"Die Natur hat die Macht, die Pläne der Menschen zu vereiteln. Hier hat sie es einmal mehr bewiesen."
Im Dritten Teil der Reihe um das Unterseeboot Fulgur ist die Crew weiterhin mehrere 1000 Meter unter dem Meeresspiegel in einer von einem Vulkanausbruch erschaffenen Höhle gefangen. Während die Überlebenden versuchen durch einen Schacht, zurück an die Oberfläche zu gelangen, begibt sich ein Rettungsteam an der Erdoberfläche auf die Suche nach der Fulgur und möglichen Überlebenden. Die Besatzung der Fulgur befindet sich emotional immer zwischen Hoffnung und Aussichtslosigkeit. Der daraus entstehende Druck endet immer wieder in Streitigkeiten und Gewaltausbrüchen. Die einzelnen Überlebenden sind sich uneinig, wie sie aus dieser Situation entkommen sollen, und ob sie jemals das Licht der Sonne wiedersehen werden. Ich bin von diesem letzten Band der Reihe etwas enttäuscht. Erzählerisch fühlte sich ein wenig wie die Wiederholung des Zweiten Bandes an. Obwohl ein Perspektivwechsel geschaffen wird zwischen dem Rettungsteam oberhalb der Erdoberfläche und den Überlebenden unterhalb der Erdoberfläche, kommt für mich in diesem Teil nicht wirklich Spannung auf. Ich hätte mir für den Abschluss etwas mehr Action gewünscht, vor allem weil die Crew auf eine versunkene aztekische Zivilisation stößt. Die Rettung gelingt für mein Geschmack viel zu leicht und über die 3 Bände wird immer wieder ein Charakter in den Mittelpunkt gestellt - Prosper, der Überlebenskünstler und Abenteurer. Er trägt zwar ausschlaggebend zur Rettung der Mannschaft bei, trotzdem fühlte sich seine Darstellung und seine Hervorhebung seiner Überlebenstraumatar für mich nicht ganz rund an. Ich hätte mir lieber gewünscht, dass er allen voran als Protagonist dieser Geschichte gedient hätte, dann hätte ich das ganze etwas eingebundener und plastisch empfunden, denn im Grunde wird Doktor Claudian als Hauptcharakter in den Vordergrund gestellt, der die Fulgur entwickelt hat. Das Ende lässt zumindest Platz für eigene Überlegungen.
