Es plätscherte so dahin... weder herausragende Aufreger noch nachhaltige Geschehnisse. Im Gegenteil, dachte zumindest der Tabubruch, der in Frankas Jugend geschah, würde den Spannungsbogen nochmal etwas anziehen. Leider nein.
Hat mir sehr gut gefallen
Ophelia und Franka sind Cousinen und Freundinnen, schon ihr ganzes Leben lang. Als die Beiden nach Amerika gehen, scheint das auch so weiter zu gehen, bis etwas passiert, das die Freundschaft in Gefahr bringt. Die Beiden sind charakterlich total verschieden. Ophelia ist zielstrebig und diszipliniert. Franka eher sprunghaft. Sie war mir mit ihrem Egoismus und aufdringlichen Anhänglichkeit anfangs auch nicht sympathisch. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere sind interessant. Der Schreibstil flüssig. Gut beschrieben sind auch die Geschehnisse des 11. September, die nicht zu sehr thematisiert werden, aber trotzdem deutlich machen, wie die Menschen dadurch beeinflusst wurden.
Frauke und Ophelia sind Cousinen und haben fast ihre ganze Kindheit miteinander verbracht. Sie teilen die guten und die schlechten Momente, diese halten sie unter Verschluss. Geheimnisse, die niemand kennt. Frauke klug aber unbeständig, findet einfach nicht die Erfüllung in ihrem Leben. Sie springt von Job zu Job, von Beziehung zu Beziehung ohne richtiges Ziel. Ophelia dagegen weiß seit langem, dass ihre Zukunft Geige spielen liegt. Sie übt täglich, lernt bei den besten Lehrern und will unbedingt nach Yale, um dort vom Besten unterrichtet zu werden. Damit sollten sich die Wege von Frauke und Ophelia für einige Zeit trennen. Doch auch Frauke fliegt über den großen Teich, um dort in einer Galerie zu arbeiten. Obwohl die beiden sich des öfteren sehen, entfernen sie sich immer mehr voneinander und Frauke zweifelt an Ophelias Loyalität, ihre Geheimnisse zu bewahren. Wie hat es mir gefallen? Eine Rezension auf Facebook hat mich unheimlich neugierig gemacht. Die Kombination aus Freundschaft und dem Handlungsort New York überzeugte mich und somit zog das Buch bei mir ein. Die zwei Hauptfiguren Frauke und Ophelia könnten nicht unterschiedlicher sein. Frauke ist mir auch anfangs unheimlich auf die Nerven gegangen, mit ihrem Egoismus, ihrer Anhänglichkeit und ihrem Jammern. Sie macht aus jeder Mücke einen Elefanten und braucht immer Ophelia um ihre Wunden zu heilen. Sie kümmert sich nicht um Ophelias Leben oder Gefühle. Zwar mischt sie sich gerne ein, aber über die Konsequenz denkt sich kaum nach. Ophelia verfolgt ihre Pläne, für Ablenkungen hat sie keine Zeit. Nur Frauke mit ihren Geschichten kommt ihrem geordneten Leben in die Quere. Die Dynamik zwischen den beiden ist sehr ungewöhnlich. Erst langsam erkennt der Leser wie sie sich so entwickeln konnte und auch warum. Sowohl Frauke als auch Ophelia hoffen in den USA ihre Träume zu verwirklichen, beiden stellen sich aber unerwartete Probleme in den Weg. Zusätzlich erschüttern die Attentate des 11. September die Welt. Ich wusste nicht, was mich bei dem Buch erwarten würde. Aber es hat mir eindeutig gefallen. Die unterschiedlichen Cousinen, ihre Leben, die sich unterschiedlich entwickeln aber Parallelen enthalten. Das chaotische Umfeld in dem Frauke wohnt und Ophelias Lehrer in Yale, mit den Studenten und ihrer Unfähigkeit soziale Kontakte zu knüpfen. Es muss niemand befürchten, dass der 11. September 2001 eine zu große Rolle spielt. Er steht mehr als Symbol, denn als weltbewegendes Ereignis.


