Ich mochte das Buch inhaltlich und thematisch sehr. Es werden viele wichtige, politische Themen adressiert. Eine der beiden Protagonistinnen ist PoC (weshalb mich das Cover sehr irritiert) und das spielt auch eine wichtige Rolle. Der Schreibstil ist aber eher amateurhaft und besonders die Aussagen von Kindern wirken oft leider sehr unnatürlich.
Der Klappentext hat mich direkt gecatcht✨️ Royals, queere Repräsentation und Fake-Dating? Klingt nach einem leichten, charmanten Hörerlebnis. Und ja, teilweise war es das auch.
Zu den Figuren☆
Prinzessin Alice fand ich echt cool. Nach außen hin souverän und charmant, gleichzeitig hatte sie in manchen Momenten auch eine schüchterne, vorsichtige Seite, besonders im Umgang mit Sara. Das hat sie für mich echt sympathisch gemacht.
Sara hingegen… schwierig. Ich bin mit ihr einfach nicht warm geworden. Sie war voller Vorurteile, besonders was die Monarchie betrifft, was okay wäre, wenn es differenzierter erzählt worden wäre. Stattdessen war sie oft eher stur und abweisend. Umso seltsamer, wie schnell sie sich auf das Fake-Dating eingelassen hat. Das hat für mich nicht ganz zusammengepasst.
Saras Familie hingegen empfand ich als sympathisch und konnte einiges relaten 🫶🏻
Die Queen war nicht direkt die böse Royale, sondern eher skeptisch-royal, aber trotzdem menschlich mit Herz, auch wenn man es etwas hervor kitzeln musste. 🖤
Zum Buch:☆
Schön fand ich, dass es absolut selbstverständlich war, dass Alice lesbisch ist, kein großes Thema, kein Drama. Einfach normal. Die Thematik um Alice Neffen im Spektrum fand ich eigentlich richtig spannend, aber leider ging das im Verlauf unter.
Es gab gegen Ende noch einen kleinen Schockmoment ziemlich random, aber irgendwie wichtig.
Das Hörbuch selbst war okay, die Sprecherin hat ihren Job gemacht, aber viel Emotion kam bei mir nicht an.
Ich glaube hätte ich es allein gelesen, wäre mein empfinden vll ein wenig anders. 🤷🏻♀️
Insgesamt: Ganz nette Geschichte, sehr vorhersehbar, minimal Drama, wichtige Botschaften drin und themen, mit relativ cuter Lovestory. Aber so richtig im Kopf ist mir die Geschichte nicht geblieben... Ein Hoch auf Notizen!
Werde aber auch andere Bücher von keeleylola lesen, plus ich mochte das Cover, its cute ✨️
3 Sterne von 5 mir ⭐️
Die Story ist sicher nicht neu und doch war sie schön zu lesen. Man lacht und leidet mit den Protagonistinnen und taucht für eine Zeit mal ab in eine Gesichte und die Frage was wäre eigentlich wenn man sich traut für die Gefühle was zu wagen? Royales Setting inklusive wird es trotzdem nicht zu kitschig, das hat mir gut gefallen .
„Also haben Ringe jetzt ein Geschlecht? Die Menschen sind so besessen von ihrer hübschen kleinen binären Welt.“
Worum geht es?
Sara ist Sonderpädagogin und kann mit dem britischen Königshaus so gar nichts anfangen. Als sie dann gebeten wird, eine Autismusdiagnostik bei Rupert, dem kleinen Sohn des britischen Thronfolgers durchzuführen, findet sie sich unversehens in einer Fake-Beziehung mit der lesbischen Prinzessin Alice wieder - um Alice‘ kleinen Neffen vor der Presse zu schützen. Jetzt ist es an Sara herauszufinden, ob die Monarchie wirklich so schlimm ist, wie sie dachte und ob da nicht echte Gefühle im Spiel sind…
Wie hat es mir gefallen?
Erhofft hatte ich mir ein Buch mit Royal-Blue-Vibes. Bekommen habe ich eine erstaunlich erwachsene, lesbische Liebesgeschichte.
„Eine Prinzessin datet man nicht“ schafft es wunderbar, mit Rollenbildern und Klischees zu brechen, ernste Themen zu thematisieren und zugleich träumerisch und hoffnungslos romantisch zu sein.
Sara ist lesbisch, hat französisch-persische Wurzeln und eine Tochter mit ihrem verstorbenen, schwulen, britisch-indischen besten Freund. Alice ist die erste offen als lesbisch geoutete Prinzessin, die trotzdem feststeckt in ihren königlichen Pflichten. Grade diese großen Gegensätze haben mir beim Lesen große Freude bereitet. Die Konflikte zwischen den beiden Frauen waren durchaus nachvollziehbar. Besonders gut gefallen hat mir, dass Kommunikation im Entstehen der Beziehung immer eine tragende Rolle gespielt hat. (Alltags-)rassismus, Homophobie, Ängste und Trauer, sowie das Thema Autismus wurden von der Autorin respektvoll in die Geschichte eingewoben. Es war schön, in der Danksagung zu sehen, wie viele Gedanken und Umsicht hier eingeflossen sind. Trotz aller ernsten Themen war das Buch sehr unterhaltsam, locker leicht und teils auch echt heiß. Für mich ein überraschendes Highlight, das ich allen Fans von queeren Liebesgeschichten empfehlen möchte.