9. Dez.
Elke Heidenreich ist eine bemerkenswerte Frau!
Rating:4.5

Elke Heidenreich ist eine bemerkenswerte Frau!

Sie erzählt ihre Lebensgeschichte aus der Perspektive von Büchern und beschreibt dadurch nicht nur teilweise ihr eigenes Leben sondern auch der Lebensweg von Frauen verfasster Literatur. Es war sehr unglaublich beeindruckend.

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
17. Nov.
✨Für mich war ‚Hier geht's lang!' ein warmes, kluges, ehrliches Buch, das einen an die Hand nimmt und sagt:
„Mach dir keinen Stress, lies, was dir guttut und geh deinen eigenen Weg!"
Rating:4

✨Für mich war ‚Hier geht's lang!' ein warmes, kluges, ehrliches Buch, das einen an die Hand nimmt und sagt: „Mach dir keinen Stress, lies, was dir guttut und geh deinen eigenen Weg!"

Das Buch fühlt sich an, als würde man sich mit einer guten Freundin an den Küchentisch setzen, eine Tasse Kaffee in der Hand und sie erzählt einfach drauflos... über Bücher, über das Leben, über all die Momente, in denen Geschichten uns retten oder ein Stück leichter machen. Sie schreibt so offen und warm, was mich manchmal echt berührt hat! Besonders an dem Buch finde ich die Mischung aus Lebensklugheit und völliger Unaufgeregtheit. Sie spricht darüber, welche Bücher sie durch schwere Zeiten getragen haben, welche sie getröstet oder einfach zum Lachen gebracht haben. Während des Lesens bekommt man ständig Lust, selbst wieder alte Lieblinge hervorzukramen oder neue Bücher zu entdecken. Und gleichzeitig erinnert das Buch daran, wie wichtig es ist, sich Zeit für die eigenen Gedanken und Sehnsüchte zu nehmen.

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
16. März
Rating:4

Meine Meinung Elke Heidenreich, Moderatorin, Autorin und eines an erster Stelle: Leserin. Ihr neues Buch »Hier geht’s lang« liest sich wie ein autobiographisches Lesetagebuch und ermöglicht uns Leserinnen und Lesern einen Einblick auf Autorinnen, die Elke Heidenreich im Laufe ihres Lebens prägten. Die schmucke Aufmachung mit einem wundervollen Schutzumschlag, Hardcover mit Lesebändchen und zahlreichen Illustrationen durch Fotos, Autorinnenporträts und Coverabbildungen der angesprochenen Bücher lassen das bibliophile Herz gleich schneller schlagen. Elke Heidenreich plaudert in Lebensabschnitte unterteilte Kapitel mit den Überschriften ›Das Kind‹, ›Das Mädel‹, ›Der Backfisch‹, ›Die Studentin‹, ›Die junge Frau‹, ›Die besten Jahre‹, ›Heute‹, und ›Männer‹ aus ihrem Nähkästchen und lässt uns an ihrem bewegenden Leben teilhaben, in dem Bücher immer ein Leitfaden, Rückhalt und Inspiration lieferten. Dass Elke Heidenreich leidenschaftliche Leserin ist, spürt man in jeder Zeile und das machte die Lektüre von »Hier geht’s lang« zu einer genussvollen Lesezeit, die mir jede Menge Bücher auf den Schirm spülte, die mir bisher nicht bekannt waren. In erster Linie stellt die Vielleserin Romane von Frauen vor, da sie diese besonders angesprochen und weitergebracht haben, ohne dabei Schriftstellerinnen über Schriftsteller zu setzen. Die Einstellung schreibende Frauen und Männer gleichberechtigt zu behandeln ist mir ausgesprochen sympathisch, denn auch ich finde, dass es bei einem guten Buch vollkommen egal ist, welchem Geschlecht der Verfasser angehört. Von Kinderbüchern wie »Das Nesthäkchen« und Co., welche ein veraltetes Frauenbild vermitteln, hat sich Elke Heidenreich nicht abbringen lassen, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie hat ihre Familie verlassen und bei ihrer Pflegefamilie einen regelrechten Bibliotheksschatz geborgen und für sich entdeckt, studiert und Einzug mit ihren Buchbesprechungen in Radio und Fernsehen gefunden. Als Kritikerin hat sie sich selbst nie gesehen, sondern vielmehr als Botschafterin und Vermittlerin. Eine tolle Anekdote ist zudem, dass Elke Heidenreich zu Festen, Geburtstagen etc. anstatt Schokolade, Wein und Co. lieber ein zur Person und deren Situation passendes Buch verschenkt. In »Hier geht’s lang« lernt man Elke Heidenreich anhand ihrer Lektüre näher kennen und findet zudem jede Menge Inspiration für den nächsten Bucheinkauf. Wirklich sehr lesenswert! Fazit Das perfekte Buch für alle mit Hang zur Leseleidenschaft und für diejenigen, die gerne mehr über Elke Heidenreichs Leselebenslauf wissen möchten. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 20.11.2021

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
11. Nov.
Rating:5

Ich hatte während des Lesens sehr oft ein "Aha"-Gefühl, wie "ich erinnere mich" oder "ach, so war das!". Einige Autorinnen kannte ich namentlich überhaupt nicht und es sind sicherlich auch einige dabei, die ich nicht lesen werde oder kann. Aber alles in allem war es eine wunderbare und informative Reise, mit Ein- und Ausblicken, durch die Welt der Autorinnen. Danke, Frau Heidenreich!

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
10. Juni
Rating:5

Sprecherin: die Autorin selbst Ich LIEBE diese Frau 😍 Das einzige Hörbuch, welches ich nicht schneller stelle. Damit es länger dauert bis ich durch bin, mehr Zeit habe über ihre klugen und scharfsinnig humorvollen Sätze nachzudenken und es einfach genießen kann wie Elke Heidenreich erzählt! "Hier geht's lang" ist für mich mehr eine besondere Biografie – es ist eine Reise durch ihr Leseleben, ein Spiegel ihrer literarischen Entwicklung und ihrer Beziehung zur Literatur. Schon der Titel verspricht einen Wegweiser durch ihre persönliche Bibliothek, und das Buch hält dieses Versprechen auf beeindruckende Weise. Heidenreich nimmt uns mit auf eine Reise durch die Mädchenbücher der Nachkriegszeit, die sie mit einem kritischen Blick betrachtet und reflektiert, wie sie ein damals vermitteltes Frauenbild beeinflusst haben. Wir erfahren von den Büchern, die sie bei ihren Pflegeeltern entdeckte, und von denen, die sie im Studium lesen musste – aber auch von denen, die ihr Leben sehr viel mehr bereichert und geprägt haben. Obwohl das Buch kein explizit feministisches Werk sein soll, spüre ich dennoch eine starke feministische Botschaft. Heidenreich zeigt auf, wie unterschiedlich weibliche Autorinnen in der Literaturwelt behandelt werden im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. Was mich besonders berührt, ist die Liebe, die Heidenreich zur Literatur ausstrahlt. Sie versucht nicht, Bücher zu bewerten, sondern Lesende für sie zu finden. Sie betrachtet sich nicht als Literaturkritikerin, sondern als Literaturvermittlerin – und das merkt man auf jeder Seite. Durch ihre Vorstellung einer unglaublichen Bandbreite von Büchern, begleitet von zahlreichen Buchzitaten, macht sie ihre Begeisterung für Literatur spürbar und ansteckend. "Hier geht's lang" ist für mich ein Meisterwerk einer Buchliebhaberin für alle, die das Lesen lieben und vielleicht auch für sich entdecken wollen.

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
3. März
Rating:4.5

"Und es gibt kein Muss beim Lesen. Es gibt keinen Kanon, auch wenn immer wieder Kanons aufgestellt werden. Natürlich von Männern."

Es hat mir besser gefallen, als ich gedacht hätte. Elke Heidenreich gibt sehr Persönliches über ihre Kindheit und Jugend preis, und behält trotzdem immer das Lesen und die Bücher im Fokus. Ich mochte die Verbindung aus Autobiografie und Buch- sowie Autorinnenvorstellungen sehr.

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
27. Dez.
Rating:4

Ich habe lange darauf gewartet, euch dieses Buch vorstellen zu dürfen. Das Rezensionsexemplar bekam ich mehrere Monate vor dem Erscheinungstermin und ich hab zwar das Lesen rausgezögert, aber das geht halt auch nicht ewig. Bei diesem Buch handelt es sich um eine Art Lesebiografie. Heidenreich erzählt von den Büchern, die sie als Menschen geprägt haben, und zwar von der frühesten Kindheit an. Der Fokus liegt dabei auf Büchern von und über Frauen und auf der Frage, wie sie ihre Lektüren verändert haben. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich Heidenreich vor diesem Buch nicht kannte. Ich weiß, das ist eigentlich fast schon peinlich für jemanden, der so viel mit Büchern zu tun hat wie ich. Der Name sagte mir was, aber ich hatte keine Ahnung woher. Und wie auch? Ihre Fernsehserie "Lesen!" gab es leider nicht mehr als ich alt genug war, um mich für eine solche Serie zu interessieren. Und gelesen habe ich bisher auch noch nichts von ihr, zumindest nicht bewusst. Es war für mich also eine ziemliche Überraschung, während der Lektüre herauszufinden, dass Heidenreich eine Berühmtheit ist. Gleichzeitig machte das die Biografie für mich auch um einiges interessanter. Ich meine, genau das, was Heidenreich ihr Leben lang gemacht hat, würde ich jetzt auch nicht grad schlecht finden: Leute zum Lesen bringen, indem ich ihnen die Bücher empfehle, von denen ich glaube, dass sie ihnen gefallen könnten. Meine Schwester kann es bestätigen: Ich flippe jedes Mal vor Freude fast aus, wenn ich ihr ein Buch empfehlen darf. Und noch glücklicher macht es mich, wenn ihr die Bücher, die ich ihr empfehle, auch noch gefallen. Und genauso glücklich macht es mich, wenn ich höre, dass sich meine Leser:innen hier meine Buchempfehlungen zu Herzen genommen haben. Durch dieses Buch durften viele, wirklich viele neue Bücher auf meine Wunschliste landen. Und ich war überrascht, dass ich durch dieses Buch Neues lernen konnte. Das habe ich nicht erwartet. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es früher in einigen Büchern Werbung für Zigaretten gab? Also ich hatte keine Ahnung. Ich habe bereits Werbung für Fanartikel gesehen und halt für andere Bücher, aber das wars dann auch schon. Und vor allem war diese Werbung dann immer nur am Ende des Buches und wollte mir keine Zigaretten oder andere Drogen verkaufen, sondern eben nur Bücher! Ich halte diese Biografie für sehr gelungen. Die Idee, eine Biografie mithilfe der Bücher zu gliedern, die man gelesen hat, finde ich spannend. Sollte ich irgendwann eine Biografie schreiben, würde ich das wohl auch so angehen. Mich persönlich hätte es auch noch interessiert, welche Bücher denn die Autorin abgeschreckt oder ihr so gar nicht gefallen haben, falls es da irgendwelche herausragenden Beispiele gab, aber ich verstehe, dass sie sich doch eher auf die positiven Leseerfahrungen konzentriert hat.

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
14. Nov.
Rating:5

Die Autorin schreibt in diesem Buch über all die Bücher, die sie in ihrem Leben begleitet haben. Dafür strukturiert sie das Buch in die verschiedenen Phasen ihres Lebens. Auch reflektiert sie die Bücher von ihrem heutigen Standpunkt, was mir gut gefallen hat. Sicherlich sind durch diese Lektüre wieder neue Bücher auf meinen Merkzettel gezogen, aber vor allem habe ich viel darüber nachgedacht, was ich so gelesen habe und wie es mich geformt hat. Tolles Buch!

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
5. Nov.
Rating:5

Eine Lese Biografie und ein Muss für alle Buch Menschen 

Zu den 3 Personen, mit denen ich mich gerne mal auf einen Kaffee zu einem Plausch verabreden würde, gehören Angela Merkel, Jennifer Aniston und Elke Heidenreich. Für mich gibt es keine ehrlichere, reflektiertere und fähigere Literaturvermittlerin als sie. Jedes Mal, wenn ich sie reden höre, denke ich, dass sie mir aus der Seele spricht. Und auch in diesem Buch habe ich mich wieder gefunden. Ich denke, das wird vielen Büchermenschen so gehen. Und genau das macht die Lektüre für uns hier so attraktiv. Um Frauen in der Literatur geht es hier, den Frauen, die Elke Heidenreich geprägt und begleitet haben. Dabei finde ich sehr erstaunlich, dass sie, obwohl sie so alt ist, wie meine Mutter jetzt wäre, die gleichen Begleiterinnen hatte wie ich. Sie erzählt uns von ihrer Flucht in die Geschichten, um der unglücklichen Kindheit zu entfliehen. Dabei lernt sie die „artige“ Pucki, das wilde Nesthäkchen und Elke der Schlingel kennen. Alles Bücher, die ich auch verschlungen habe. Bei mir lag es allerdings eher daran, dass es die Kinderbücher meiner Mutter waren und wir nichts anderes hatten. Bücher waren auch in meiner Familie Mangelware und nicht so wichtig (außer mir) und genauso wie Elke Heidenreich las ichmich ab dem 5. Lebensjahr durch die Bücherregale der nächstgelegenen Bücherei. Dann folgten literarische Entdeckungen, die auf einmal Sprache und Türen öffnete. Über die alten Klassiker führte der Weg zur anspruchsvolle Gegenwartsliteratur der 60‘er. Wir gehen den Weg weiter mit Elke Heidenreich, durch das Studium, zu den Medien und den literarischen Sendungen, in denen sie das Lese-Herz eines breiten Publikums gewann. Nicht durch hochtrabende Analysen, sondern durch passende Literatur. Das motivierte auch Menschen, die sonst nicht lesen. Ich bin nicht die Einzige, die ihre Sendung „Lesen!“ zurück sehnt- ach, das wär unsere Sendung, liebe Bücher Bubble…🥹 Dieses Büchlein ist ein Muss für alle Lesenden. Die Melodie des Textes ist genauso, wie wir Frau Heidenreich kennen: Gerade heraus, manchmal melancholisch, oft frech, trotzig und gerade deswegen so richtig sympathisch, aber immer, immer, immer mit großen Herz für Menschen die lesen, gute Musik und alle Tiere. Die kurzen Portraits großer Autorinnen haben meine Wunschliste enorm wachsen lassen. Es gibt für mich noch so viel zu entdecken. Elke Heidenreich triggert heutzutage manch jungen Menschen, verstehen tue ich das nicht wirklich, denn sie ist ehrlich, ohne dramatisch zu sein, sie ist sich ihres Alters bewusst ohne rechthaberisch zu sein und sie erkennt die Fehler, die sie gemacht hat. Solche braucht es viel mehr. Dieses Buch ist eine Lesebiografie, hochwertig, auf wunderbarem Papier gedruckt mit Fotos, die Elke Heidenreichs Leseleben skizzieren. Jeden zweiten Satz hätte ich mir anstreichen können. Normalerweise zitiere ich nicht, aber für dieses Buch mache ich eine Ausnahme: „Und wenn es mir so geht mit einem Buch, wenn es mir etwas Wichtiges vermittelt, dann möchte ich das weitergeben. Und das bedeutet, dass ich eher eine Literaturvermittlerin als eine Literaturkritikerin bin. Und auch sein will.“ Und noch eins, weil ich mich so sehr wiedererkannt habe: „Immer, wenn in meinem Umkreis etwas besonders Schreckliches oder auch etwas besonders schönes geschieht, denke ich: Gibt es dazu etwas in der Literatur? Und fast immer findet es sich, und ich bringe eben keine Flasche Wein zum Abendessen mit, sondern ein Buch. Ich bin einfach so gestrickt, werde dafür gehasst, geliebt, belächelt, mir alles egal. Ich kann nicht anders …“ Mir hat das großes Vergnügen bereitet. Also liebe Elke, Lust auf einen Kaffee? Ich wär bereit und bringe auch Kuchen mit.😉

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
9. Aug.
Rating:4

Elke Heidenreich erzählt kurzweilig von den Büchern, die sie in ihrem Leben begleitet und geprägt haben. Dabei hebt sie insbesondere Werke von Schriftstellerinnen hervor, die heute noch gerne abgewertet werden. Viele kluge Sätze habe ich mir markiert und viele Empfehlungen herausgeschrieben, die ich mir näher anschauen möchte. Einen Stern Abzug gibt es für die vielen literaturwissenschaftlichen Zitate, die mir Spaß-Leserin oft zu verschwurbelt waren. Eine interessante Art eine - wenn auch nicht sehr ausführliche - Biografie zu schreiben.

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
1. Mai
Rating:4

Meine Meinung Elke Heidenreich, Moderatorin, Autorin und eines an erster Stelle: Leserin. Ihr neues Buch »Hier geht’s lang« liest sich wie ein autobiographisches Lesetagebuch und ermöglicht uns Leserinnen und Lesern einen Einblick auf Autorinnen, die Elke Heidenreich im Laufe ihres Lebens prägten. Die schmucke Aufmachung mit einem wundervollen Schutzumschlag, Hardcover mit Lesebändchen und zahlreichen Illustrationen durch Fotos, Autorinnenporträts und Coverabbildungen der angesprochenen Bücher lassen das bibliophile Herz gleich schneller schlagen. Elke Heidenreich plaudert in Lebensabschnitte unterteilte Kapitel mit den Überschriften ›Das Kind‹, ›Das Mädel‹, ›Der Backfisch‹, ›Die Studentin‹, ›Die junge Frau‹, ›Die besten Jahre‹, ›Heute‹, und ›Männer‹ aus ihrem Nähkästchen und lässt uns an ihrem bewegenden Leben teilhaben, in dem Bücher immer ein Leitfaden, Rückhalt und Inspiration lieferten. Dass Elke Heidenreich leidenschaftliche Leserin ist, spürt man in jeder Zeile und das machte die Lektüre von »Hier geht’s lang« zu einer genussvollen Lesezeit, die mir jede Menge Bücher auf den Schirm spülte, die mir bisher nicht bekannt waren. In erster Linie stellt die Vielleserin Romane von Frauen vor, da sie diese besonders angesprochen und weitergebracht haben, ohne dabei Schriftstellerinnen über Schriftsteller zu setzen. Die Einstellung schreibende Frauen und Männer gleichberechtigt zu behandeln ist mir ausgesprochen sympathisch, denn auch ich finde, dass es bei einem guten Buch vollkommen egal ist, welchem Geschlecht der Verfasser angehört. Von Kinderbüchern wie »Das Nesthäkchen« und Co., welche ein veraltetes Frauenbild vermitteln, hat sich Elke Heidenreich nicht abbringen lassen, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie hat ihre Familie verlassen und bei ihrer Pflegefamilie einen regelrechten Bibliotheksschatz geborgen und für sich entdeckt, studiert und Einzug mit ihren Buchbesprechungen in Radio und Fernsehen gefunden. Als Kritikerin hat sie sich selbst nie gesehen, sondern vielmehr als Botschafterin und Vermittlerin. Eine tolle Anekdote ist zudem, dass Elke Heidenreich zu Festen, Geburtstagen etc. anstatt Schokolade, Wein und Co. lieber ein zur Person und deren Situation passendes Buch verschenkt. In »Hier geht’s lang« lernt man Elke Heidenreich anhand ihrer Lektüre näher kennen und findet zudem jede Menge Inspiration für den nächsten Bucheinkauf. Wirklich sehr lesenswert! Fazit Das perfekte Buch für alle mit Hang zur Leseleidenschaft und für diejenigen, die gerne mehr über Elke Heidenreichs Leselebenslauf wissen möchten. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 20.11.2021

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
18. Apr.
Rating:4

Ich mag Elke Heidenreich schon sehr lange. Vor allem ihre Kurzgeschichten, aber auch ihre Kolumnen. Dieses Buch hier ist ein sehr persönliches Buch, in dem die Autorin von den Büchern erzählt, die sie in ihrem Leben gelesen hat und die sie am meisten geprägt, beeinflusst und berührt haben. Dabei legt sie besonderen Wert auf die Bücher von Autorinnen und geht auch darauf ein, wie unterschiedlich Bücher von Frauen und Männern geschrieben sind und auch behandelt wurden bzw. werden. Das fand ich sehr interessant. Das Buch lässt sich schnell lesen, es ist nicht besonders dick. Aber es ist ein bißchen wie ein interessantes Gespräch, was mir gut gefallen hat!

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
23. Sept.
Rating:4

"Hier geht's lang!" - das mit seinem Ausrufezeichen am Ende ganz deutlich an Elke Heidenreichs äußerst populäre Sendung "Lesen!" erinnert - ist eine ganz große Freude für alle Bibliophilen, Buchliebhaber, Literaturfreunde und Lesenden, denn es nimmt einen mit auf die ganz persönliche Lesereise der Autorin, teilt Erinnerungen, Inspirationen und Gefühlswelten, die beim Lesen, Berühren und Verstehen von Büchern entstehen. Natürlich kann und muss man nicht alles kennen, was Elke Heidenreich gelesen hat, und selbstverständlich sieht die Lesereise eines jeden Menschen durch sein Leseleben anders aus, aber dieses Buch bringt einen sehr zum Nachdenken, welche Texte, welche Themen und welche Vorlieben das eigene Lesen bestimmen und das eigene Wesen geformt haben. Durchdrungen ist "Hier geht's lang" von Elke Heidenreichs Stimme. Dieser Text ist unverkennbar und einzigartig sie: unprätentiös, kritisch der Literaturkritik gegenüber, leidenschaftlich brennend für das Lesen, dabei hochinformativ und unterhaltend und weitestgehend ohne hochtrabenden Kanon-Blick, schon allein weil sie sich fast ausschließlich auf die Werke von Autorinnen beschränkt. Einige habe ich natürlich vermisst, andere Bereich waren mir etwas überrepräsentiert - aber das ist mein persönlicher Geschmack und sicherlich keine Kritik an "Hier geht's lang!" an sich. Eines macht das Buch aber sehr, sehr deutlich: eine wie Elke Heidenreich braucht der deutsche Literaturbetrieb - jemanden, der Menschen fürs Lesen begeistert, Werke nicht zerreißt und alles mit einem TÜV-Siegel versehen muss, nahbar, wortgewandt, belesen und mit einem Herz für Bücher und dem Verständnis, dass jeder Mensch eben seinen eigenen Buchgeschmack hat, also: LESEN UND LESEN LASSEN!

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
23. Sept.
Rating:5

Elke Heidenreich nimmt uns mit durch ihr Leseleben. Beginnend mit den Mädchenbüchern der Nachkriegszeit, die im Nachhinein gesehen ein ganz fürchterliches Frauenbild vermitteln, über die Bücher, die sie bei den Pflegeeltern gelesen hat und denen, die sie im Studium lesen musste. Aber auch immer die, die ihr Leben bereichert haben, in denen sie sich wiedererkannt hat. Sie zeigt die Unterschiede zwischen Büchern, die von Frauen geschrieben wurden und denen, die von Männern stammen, auf. Bücher von Männern dominieren die Literatur, in ihrem Studium kommen kaum Bücher von Autorinnen vor. So wendet sie sich auch ganz bewusst in ihrem privaten und später auch beruflichem Lesen genau diesen Büchern zu. Man spürt die Liebe Heidenreichs zur Literatur. Sie versucht Bücher nicht zu bewerten, sondern Leser für sie zu finden. Sie sieht sich nicht als Literaturkritikerin, sondern als Literaturvermittlerin. Sie verschenkt Bücher, nicht Blumen, wenn sie etwas mitbringt. Sucht Bücher aus, die zum Lesenden passen. Man merkt dem Buch an, dass Elke Heidenreich schon immer gelesen hat. Sie stellt eine unglaubliche Bandbreite an Büchern vor, die sie beeinflusst und beeindruckt haben. Viele mit Zitaten, die das nachvollziehbar machen. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und hatte die ganze Zeit das Gefühl mich mit Elke Heidenreich zu unterhalten. Man hat nie das Gefühl, dass sie versucht einen Kanon zu erstellen, den man gelesen haben muss. Eher weckt sie die Neugierde auf Autorinnen und deren Bücher. Von mir daher eine Leseempfehlung für alle, die Bücher und das Lesen lieben!

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag
26. Sept.
Rating:5

„Mit Büchern von Frauen durchs Leben“ verspricht der Untertitel des Buches und hat damit bei mir die Erwartung geweckt, dass Elke Heidenreich in diesem Buch daran teilhaben lässt, inwiefern Autorinnen ihren Leseweg begleitet haben. Und genau das bekommt man mit diesem Buch auch, obwohl Elke Heidenreich gleich auf Seite 6 verkündet: „Frauenliteratur gibt es nicht“. Und so schreibt sie auf, was Bücher von Frauen mit ihr und ihrem Leben gemacht haben. Dies ist jedoch weder eine feministische Einordnung von Literatur noch der Versuch einer Literaturgeschichte von Frauen. Vielmehr zeigt Elke Heidenreich sich als das kleine Mädchen, das zu einer Zeit mit dem Lesen begann, als noch streng zwischen Jungen- und Mädchenbüchern unterschieden wurde und so ein Frauenbild vermittelt wurde, das mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmte. Wir lernen die Studentin kennen, die sich unter lauter Männerliteratur zusammensuchen musste, was eigentlich Frauen dachten und schrieben. Und die Frau, die das Lesen und das Reden und Schreiben über Bücher zu ihrem Beruf gemacht hatte und die so geworden ist, wie sie ist, auch durch Bücher. „Ich war ein in Büchern sich suchendes und langsam findendes Mädchen. Mich haben die Bücher gerettet, auch wenn sie mir manches gründlich vermasselt haben.“ (S. 9) Es ist ein sehr persönliches Buch, in dem Elke Heidenreich wohl dosiert immer auch ein wenig den Mensch hinter den Büchern erkennen lässt ohne dabei zu viel aus dem Nähkästchen zu plaudern. Wir begleiten sie dabei durch ihre Zeit als Kind, als Mädel, als Backfisch, als Studentin, als junge Frau, durch die besten Jahre und heute. Ergänzt und aufgelockert wird der Text durch zahlreiche Abbildungen besonderer Bücher und Autorinnen und Autoren, aber auch durch private Fotos aus den verschiedenen Lebensphasen von Elke Heidenreich. Ein schöner Blick hinter die Kulissen der von mir hoch geschätzten Literaturkennerin, bei dem der Fokus jedoch immer auch auf dem Lesen und der Literatur liegt. Der Schreibstil ist unprätentiös und authentisch, so dass man beim Lesen eigentlich auch immer Elke Heidenreichs Stimme im Ohr hat. Und so glaubt man ihr auch sofort: „Literatur ist ein Geschenk, Bücher sind ein Glück, Geschichten sind lebensnotwendig, um die eigene Verwirrung zu ordnen. Ob wir Bücher von Männern oder von Frauen lesen, das spielt keine Rolle. Wenn sie denn gut sind, und das heißt: gute Story, sprachlich adäquat umgesetzt. Was aber eine Rolle spielt, ist in den Jahren des Erwachens, Zweifelns, Selbstfindens den richtigen Ton für das eigene Leben zu finden. Und da waren für mich Bücher von Frauen hilfreicher als Bücher von Männern, sehen wir von den fürchterlichen Mädchenbüchern meiner Kindheit ab.“ (S. 183) „Hier geht’s lang“ ist eine durch und durch weibliche Lese-Autobiografie und man spürt beim Lesen Elke Heidenreichs große Liebe zur Literatur. Hier gibt es für den Leser vieles, gelegentlich sogar Kurioses, zu entdecken und erhält die Möglichkeit sich inspirieren zu lassen. Mir machte es viel Freude an manche Bücher erinnert zu werden und mich sogar in einigen Punkten wiederzuentdecken. Inzwischen habe ich das Buch noch ein weiteres Mal gelesen und finde es immer noch: Empfehlenswert!

Hier geht’s lang!
Hier geht’s lang!by Elke HeidenreichEisele Verlag