darüber nachgedacht.

Mit jeder kleinen Entscheidung
Mit jeder kleinen Entscheidungby Tamera AlexanderFrancke-Buch
24. Juni
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Rating:2.5

Nach einer Beinahe Affäre ihres Mannes und einigen weiteren Krisen in ihrer Ehe, entschließt sich Claires Mann Stephen, das Jobangebot in einer renommierten Anwaltskanzlei in Atlanta anzunehmen. Um einen Neustart zu schaffen, kauft er eine alte Südstaatenvilla mit einer ganz eigenen Geschichte, in der Claire schon bald auf ein umfangreiches Geheimnis der dort vor 150 Jahren lebenden Charlotte Thursmann stößt. Mit jeder weiteren Entdeckung sieht sie in der tapferen Charlotte weit mehr Ähnlichkeiten, die Auswirkungen auf beider Leben hatten. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich ziemlich schwer in die Geschichte reinfinden konnte. Zwar faszinieren mich Südstaatengeschichten und der Teil um Charlotte hat mir auch richtig gut gefallen, aber mit Claire und Stephen konnte ich leider nicht warm werden. Das große Thema dieses Buches ist Untreue, Ehebruch und dem Umgang damit. Das wird ziemlich ausführlich geschildert mit allen Aufs und Abs, Vorwürfen, Misstrauen, Unterstellungen, Missverständnissen und Streitereien, dass es mir im Laufe der Zeit einfach zu viel und wiederholend war. Ich hab versucht, mich in beide Seiten hineinzuversetzen und auch die Gefühle der Tochter dabei zu verstehen, dennoch fand ich beide Elternteile sehr anstrengend und egoistisch, alles völlig festgefahren und sturköpfig. Auch die liebgemeinten Ratschläge der sympathischen Historikerin Bernice Tollwood sind immer wieder abgeschmettert worden und obwohl Claire sie für ihren Glauben und ihr umfangreiches Bibelwissen bewundert, ist ihr Herz wie versteinert, was die gesamte Situation so gut wie chancenlos macht. Ich musste das Buch etappenweise lesen, weil ich nicht reinkam und es mir schwerfiel, der festgefahrenen und sich doch häufig wiederholenden Handlung zu folgen. Auch wenn es ein aktuelles Thema ist, war es mir einfach zu langatmig und die Diskussionen ermüdend. Einzig die Rückblicke in die Tagebücher von Charlotte und der Zeit der Sklaverei haben für ein wenig Schwung und Abwechslung gesorgt. Ein abruptes Umdenken findet auf einmal statt, was für mich viel zu spät und damit etwas unglaubwürdig wirkte. Und die christlichen Aspekte waren trotz gut gemeinter Absicht oft belehrend, stellenweise nicht ganz nachvollziehbar, eine Aussage fand ich sogar richtig anmaßend und eher wie ein deftiger Regenschauer, statt sanft und gut dosiert. Dieses Hin und Her macht es insgesamt etwas schwer das Buch zu beurteilen, gerade weil ich mir unter dem Titel und der Inhaltsbeschreibung etwas anderes vorgestellt hatte.

Mit jeder kleinen Entscheidung
Mit jeder kleinen Entscheidungby Tamera AlexanderFrancke-Buch