"Die Fulgur wurde ein Geisterschiff. Eine Art blasser Stern, der verloren umherirrte. Abgestürzt aus dem Blau des ...
... Himmels in die Tiefe des Abgrunds." Die Geschichte der Überlebenden geht im zweiten Teil nahtlos weiter. Die spärliche und düstere Farbgebung. Von Tanja Cinna unterstreicht die klaustrophobische Atmosphäre Tief im Bauch der Erde. Die Crew der Fulgur fährt mit dem Unterseeboot durch die dunklen Katakomben der Unterwelt. Doch die Hoffnung einen Ausgang aus diesem Labyrinth zu finden schwindet immer mehr. Diese Hoffnungslosigkeit unter den Überlebenden führt zu Gewaltausbrüchen und Streit. Vor allem nachdem ein Mitglied der Crew, Canuche der Mechaniker, stirbt. Propser, ein erfahrener Abenteurer und Bergsteiger, unternimmt immer gewagtere Versuche, um für die Männer einen Ausweg aus diesem Höhlensystem zu finden. Dabei holt ihn immer wieder das Trauma des Überlebenden nach einer Bergexpedition ein. Diese Rückblicke auf seine Vergangenheit kommen ganz ohne Text aus und wirken umso eindrücklicher. Kens, der Großindustrielle, der diese Expedition finanziert hat, hadert mit der Tatsache, dass er dem Gold nicht habhaft werden konnte. Er wird zunehmend zynischer und unmenschlich. Der Journalist Marcel, dessen Bericht über das Geschehen, die Handlung erzählt, könnte vielleicht einer der Überlebenden sein. Denn es kommt mir so vor, als ob würden die Vorkommnisse nur aus seiner Sicht erzählt werden. Oder jemand hat seine Aufzeichnungen gefunden. Und als ob ich sie in meiner letzten Rezi herbeigewünscht hätte, taucht tatsächlich eine Frau in diesem Teil auf. Die Naturkatastrophe, die dazu geführt hat, dass die Männer überhaupt unter Wasser verschollen sind, war ein mächtiger Vulkanausbruch, der auch Landmassen und andere Menschen in die Tiefe gezogen hat. Bin gespannt, wie das die Dynamik der Gruppe im letzten Band beeinflussen wird.
