1. Okt.
Rating:3

Margaret Laurence' "Der steinerne Engel" habe ich über einen längeren Zeitraum gelesen als ursprünglich beabsichtigt, denn dieses Buch hat mich irgendwie zwiegespalten. Unsere Protagonistin Hagar, in der Jetzt-Zeit eine alte Frau, die in ihrem Alltag immer weniger gut selbstständig zurecht kommt, sträubt sich gegen ebendiese Entwicklung. Wir erfahren in sehr umfangreichen Episoden mehr zu ihrer Sozialisierung, ihrer Jugend - eigentlich zu ihrem ganzen Leben. Mit ihrem Starrsinn und Eigenwillen war sie ihrer Zeit weit voraus, doch im Alter macht sie das Leben ihres Sohnes und dessen Frau, bei denen sie seit zwölf Jahren lebt, mehr und mehr zu einem Kampf. Als es dann noch heißt, Hagar soll in ein Altenheim kommen, ist das Maß voll und sie büxt aus. Ein wunderbar interessanter Plot, dennoch hätten die gefühlt endlosen Einschübe über Hagars Leben für mich sehr viel kürzer sein und die Gegenwart einen größeren Platz einnehmen dürfen. Natürlich braucht man einen gewissen Hintergrund, um die störrische, bärbeißige und borstige alte Hagar verstehen zu können - und warum sie sich so verhält, wie sie sich verhält - dennoch wollte ich eigentlich nur wissen, wie es mit ihr weitergeht, und da stand mir dann ihre Lebensgeschichte wortwörtlich im Weg. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen, die Rahmenhandlung an sich ist unglaublich interessant, doch hinterlässt die Unzufriedenheit über die langen Abschnitte zwischendrin einen faden Nachgeschmack. Deshalb muss ich leider sagen, dass mir das Buch nur zu der Hälfte, in der Hagars Gegenwart thematisierrt wird, gut gefallen hat.

Der steinerne Engel
Der steinerne Engelby Margaret LaurenceEisele Verlag
14. Nov.
Rating:3

Das Buch "Der steinerne Engel" stand schon länger auf meiner Wunschliste, ohne dass ich mich wirklich damit beschäftigt habe, mir ist das Cover aufgefallen, ich hatte eine positive Rezension gesehen und das Thema interessiert mich auch persönlich. Mir war nicht bewusst, dass das Buch bereits aus den 60er Jahren ist und dass die Autorin eine der bekanntesten Autorinnen in Kananda ist. Das Thema Demenz interessiert mich persönlich, da ich es bei meiner Oma mitgemacht habe und aktuell bei meiner SchwieMu erlebe. Die Hauptperson Hagar verliert sich immer mehr in ihren Erinnerungen. Somit wechseln wir mit ihr zusammen oft von Gegenwart in die Vergangenheit, manchmal verwischen die Grenzen und ich musste mich als Leser erstmal wieder zurechtfinden. Diese Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, aber nachdem ich mich dran gewöhnt habe, mochte ich diese Wechsel sehr. Auf die "Trigger" warum wir plötzlich wechseln waren manchmal echt interessant. Hagar selber ist keine sehr einfache Persönlichkeit, hat es zwar auch oft nicht leicht gehabt, als Frau, die nicht so selbstbestimmt leben konnte, wie sie wollte. Aber durch ihren Stolz und ihre Sturheit hat sie sich auch selber viel verbaut. Ab und an wird ihr das auch bewusst, aber dann verfällt sie doch wieder in alte Verhaltensmuster. Deshalb konnte ich einige Entscheidungen von ihr auch einfach nicht verstehen. So richtig warm bin ich nur selten mit ihr geworden. Auch die anderen Personen sind sperrig, einige bleiben recht blass, man kommt ihnen nicht nah. Und so richtig symphatisch ist halt auch keiner. Aber es sind interessante Charaktere, das macht viel aus. Und am Ende konnte ich dann doch für den einen oder anderen Charakte Verständnis entwickeln. Das Buch verschafft einen guten Überblick über das Leben in den 60er Jahren, speziell für Frauen und auf dem Land. Das machte das Buch lebendig und abwechslungsreich und es lässt sich auch gut lesen, wenn auch vielleicht die ein oder andere Länge im Buch vorhanden ist. Aber ich denke, da muss man auch den Zeitgeist berücksichtigen, der Erzählstil war ein Anderer, die Ansichten waren anders. Interessant ist es allemal, Hagars Leben zu verfolgen. Das Buch ist gerade zum Schluß sehr eindringlich und zum Ende hin wird es emotional anstrengend aber auch so intensiv, dass das Buch mich gedanklich noch länger beschäftigen wird und ich das Ende nicht so schnell vergessen werde. Da hat die Autorin ein tolles Stilmittel gefunden Insgesamt lesenswert, und trotz des flüssigen Schreibstils kein einfaches Buch

Der steinerne Engel
Der steinerne Engelby Margaret LaurenceEisele Verlag
20. Okt.
Rating:3

Wer Hagar Shipley noch nicht kennt, hat etwas verpasst! Diese mürrische, 90jährige Granddame ist eine Protagonistin, die ich so schnell nicht vergessen werde. Ihr bewegtes Leben in Kanada ist Gegenstand dieser Geschichte. Mit ihr erlebt man Kanadische Geschichte, eine authentische Familiengeschichte und eine Studie des Älterwerdens in einer Person. Für meinen Geschmack hätte ich gerne mehr von Kanadas Natur gelesen. Sehr nachdenklich hat mich die Beschreibung von Hagars Gedanken gemacht wie man im Alter leben möchte, wie unheilvoll der Umzug in ein Pflegeheim über einem Menschen droht, der es gewohnt ist alle Zügel in den Händen zu halten. Ihre knorrige, brummelige und zum Teil ungewollt komische Art machte sie für mich im Laufe des Buches zu einer liebenswerten Figur. 3,5 Sterne

Der steinerne Engel
Der steinerne Engelby Margaret LaurenceEisele Verlag
25. Sept.
Rating:5

,,Ich war sprachlos wegen der salzigen Flüssigkeit in meiner Kehle und wegen meiner Wut – die gegen niemanden im Besonderen gerichtet war, allenfalls gegen Gott, dass er uns Augen gab zu sehen und doch so gut wie keine Weitsicht." ,,Der steinerne Engel" von Margaret Laurence stand seit gut einem Jahr auf meiner Wunschliste und dank unserer wunderbaren Wanderbuch-Runde ist es jetzt bei mir gelandet und ich habe geliebt. Es ist zwar kein Lebens-Lesehighlight für mich, aber es ist nahe dran, vor allem weil ich mir sicher bin, dass ich noch oft an das Buch und die Protagonistin Hagar denken werde. Hagar ist für mich ein unvergesslicher, aber weiß Gott kein leichter, liebenswerter Charakter. Sie kann boshaft, stur, eingebildet, arrogant und egoistisch sein, und ich kann durchaus verstehen, dass nicht jede*r Leser*in mit ihr klar kommt. Ich hatte jedoch während des Lesens permanent das Gefühl, dass ich sie verteidigen müsste, auch wenn sie da bestimmt keinen Wert drauf gelegt hätte. Aber Hagar ist auch alt, 90 Jahre, und dement und die Pflege wächst ihrem Sohn und der Schwiegertochter, inzwischen auch beider über 60, über den Kopf. Gerade dieser geistige Verfall und das Alt-Sein ist super gut und realistisch eingefangen. Allerdings muss man die abrupten Themenwechsel und Gedankensprünge der alten Frau, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, schon auch mögen oder sich zumindest daran gewöhnen. Das Buch wurde in den 1960er Jahren geschrieben, was ich vom Stil her nicht gedacht hätte. Es hat sich für mich so wunderbar und gut und flüssig lesen lassen, wie ein neuerschienenes Buch. Das war für mich schon erstaunlich und absolut positiv, weil ich schon finde, dass man manchen Büchern am Erzählstil anmerkt, in welcher Zeit sie geschrieben worden sind. Man sollte bei diesem Buch aber in meinen Augen nie vergessen, in welcher Zeit es spielt. Hagar dürfte in den 1870er Jahren geboren worden sein. Das ist eine andere Generation mit einem anderen Denken und einem anderen Rollenbild für Mann und Frau. Scheidungen gab es lange nicht so häufig wie heutzutage und Schläge in der Familie waren wohl einfach ,,normaler" als heutzutage. Hagar hat andere Dinge in Kanada erlebt als z.B. meine Tante, die 1934 in Deutschland geboren wurde und die ähnliche schlimme Dinge erlebt hat, wie Hagar, aber ansonsten ein völlig anderer Typ Mensch ist. Und das ist auch gut so. Meine Oma hat immer gesagt ,,Der Herrgott hat einen großen Tiergarten" und so wie es die unterschiedlichen Charaktere in der Realität gibt, so muss es auch unterschiedliche Charaktere in Büchern geben und der eine Leser kann mit solchen Menschen wie Hagar mehr anfangen, der andere wiederum nichts. Hagar hat sicherlich vieles in ihrem Leben falsch gemacht und ihre permanente Unzufriedenheit mit sich und ihrem Leben hatte einen großen Einfluss auf das Leben ihrer ganz nahen Mitmenschen. Ihre Unzufriedenheit stand ihr ganz oft im Weg, aber da ist Hagar in guter Gesellschaft in dem Buch. Dadurch wirkt das Buch mitunter ganz schön trist und negativ, vor allem weil ich den geistigen Verfall von Hagar nur schwer auszuhalten fand. Das konnte einen auch schon mal etwas runterziehen und es ist sicherlich keine Buch für jeden und auch nicht für jede Zeit und Stimmungslage. Aber ich finde in dem Buch steckt ganz schön viel, weil es mich wirklich auch zum Nachdenken angeregt hat. Es geht um die Entscheidungen, die man im Leben trifft, wenn man an einer Kreuzung steht und sich für eine Richtung entscheiden muss. Egal wie man sich entscheidet, man weiß nie so wirklich sicher, was einen danach erwartet. Und deshalb geht es auch darum, wie man mit seinen Entscheidungen umgeht und was man daraus macht oder auch nicht macht, was man in Kauf nimmt, wenn man merkt, dass die Entscheidung vielleicht nicht die schlaueste war. Ich befürchte, ich habe mir da mehr Gedanken gemacht. Sprachlich fand ich das Buch super und auch geschickt umgesetzt. Dadurch, dass wir permanent aus Hagars Sicht lesen, ist unser Blick getrübt und so sehen wir z.B. die Schwiegertochter, wie Hagar sie sieht. Das wird in schon kleinen Worte deutlich, wie z.B. ,,flötete sie", nach einer wörtlichen Rede von Doris. Hagar empfindet das als ,,flöten", als falsch. Aber wir als Leser hören ja nicht wie Doris das sagt. Wir lesen nur wie Hagar es empfindet und das fand ich gut und autentisch für die alte 90jährige Frau. Nichtsdestotrotz habe ich mir auch an eine Stelle, als Doris was sagt, daneben geschrieben, dass ich das jetzt gerne gehört hätte. Das ist z.B. der Grund, warum ich im Beruf lieber mit meinen Kolleg*innen direkt kommuniziere oder telefoniere, weil man das geschriebene Wort leicht in den falschen Hals bekommen kann. Außerdem fand ich, wie weiter vorne schon gesagt, die Gedankensprünge von Hagar gut umgesetzt und dass sie sich in Details verliert, die vielleicht der ein oder anderen Leser als ausbremsend für die Geschichte empfunden hat. Außerdem gab es Szenen, die ich grandios fand und für die ich das Buch gefeiert habe. Und am besten beschreibt sich Hagar gegen Ende des Buches selbst ,,Stolz war meine Wildnis, und der Dämon, der mich dort hinführte, war Angst. Ich war allein, nie etwas anderes und nie frei, denn meine Ketten habe ich stets in mir getragen, und sie pflanzten sich fort und nahmen alles, was ich berührte in Sippenhaft. Ich kann letztlich gar nicht sagen, ob ich Hagar nun mochte oder nicht. Sie ist definitiv eine Protagonistin, die ich nicht so schnell vergessen werde, und an der man sich (auf-) reiben kann .Gerade weil Hagar so ein streitbarer Charakter ist, war unsere Diskussion in der Wanderbuch-Runde sehr intensiv, zumindest für mich, da ich schon die Kommentare im Buch von drei anderen Leserinnen lesen und zurückkommentieren konnte. Ich bin mir daher nicht sicher, ob ich das Buch als sooo intensiv und gut empfunden hätte, wenn ich durch meine Mitleserinnen nicht so tief in alles reingezogen worden wäre.

Der steinerne Engel
Der steinerne Engelby Margaret LaurenceEisele Verlag
4. Jan.
Rating:4

Ich fand die Geschichte der alten Dame Hagar sehr ergreifend und finde, die Autorin schaffte ein realistisches Bild von dem, was in einem vorgeht wenn man alt und auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Hagar driftet oft in ihre Erinnerungen ab, so erfährt man viel über ihre Lebensgeschichte. Die Zeitsprünge fand ich aber nicht verwirrend oder irritierend, ich konnte dem Erzählfluss gut folgen. Hagar ist jedoch recht schrullig und im Laufe ihres Lebens schroff geworden, ich fand sie nicht sonderlich sympathisch und konnte mich dennoch in ihre Gefühlswelt hineinversetzen. Ein authentisches, menschliches Buch besonders wenn man selber noch Eltern in dem betagten Alter hat und miteinander auskommen bzw. Lösungen finden muss.

Der steinerne Engel
Der steinerne Engelby Margaret LaurenceEisele Verlag
2. Jan.
Rating:4

Zum Buch: Das Buchcover fand ich reizend, der Klappentext sehr ansprechend. Wir lesen die Geschichte von Hagar Shipley, einer 90-jährigen alten Dame. Unfreundlich, dickköpfig, trotzig, mürrisch, zeternd, eigensinnig, unzufrieden, ein schwieriger Charakter. So lernen wir die eine Seite von ihr kennen. Liebend, mutig, ehrlich, unterstützend, entschlossen, tatkräftig und beschützend. Das ist ihre andere Seite. Die Geschichte kommt in zwei Erzählsträngen daher. Der eine, die Vergangenheit unserer Hagar. Wo sie in Erinnerungen schwelgt und aus ihrem langen Leben erzählt (wir lesen quasi ihre Gedanken). Der zweite in der Gegenwart, wo sie bei ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter lebt und ihnen das Leben schwer macht. Aus nur einem Grund: man will die Alte ins Heim verschiffen. Und das will sich Hagar nicht so einfach gefallen lassen. Und was macht Hagar? Sie macht sich auf und davon. Meine Meinung: Der Schreibstil ist angenehm, sehr unaufgeregt, klar. Die Geschichte beginnt ruhig und hat zuerst nicht gepackt. Dies hat sich aber bald geändert. Mir kam beim Lesen in den Sinn „was für eine geile, schrullige Alte“. Und ich muss sagen, ich hätte diese Dame gerne persönlich kennengelernt. An einer Stelle habe ich wirklich laut gelacht, als erzählt wurde, dass sie vor 10 Jahren zu rauchen begann. Aus Langeweile. Das Thema, welches behandelt wird, wird uns alle früher oder später treffen. Ich denke, der Punkt, an dem man merkt, dass man geistig zwar noch gut kann, aber körperlich nicht mehr so, ist der, den niemand von uns wahrhaben wollen wird. Hagars Geschichte nimmt uns mit auf eine Reise durch ihr Leben: ihre Kindheit, ihre Jugend und ihr Erwachsensein. An vielen Stellen sehr brutal, keine Möglichkeit auf Eigenbestimmung. An vielen Stellen so herrlich direkt, selbstbestimmt und humorvoll. Man ist beim Lesen ein Teil ihrer Gedanken, fühlt mit ihr mit, macht eine Lebensreise mit ihr, durch alle Etappen. Der strenge Vater, der brutale Mann, ihre Eigenständigkeit, als sie selbigen verlässt. Und zum Schluss der Verlust ihrer Selbständigkeit. Ein Thema, das auf leisen Sohlen daher kommt und keinesfalls leicht ist für Betroffene. Ein Buch, das nachhallt und mich nachdenklich zurücklässt, wohlwissend, dass auch ich eines Tages, an bestimmen Stellen, eine Hagar Shipley sein werde.

Der steinerne Engel
Der steinerne Engelby Margaret LaurenceEisele Verlag
22. Sept.
Rating:5

Neben Margaret Atwood und Alice Munro gehört Margaret Laurence zu den drei großen kanadischen Schriftstellerinnen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich von ihr noch nie etwas gelesen habe. Höchste Zeit, das zu ändern! Willkommener Anlass: seit 2020 legt der Eisele-Verlag die sogenannte Manawaka-Reihe neu aus. Ein fiktiver Ort in Kanada, in der die unterschiedlichen Geschichten spielen und der der Laurences Heimatstadt nachempfunden ist. “Der steinerne Engel” ist der erste der fünf Manawaka-Romane und erschien erstmals im Jahr 1965. Wie es bei großer Literatur aber nun mal so ist, könnte die Geschichte rund um die über 90-jährige Hagar Shipley auch im Hier im Jetzt spielen. Einzig das Fehlen moderner Kommunikationsmittel und der Umstand, dass ihr ältester Sohn im Ersten Weltkrieg kämpfte, verorten den Roman zeitlich. Ansonsten ist er tatsächlich beeindruckend zeitlos. Was nicht zuletzt an dem Umstand liegt, dass Margaret Laurence hier ein wundervolles Menschenporträt gelingt. Hagar Shipley kann aufgrund ihres hohen Alters den Alltag nicht mehr ganz so reibungslos bewältigen. Seit Jahren wohnt sie mit ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter zusammen. Und weil das Leben mit Hagar immer umständlicher wird, wollen die beiden sie ins Heim bringen. Hagar wehrt sich. Mit Händen und Füßen, aber auch mit ihrem starken Willen und ihrem großen und vor allem lockeren Mundwerk. Der Kampf um die Aufrechterhaltung des Ist-Zustands und die damit einhergehende Leugnung des eigenen gesundheitlichen und geistigen Befindens lösen bei Hagar Erinnerungen aus. Sie lässt ihr Leben Revue passieren. Und so lernt man als Leser:in eine ebenso dickköpfige wie resolute Frau kennen, die gerne mal Konventionen missachtet und Grenzen überschreitet. Eigentlich ist Hagar eine recht unsympathische Frau, die man aufgrund ihrer Ehrlichkeit aber herzlich sympathisch findet. Sie ist eine Frau aus dem Alltag, von nebenan. Ein Leben, wie es normaler nicht sein könnte. Und doch ist sie mit ihren Gefühlen und Gedanken einzigartig. Ein großer Roman, der mich sehr berührt und mitgerissen hat. Umso mehr freue ich mich, dass mit “Eine Laune Gottes” nun bald der nächste Manawaka-Roman von Margaret Laurence bei Eisele neu aufgelegt wird.

Der steinerne Engel
Der steinerne Engelby Margaret LaurenceEisele Verlag
4. Sept.
Rating:4

More often than not, books depicting normal people in every day life seem boring to me, but this one wasn't at all. Seeing Hagar struggle for an autonomous life despite her old age and looking back was captivating because she is such a strong protagonist. It was easy to empaphize with her since Margaret Laurence always wrote in a way that made it easy to relate to her feelings and actions, even in situations were she wasn't the most rational or likeable. While the book was written in the 60s and parts of it are set even earlier, it feels quite timeless. There is little indication of when events are set or any kind of changes, so it stays are purely personal story and just as relevant today. I would recommend it to not only fans of literary fiction but also of The Seven Husbands of Evelyn Hugo. While on a surface level her life isnt as exciting as Evelyn's, she is the same kind of easy to root for but not always most likeable, impressive and fascinating personality and both books emphasize self-actualisation as well as the relationships the protagonist forms.

Der steinerne Engel
Der steinerne Engelby Margaret LaurenceEisele Verlag