Der Stilwechsel in die unterschiedlichen POVs hat richtig gut getan und jeder der vier Hauptschauplätze überzeugt für sich stehend und als Gesamtes.
Zugunsten der neuen Charaktere und dem Zeitsprung von 10 Jahren kommen zwar auch einige bereits etablierten Nebenfiguren sehr wenig bis gar nicht vor aber das stört nicht.
Sehr starke Rückkehr in die Welt und definitiv ein zu wenig wertgeschätzter Teil der Reihe.
Fazit von meiner Seite: 3.5-4/5 Sternen. Details mit Spoiler:
Für mich definitiv kein schlechtes Buch, Pierce Brown schreibt weiterhin ein tolles Universum mit coolen Charakteren. Mich stört an diesem Buch vorwiegend, dass die Handlung aus so vielen Sichten mit wirklich ungünstigen POV Wechseln erzählt wird. Die Handlung selbst ist weiterhin wirklich gut, nur sorgen die Wechsel dafür, dass man einige Details vergisst und das Buch das Tempo und die Spannung nicht so gut wie die Vorgänger halten kann. Das ist schade. Die ersten Bücher, die nur aus Darrows Sicht geschrieben wurden, waren da doch besser. Ansonsten merkt man hier, dass das Buch auch von den Themen weiterhin an Erwachsene gerichtet ist und es zunehmend ernster wird, jeder Charakter Konsequenzen, Leid und Schmerz erfahren muss. Ich finde das in dem Sinne gut, dass das dem Buch Tiefe und Charakter gibt, es ist nicht einfach alles am Ende toll und alle bekommen ihr Happy End. Wobei das natürlich auch dem/r Leser/in viel abverlangt. Aufgerundet wird es für mich eine 4/5
“My wife is not as fickle as a flame. She is an ocean. I knew from the first that I cannot own her, cannot tame her, but I am the only storm that moves her depths and stirs her tides. And that is more than enough.”
Ten years after the events of the original trilogy, the social and political structure of this world is balanced on a knife's edge.
This book definitely is a change of pace with all the new POVs, but I loved all of them! I don’t see how the storyline could have progressed without new perspectives!
And I enjoyed some other people’s opinions of Darrow and seeing the reality of what’s going on from multiple sides of the war.
Am I bitter that I missed 10 years of Mustang and Darrow falling in love, getting married and being parents? Maybe a little.
But I adore Pax and Sevro and Victra having four daughters is actually everything to me.
Lysander and I are in a very toxic relationship. I don’t trust him and I fear he’s up to some awful things, but at the same time I also love his character.
Lyria just can't catch a break.
Her chapters were slow at first but I ended up loving her!
Ephraims story broke my heart!!! He's definitely my favorite POV.
The ending has me terrified for what’s to come.
While this book didn't have the same wow factor as previous books, it felt like the set up for something big.
Es ist etwas anders als die ersten drei Teile, aber trotzdem einfach genial.
Außerdem fand ich es extrem gut das die Kapitel aus der Sicht von verschiedenen Protagonisten erzählt wurden.
Asche zu Asche… unser Lieblingsautor hat sich hier wirklich etwas getraut. Zum ersten Mal erleben wir die Geschichte aus mehreren Perspektiven. 🔥🪐☄️ (Buch 4.2026)
Viele Autoren sind an dieser Aufgabe schon mehr oder weniger gescheitert, doch Pierce Brown hat das meiner Meinung nach bisher am besten gemeistert. Sich bei so vielen Charakteren nicht zu verlieren, ist alles andere als einfach – besonders in einer Welt, die zuvor ausschließlich aus der Sicht von Darrow erzählt wurde.
Am Anfang fand ich einige der Handlungsstränge noch etwas zäh, doch gegen Ende greifen sie immer stärker ineinander und entwickeln eine wirklich spannende Dynamik. Man merkt, dass Brown diese verschiedenen Perspektiven bewusst aufgebaut hat. Dadurch kann man sich vermutlich auch in den kommenden Büchern noch besser in die anderen Figuren hineinversetzen, selbst wenn die Geschichte wieder stärker aus Darrows Sicht erzählt wird.
Ein bisschen gefehlt hat mir allerdings eine eigene Perspektive von Virginia au Augustus, die meiner Meinung nach sehr interessant gewesen wäre.
Leider muss ich trotzdem sagen, dass ich insgesamt nicht allzu viel Positives über das Buch sagen kann. Gegen Ende wird es zwar wie gewohnt unglaublich spannend, doch nach über 800 Seiten bleiben praktisch alle Handlungsstränge offen. Dem Leser wird nicht einmal ein kleines Häppchen Auflösung gegeben. Fast alle Figuren, die wir begleitet haben, stecken am Ende in riesigen Schwierigkeiten und die Gesamtsituation wirkt durchweg düster.
Nach so viel Tod, Chaos und Leid hätte ich mir zumindest einen kleinen Lichtblick oder eine Form von Abschluss gewünscht. Deshalb bleibt bei mir am Ende ein eher gemischter Eindruck zurück
Gesamtbewertung: 3,5 ⭐
Charaktere: 5/5 ⭐
Worldbuilding: 4,5/5 ⭐
Idee 4/5 ⭐
Spannung 5/5 ⭐
Payoff (Eine Rubrik die ich extra hinzugefügt habe nach diesem Buch für die Zukunft, damit meine ich wie glücklich ich allgemein nach dem Buch bin) : 1/5 ⭐
Länge: wichtig für den Aufbau aber trotzdem lang.
Am Anfang des 4. Bandes muss man sich an einiges neu gewöhnen. Vorallem an die neuen POV's von teils neuen Charakteren und aber auch an den 10 Jahre Zeitsprung.
Ich habe deshalb wirklich lang gebraucht um reinzukommen .
Ephraim ist mein lieblings POV von den neuen Charakteren, weil sein innerer Konflikt interessant zu lesen war.
Von Lysander weiß ich noch nicht so ganz, was ich von ihm halten soll und Lyria mag ich, aber sehr interessiert an ihr war ich auch nicht.
Nichtsdestotrotz hat man durch die POV's einen anderen Blickwinkel auf Darrow und Co gehabt.
Ich freu mich auf den nächsten Teil!
[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]
𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Asche zu Asche (Red Rising 4)
𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Pierce Brown
𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: CrossCult
𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Claudia Kern
𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes
𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr lieber Single- oder Multi-PoV?
𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
Spannend - Mitreißend - Traurig
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
10 Jahre sind vergangen, seitdem Darrow als Held der Revolution bekannt wurde. Doch mit der Revolution wurde nicht alles besser oder einfacher und es scheint, als wäre der Kampf nie vorbei....
𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
Die Geschichte ist ja schon krass ausgefeilt und komplex. Und so geht es auch hier weiter. Nur dass man diesmal mehr Perspektiven geliefert bekommt. Denn es gibt mehr Personen denen wir folgen als nur Darrow. Das fand ich richtig toll. Ich bin, ehrlich gesagt, nicht immer der größte Fan von Darrow, deshalb hat mit der Perspektivenwechsel richtig gut gefallen. 😊
Die Story an sich bleibt spannend und hält wieder die ein oder andere überraschende Wendunge bereit.
Ich fand es auf jeden Fall spannend zu erfahren, wie sich alles nach der Revolution entwickelt hat. 😊
𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
Eine Leseempfehlung für alle Fans der Reihe.
𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️
"A new wound can take a body. Opening an old one can claim a soul."
Ein Buch der Red Rising Reihe mit weniger als 4 Sternen zu bewerten fühlt sich für mich falsch an, aber im Vergleich zum Rest der Reihe liegt ˋIron Goldˋ meiner Meinung nach leider um einiges zurück.
Zunächst das Positive: Pierce Brown ist ein Meister seines Handwerks. Seine Art zu erzählen, sein Schreibstil und seine Figuren sind ausnahmslos spannend und erschaffen eine realistische und brutale Welt. Wie schon in den Vorgängern der Reihe treffen wir hier erneut auf neue und alte Charaktere, neue und alte Feinde und neue und alte Orte. Besonders das letzte Viertel des Buches hat, wie in der Red Rising Reihe üblich, mit vielen Plot Twists und extremer Spannung auf gewartet, sodass man nach dem letzten Satz am liebsten direkt ins nächste Buch starten möchte.
Dennoch musste ich mich stellenweise wirklich zwingen weiter zu lesen, was bei allen Vorgängern der Reihe undenkbar gewesen wäre. Durch die verschiedenen POV´s werden spannende Handlungen zum Teil abgebrochen, was mich manchmal aus der Immersion gerissen hat, die normalerweise einer der besten Aspekte der Red Rising Reihe ist. Auch konnte ich bis etwa zur Hälfte der Handlung einigen der POV´s so gar nichts abgewinnen. Lyrias und Lysanders Kapitel ergaben für mich nur teilweise Sinn und vor allem was Lysander betrifft, hat sich mir bis zum Schluss nicht ganz erschlossen, warum wir so viel Zeit auf seine Geschichte verwendet haben. Ich vermute, dass diese für den Aufbau des nächsten Bandes relevant werden wird. Darrows Kapitel wirkten fast wie eine Ausnahme, was sie zwar umso spannender, aber eben auch zu kurz erscheinen ließ.
Das Ende von Iron Gold hat mich gleichzeitig verwirrt und erschüttert. Ich kann mir zum ersten Mal nicht wirklich vorstellen, was im nächsten Band auf mich wartet. Ich gehe daher zwar mit einem gemischten Gefühl aus Band 4 heraus, freue mich aber umso mehr auf Band 5!
Zu Beginn hat es kurz gedauert bis ich verstanden habe, dass es hier nicht mehr nur um Darrow geht.
Er war erfrischend anderen Storys zu folgen (auch wenn es mich am Anfang irritiert hat)
Der Meisterdieb, die Rote und der Sohn des toten Oberhaupts... Schöne Charaktere.
Leider muss ich einen Stern abziehen, weil mich die Kapitel nicht mehr so in ihren Bann gezogen haben wir bei den ersten drei Teilen.
Red Rising ist wohl das epischste was Science Fiction zu bieten hat.
Ich liebe echt alles daran. Die Charaktere sind so gut geschrieben und die Story ist so spannend.
Ab und zu tue ich mich immer noch schwer mit den vielen komplizierten Namen. Ich hatte gehofft es wird besser von Band zu Band aber nein - mein Gehirn merkt sich da wohl nichts 😅😅
Bisher der schwächste Band. Wahrscheinlich weil er die vorher abgeschlossene Trilogie mit den nächsten Bänden verbinden muss.
Das Ende fand ich sehr gut. Darrow ist so ein tiefgründiger Charakter, dass man ihn gleichzeitig anschreien will das richtige zu tun, aber gleichzeitig auch irgendwie darauf vertraut, dass seine dummen Entscheidungen bestimmt richtig sind 😅😅
Ich bin dabei. Wohin auch immer Pierce Brown von hier aus gehen möchte 😅😅
Leider konnte dieser Band nicht mit seinen Vorreitern mithalten. Durch die pov Wechsel war es schwierig für mich wirklich dran zu bleiben, ich wurde nicht so gefesselt wie ich es gerne wollte. Das Ende ab ca. 80% war allerdings sehr gut! Auf jeden Fall ein Argument weiter zu lesen!
Ich muss sagen, ich hatte Schwierigkeiten in die unterschiedlichen POV‘s zu kommen. Vor allem, weil es gleich 4 waren und ma nur 2 davon kannte. Doch relativ schnell hat ma sich daran gewöhnt und ich möchte die Geschichten von keinem mehr missen. Es bleibt richtig spannend. Pierce Brown weiß, wie ma eine Spannungsbogen aufrecht erhält!
Ich kann jetzt schon kaum erwarten, die Reihe nochmal zu lesen, wenn ich alle Hörbücher durch habe.
„Asche zu Asche“ war für mich der bislang schwächste Teil der Reihe. Die Geschichte ist immer noch spannend und hat starke Momente, aber im Vergleich zu den früheren Bänden hat mir etwas der Drive gefehlt. Manche Kapitel haben sich ein bisschen gezogen, und ein paar Entscheidungen der Figuren fand ich nicht ganz so packend wie sonst.
Trotzdem: Es ist immer noch ein gutes Buch. Pierce Brown kann einfach schreiben, und die Welt von Red Rising bleibt heftig und faszinierend. Auch wenn dieser Band für mich nicht ganz an die anderen herankommt, freue ich mich total darauf, weiterzulesen und zu sehen, wie die Reihe sich weiterentwickelt.
Auch in der neuen Republik ist nicht alles eitel Sonnenschein- alte und neue Feinde erheben sich. Wieder ein super spannendes Buch in der Red Rising Reihe.,
Pierce Brown ist einfach ein Meister seines Fachs, auch Iron Gold beweist das wieder eindrucksvoll. Obwohl ich anfangs etwas gebraucht habe, um mich in die verschiedenen Perspektiven hineinzufinden, hat sich das Durchhalten absolut gelohnt. Sobald man in der Geschichte drin ist, entfaltet sich ein vielschichtiges, emotional intensives und schonungslos ehrliches Bild der Welt nach dem Krieg.
Es tut weh zu sehen, welche verheerenden Auswirkungen die Revolution hatte und zu lesen, wie die einst gefeierte Revolution nun auch kritisch und negativ gesehen wird. Genau das macht das Buch aber so stark: Brown zeigt, dass selbst gute Absichten grausame Konsequenzen haben können.
Die Charaktere sind komplex und unglaublich gut geschrieben. Jeder von ihnen trägt seine Narben, Zweifel und Überzeugungen auf eine Weise, die einen nicht loslässt. Nur mit Lysandra werde ich mich wohl nie ganz anfreunden können aber auch das spricht dafür, wie real und vielschichtig diese Figuren sind.
Ein fesselnder, schmerzhafter, aber großartiger vierter Band und ein würdiger Übergang in die zweite Phase der Red Rising-Saga.
Reread update:
5/5
This book is awesome. Going from a single to a multi-pov perspective is a stroke of genius. Pierce Brown gives every new main character a distinct voice. You can feel their ideals burn strongly in the things they stand for and in the story that is told through them. This second half of the Red Rising Saga opens so many new possibilities in terms of tonality and morale. Each main character’s ethos is at war with some of the other ones. If I wasn’t already really tired of the comparison I would say that it almost feels like Game of Thrones in space, but I am, so I don’t. Iron Gold feels like the first step in a truly awe inspiring evolution of a series and I am both excited and dreading to see how Pierce Brown will conclude the stories of these characters I have come to love.
I'm not quite sure what I think about the direction Darrow's character is developing in. Nevertheless, the story was gripping, so I'll give the next book a chance as well.
Okay, I am done with the series and the cliffhanger ending won’t change that.
I actually enjoyed having the story told from four viewpoints, but overall it’s just too slow. Several times, I was actually groaning out loud, because I found it so frustrating.
Beim Re-Read fand ich Iron Gold RICHTIG gut!!
Vor allem die Pov Chapter von Lyria und Ephraim haben mich extrem abgeholt und auch wenn wir weniger von Darrow und seiner Crew hatten, waren die gleichen Elemente der originalen Trilogie vorhanden!
Ich habe selten solche Schwierigkeiten, ein Buch zu bewerten, wie hier.
Für mich bisher der schwächste Band der Reihe. Was aber nicht heißen soll, dass er schlecht war. Ganz im Gegenteil.
Der Schreibstil und die Charaktere sind fantastisch. Wie man es von Pierce Brown eben so gewohnt ist. Ich fand super spannend, wie Darrow nicht mehr so als der Held dargestellt wird, der er in den ersten drei Büchern war. Es tat schon manchmal ein bisschen weh, wie er sich da in manche Sachen verrennt.
Auch die neuen Charaktere waren echt gut gearbeitet, obwohl sie mir noch nicht so richtig ans Herz gewachsen sind wie der bekannte Cast. Man muss sich erst ein bisschen an die neuen POVs gewöhnen.
Sevro ist weiter mein absoluter Favorit. Man merkt, dass er eine starke Entwicklung durchgemacht hat, aber weiterhin seinen liebenswürdigen Knacks beibehält.
(Ein bisschen salty bin ich, dass ein bisher recht wichtiger Charakter einfach im off gestorben ist. Ich will hier gar nicht spoilern, aber er hat mehr verdient. Das wirkte einerseits ein bisschen distant, wodurch Emotionen verloren gegangen sind. Andererseits passt es aber auch so gut zur Story, weil man eben diese düsteren Seiten eines Krieges und unbesungene Helden sieht.)
Man merkt hier sehr, dass das Buch im Prinzip der Aufbau für den Rest der Reihe ist. Stellenweise hat es sich ein bisschen gezogen, man wusste manchmal nicht so ganz, wo es hingehen soll. Auch die Plottwists am Ende haben mich nicht ganz so umgehauen wie sonst.
Einerseits hatte ich das Gefühl, dass richtig viel passiert, andererseits aber auch, dass die einzelnen Plots durch die vielen POVs nicht ganz die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient haben. Es war schon ein sehr langer Aufbau, der mich aber genug gecatcht hat, dass ich die zweite Hälfte in einem Stück gelesen habe, weil ich das Buch nicht mehr weglegen konnte.
Ich muss das alles jetzt nochmal ein bisschen sacken lassen. Dieses Buch war vermutlich die Ruhe vor dem Sturm, bevor sich dann alles zusammenfügt.
Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf Dark Age. Mal sehen, wie viele Tränen da dann vergossen werden.
Red Rising 4: Ich wollte atmen, aber Pierce Brown hatte andere Pläne
Ich sag’s euch ehrlich: Ich dachte wirklich, dieser Band wird die Ruhe vor dem Sturm. Spoiler: Nope. Keine zwei Kapitel und ich war wieder mittendrin – mitten in der Schlacht, mitten im Chaos, mitten in meinen Gefühlen.
🚀Ich fliege mit der Archimedes zu S-1392, während Railgun-Geschosse um mich herum Feuer spucken.
Stehe Seite an Seite mit dem Erzimperator und merke, dass das Machtspiel noch brutaler geworden ist.
Find mit Sophokles einen neuen Freund.
Ich bin wieder ein Gesetzloser und spüre jede Entscheidung, die zwischen „richtig“ und „falsch“ pendelt, als wäre es meine eigene.
Ich rieche Pisse aus Kilometer Entfernung.
Ich schlendere durch Hyperion und werde von den höheren Farben behandelt wie der letzte Dreck – und es macht mich wütend, so wütend. Ich erlebe Verrat und begehe welchen.
Meine Fassade bröckelt, bis nichts mehr übrig bleibt. Ich stehe in meinem Starshell neben Darrow. Zähle 70 Schritte, während der Mond heult und die Dunkelheit um uns herum dichter wird.
💔 Und dann sehe ich zu, wie Freundschaften zerbrechen – und mit ihnen mein Herz.
Wie macht Pierce das nur?
Ehrlich, ich habe keine Ahnung, aber jedes Mal trifft es mich mit voller Wucht. Und dieser Band ist anders: Diesmal erleben wir nicht nur Darrows Sicht – und das hat mir richtig gut gefallen. Jede Perspektive bringt so viel Tiefe, jede Entscheidung so viel Tragweite.
Jedes Kapitel ist spannend, jede Emotion fühlbar. Diese Reihe ist wirklich eine Achterbahnfahrt, und mit „Asche zu Asche“ hat es sich angefühlt, als wären wir ganz oben angekommen. Jetzt kann ich den nächsten Band kaum erwarten – und das Adrenalin, das uns in die Tiefe reißen wird.
Bin ich bereit dafür ?
Der mittlerweile 4. Teil in der Red Rising Saga spielt knapp 10 Jahre nach dem Ende von Morning Star und hat eine ganz neue Erzählstruktur. Wir haben 4 verschiedene POVs was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber man gewöhnt sich schnell dran. Die neuen Charaktere Lyria und Ephraim sind super geschrieben und man hat das Gefühl es sind tatsächlich 4 verschiedene Schreibstile. Das ist aber gleichzeitig mein größter Kritikpunkt: IRON GOLD wirkt teilweise wie 3-4 Bücher in einem. Ich habe bis über 50% des Buchs gebraucht um wirklich "reinzukommen" und mich dran zu gewöhnen die POVs zu wechseln. Zum Ende hin wurde es aber krass spannend, ich habe viele Wendungen nicht kommen sehen und das Buch hört nicht nur mit 1, sondern gleich mit 4 Cliffhangern auf 🤩🤯 DARK AGE kann kommen...📚
Im Vergleich zu den vorherigen Bänden der Reihe liest sich dieses Buch recht langsam. Man merkt jedoch schnell wozu: die Figuren werden auf dem Schachbrett platziert, sodass im nächsten Buch die Hölle losbrechen kann.
Wir verabschieden uns von alten Charakteren, deren Soll erfüllt ist und für die kein Platz im weiteren Geschehen ist, und wir lernen neue Charaktere kennen, die perfekt eingewoben werden.
Darrow, mein Schatz, einige deiner Entscheidungen haben mir ein bisschen das Herz gebrochen, aber ich bin dabei - egal was kommt. Hail, Reaper!
✨ Kontext
Genre: Science Fiction / Dystopie / Space Opera
Erscheinungsjahr: 2018
Band: 4
Seiten: 624
✨ Meinung
Mit dem Start dieser neuen fortsetzenden Trilogie bietet Iron Gold noch mehr von allem, was ich an den ersten drei Büchern geliebt habe. Meine Erwartungen wurden eindeutig übertroffen: Erwartet hervorragende Dinge, herzzerbrechende und tragische Dinge.
Pierce Brown baut auf dem Fundament des wunderbaren Universums und der Geschichte auf, die er in der ersten Trilogie gesponnen hat. Der Leser bekommt neue Einblicke in die Welt und ihr Funktionieren. Durch die zusätzlichen Perspektiven wird die Geschichte komplexer und die Einsätze um einiges größer.
Keiner schreibt Action, wie es Brown tut. Und dann sind da noch seine Figuren... Ich habe es schon drei Mal gesagt, und ich sage es nochmals: Pierce Brown hat unglaubliche Figuren erschaffen, die man einfach nur lieben muss, auch wenn man sie eigentlich hassen sollte.
Ich begebe mich hiermit in die Autozensur und beende diese Rezi, weil ich ansonst viel zu viel spoilern würde. Es gibt soooo viel zu sagen... 😱
✨Fazit
Gänsehaut pur, drecksverdammt geil, ein absolutes Phänomen
P.S. Es ist eins von diesen Reihen, in denen es ein Davor und ein Danach gibt... Ein « Bevor man Red Rising gelesen hat » und ein « Nachdem man Red Rising gelesen hat ». Ich bin mittendrin und ich weiß jetzt schon, dass sich ab jetzt sehr viele Bücher daran werden messen müssen… irgendwie.
Im Grunde finde ich die Geschichte rund um Darrow wirklich gut. Ich bin aber sehr froh, dass ich diesen Teil als Hörbuch hören konnte. Es zieht sich. Und Darrow wird mir immer unsympathischer. Zum Glück ist das Buch aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben, denn er nervt mit seinem andauerndem : ich muss das tun! Bla bla blubbert!!! Und jedes Mal scheitert er. Und dann jammert er wieder. 🙄
Bis auf die Sicht von Darrow hat es mir gut gefallen.
Wenn man die Original-Trilogie gelesen und geliebt hat, mächtig enttäuschend.
„Red Rising – Asche zu Asche“ ist der vierte Band der Red-Rising-Reihe von Pierce Brown und spielt zehn Jahre nach den Ereignissen des dritten Bandes. In diesem Werk setzt Darrow, der Held der vorherigen Revolution, alles auf eine letzte Mission, um die Gesellschaft zu verändern, die statt Frieden und Freiheit nur ewig währenden Krieg gebracht hat.
In diesem vierten Teil ist vieles anders als zuvor. Nicht nur, dass die Geschichte jetzt aus der Sicht mehrerer Personen erzählt wird und nicht nur aus der Sicht von Darrow, sondern auch die ganze Ausgangssituation, die Art und Weise, wie die Geschichte weitergeht, ist anders. Und so leid es mir tut, das zu sagen, nicht wirklich zum Positiven. Ich habe die ursprüngliche Trilogie geliebt, aber all das, was sie so gut gemacht hat, fehlt hier völlig.
Beginnen wir mit den Erzählperspektiven. Diesmal begleiten wir nicht nur Darrow, sondern auch Ephraim und Lysander, die wir schon aus den vorherigen Büchern kennen, aber auch Lyria, eine Rote. Während die ersten drei tatsächlich recht wichtige Perspektiven sind, auch wenn man das bei Ephraim zunächst noch nicht so merkt, scheint vor allem Lyrias Sicht der Dinge absolut überflüssig. Alles, was sie erlebt, trägt nichts zur Haupthandlung bei und ist allenfalls nettes Beiwerk, wenn man sich dafür interessiert, wie es den Roten zehn Jahre nach der Revolution geht.
Was uns zum nächsten Kritikpunkt bringt: Die Art und Weise, wie die Geschichte fortgesetzt wurde. Obwohl einige Zeit vergangen ist, hat sich absolut nichts zum Besseren gewendet. Nicht einmal auf dem Mars, Darrows Heimatplaneten, obwohl dieser kein Streitobjekt in dem ausgebrochenen Krieg ist und zu Darrows Fraktion gehört. Ich frage mich, wie das sein kann, wenn er ihm doch so wichtig war? Hat er in seinem goldenen Leben vergessen, wie es war, ein Roter zu sein? Und das ist nur eine von vielen Logiklücken, die sich leider durch das ganze Buch ziehen. Zum Schluss wird es zwar besser, aber bis dahin muss man ziemlich weit lesen.
Die Entwicklung der Charaktere, die man aus den vorherigen Bänden kennt, ist auch … schwierig. Nehmen wir zum Beispiel Darrow. Er hat sich kaum verändert. Er ist genauso schlimm wie vorher, vielleicht sogar noch übler, weil er jetzt im großen Stil über Leichen geht. Ein paar Millionen Menschen für das große Ziel opfern? Kein Problem für ihn, und wie er ist, bereut er es auch nicht.
Wirklich gut hingegen hat mir Lysander gefallen. Seine Entwicklung und die Tiefe seines Charakters sind bemerkenswert. Lysander, der in den vorherigen Bänden als junger, naiver Goldener dargestellt wurde, zeigt nun eine beeindruckende Reife und Komplexität. Seine innere Zerrissenheit und sein Ringen um Identität und Moral bieten einen faszinierenden Einblick in die Dynamik von Macht und Erbe. Seine Interaktionen und Entscheidungen stehen im Mittelpunkt der Handlung und treiben die Geschichte voran, indem sie den Leser zum Nachdenken über Loyalität, Ehre und das Gemeinwohl anregen. Lysanders Rolle ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Charaktere in einer dystopischen Welt wachsen und sich anpassen können, selbst wenn sie mit den Schatten ihrer Vergangenheit konfrontiert werden.
Was auch auffällt ist, dass starke Frauenfiguren einfach fehlen, was vor allem daran liegt, dass sie nun alle Kinder haben und sich natürlich um deren Erziehung kümmern. Nicht nur, dass dieses klassische Familienbild für eine dystopische Science-Fiction ziemlich rückständig ist, sondern auch, dass in keiner Konstellation der Mann zu Hause bleibt, um sich um die Kinder zu kümmern, und dass alle Kinder haben, ob es passt oder nicht. Hier wird definitiv eine Chance verpasst, die Rollen von Mann und Frau in einer futuristischen Gesellschaft neu zu definieren. Es stellt sich die Frage, ob die Darstellung der Geschlechterrollen in der Serie der fortschrittlichen Technologie und den sozialen Strukturen entspricht, die in einer dystopischen Welt zu erwarten sind. Die Entscheidung, an traditionellen Familienstrukturen festzuhalten, könnte als konservativ interpretiert werden und steht im Gegensatz zu den revolutionären Ideen, die in früheren Bänden präsentiert wurden. Es wäre interessant zu sehen, wie sich die Serie in den nächsten Bänden weiterentwickelt und ob sie die Chance bietet, stereotype Vorstellungen zu hinterfragen und eine vielfältigere Darstellung von Familienmodellen und Geschlechterrollen zu bieten. Immerhin mangelt es nicht an queeren Charakteren, mit denen dies möglich wäre.
Alles in allem hat mich „Red Rising – Asche zu Asche“ ziemlich enttäuscht. Pierce Brown bleibt zwar seinem Stil treu und liefert eine komplexe Welt mit neuen und alten Charakteren, die den Leser auf eine neue Reise mitnehmen, aber der alte Charme ist leider völlig verloren gegangen. Es bleibt abzuwarten, ob die nächsten Bände wieder besser werden.
Dennoch sehr gut. Es werden verschiedene Perspektiven von den einzelnen Protagonisten dargestellt. Dies macht die Story spannend führt aber leider dazu, dass einem Darrow etwas fremd wird.
Besonders gut finde ich auch, dass die Situation nach der Revolution dargestellt wurde und es nicht reicht eine Ordnung abzuschaffen, man muss auch eine neue und vor allem bessere aufbauen.
Ich fand den 4. Teil bisher den schlechtesten der Serie - was nicht bedeutet dass es ein schlechtes Buch ist! Ich hab das Buch trotzdem gerne gelesen. Die verschiedenen Charakter Perspektiven sind zwar einerseits super und abwechslungsreich allerdings verliert das Buch dadurch auch im Vergleich zu den Vorgängern an Geschwindigkeit und unerwarteten Handlungen.
Einige Charaktere haben mich während des Buches immer wieder genervt aber dafür hab ich neue Lieblinge gewonnen (zB Pax 😍)
Werde auf jeden Fall direkt mit dem nächsten Band weiterlesen.
Obwohl der Perspektivenwechsel zu Anfang etwas ungewohnt war, taten sie dem Buch meiner Meinung nach sehr gut. Die Komplexität der Revolution und die Opfer die sie forderte wurden noch greifbarer. Die Verstrickungen der zu Anfang scheinbar losgelösten Geschichten, haben logisch zusammengefunden und mehr als nur einzelne Gedanken zur Geschichte beigetragen. Alle Charaktere haben so für mich noch mal an Tiefe gewonnen.
Ich habe mich über Entscheidungen geärgert, war gerührt und traurig. Alles war dabei und ich konnte mit allen mitfiebern.
Freue mich auf den nächsten Teil.
Wow
Sehr spannend und ganz anders als die Vorgänger. Das Worldbuilding hat sich dich stark verändert, die Story wirkt sich die 4 Perspektivwechsel, aus denen geschrieben wird ganz anders auf mich. Hat mir sehr gefallen und ist bisher mein liebster Teil!
Einfach nur genial! Spannend. Blutig. Actiongeladen. Tolle Charaktere. Obwohl es mir fast ein bisschen wenig Darrow war. 😉 Und das Hörbuch war grandios gelesen. 😍 Auf jeden Fall absolut geniale Unterhaltung.
Die Reihe um Darrow setzt sich fort und tut dies in einer ungewohnten Art und Weise. Statt nur Darrow seine Geschichte erzählen zu lassen, kommen nun noch drei weitere Personen zu Wort: Ephraim, Lyria und Lysander.
Sie erzählen die Schrecken des mittlerweile 10 Jahre andauernden Krieges aus vollkommen neuen Perspektiven, was ich sehr spannend fand.
Dadurch liest sich das Buch aber weniger schnell als die bisherigen Teile und mir sind in diesem Buch ausnahmslos alle Protagonisten unsympathisch. An vielen Stellen ist deren Handlung für mich nicht nachvollziehbar, was aber die Geschichte der roten Revolution nur noch realer macht - es geht darum, dass es eben nicht so einfach ist, die Eliten zu stürzen und alles neu aufzubauen.
Wer die Red Rising Reihe bisher mochte, dem empfehle ich auch diesen Teil. Man sollte aber wohl dafür sorgen den darauf folgenden Band bereits auf dem Stapel ungelesener Bücher zu lagern.
Gelungene Verlängerung einer abgeschlossenen Reihe
Welche eigentlich abgeschlossenen Reihen kennt ihr, die doch eine Fortsetzung erhalten haben?
Pierce Brown verlängert mit Band 4 die ursprüngliche Trilogie der „Red Rising“-Reihe, die nun auf 7 Bände ausgelegt ist. Zehn Jahre nach den Ereignissen des dritten Buches befinden wir uns in „Asche zu Asche“ immer noch im Krieg, und Darrow führt diesen Kampf an vorderster Front. Doch während er kämpft, ist er kaum noch zu Hause bei seiner Familie und seine Taten stoßen auch bei seinen alten Freund*innen auf immer weniger Verständnis. Stattdessen findet er Unterstützung bei einer neuen Generation von Kämpfenden, die bedingungslos an seiner Seite stehen und sich beweisen wollen. Ein weiterer Handlungsstrang führt uns in die Randzone, wo Lysander und Cassius zufällig landen. Hier behindern sich Herrscher Romulus und seine Ehefrau Dido gegenseitig. Dido strebt Krieg gegen Darrow an, da er die Ganymed-Werften zerstört hat, während Romulus nach Frieden strebt. Lysander und Cassius befinden sich zwischen den Fronten und müssen mit Anfeindungen und Intrigen zurechtkommen, während sie gleichzeitig nach einem Ausweg suchen.
Es wird insgesamt eine viel chaotischere Welt präsentiert als zuvor. Brown zeigt eindrucksvoll, was passiert, wenn eine Gesellschaft auseinanderfällt und sich verschiedene Gruppen mit eigenen politischen Ansichten bilden. Die Darstellung lässt erkennen, wie die Mächtigen zwar wechseln, aber letztendlich nur andere Gruppen unterdrückt werden, ohne dass die Unterdrückung an sich ein Ende findet. Die Erzählung wird komplexer und verlagert sich immer mehr auf fast schon kriegsberichtähnliche Erzählweise. Dennoch ist die Handlung fesselnd und kann mit Plottwists und authentischen Charakteren aufwarten.
Während die ersten drei Bände noch von Bernhard Kempen übersetzt wurden, merkt man hier den eigenen Stil der neuen Übersetzerin Claudia Kern. Dieser Stil ist definitiv kreativer, aber führt auch manchmal zu einem holprigen Lesefluss. Bei Sätzen wie „Der Himmel ist blau wie ein Hämatom“ würde ich dann doch gern mal den Originalsatz lesen 😅
Achtet ihr auf Übersetzungsstile?
This was SO GOOD.
German Review:
Protagonisten
Nach der wunderbaren Trilogie, die einen festen Platz in meinem Herzen hat, wurde mir hier das Herz gebrochen. Es war schon lange klar, dass Darrow oft gnadenlos vorgehen musste, um Gerechtigkeit herbeizuführen, aber hier wirkt die Situation noch hoffnungsloser und verzweifelter.
Nach all der Zeit und aller Opfer, die gebracht wurden, gibt es immer noch keinen Frieden, und das macht Darrow wirklich zu schaffen. Er hält bestimmte Leute dafür verantwortlich und ist überzeugt, dass manche Leute den Frieden aktiv verhindern und diese Hindernisse will er noch aus dem Weg räumen, um endlich seine Ziele zu erreichen.
Man sieht, wie er mit sich selbst im Konflikt steht, weil er Frieden will und diesen nur erzwingen könnte. Er will nicht wirklich kämpfen, sondern auch für seinen Sohn da sein, der ihm langsam fremd wird, aber gleichzeitig hält er es nicht aus zu sehen, wie sich die Lage nicht bessert und kann einfach nicht anders, als zu handeln.
Neben Darrow gibt es hier jetzt noch drei andere Charaktere, die eine eigene Perspektive bekommen und wie so oft bei verschiedenen Handlungssträngen habe ich mir die ganze Zeit gewünscht, dass sie zusammenfließen.
Zum einen ist da Lyria, eine Rote, die ähnlich wie Darrow in den Gruben aufgewachsen ist, bis die Republik sie dort rausgeholt hat und sie nun nicht besser dran ist als zuvor. Alles, was sie kannte, wurde ihnen entrissen und als Gamma und früherer Liebling der Unterdrücker werden sie und ihre Freunde und Familie auch noch von anderen Roten schlecht behandelt. Sie ist frustriert und wütend auf das Oberhaupt, das Hilfe versprach und nichts tat, aber sonst ist sie nur ein kleiner Mensch, der versucht, sich durchzuschlagen und sich wie so viele andere auch nur Frieden und Glück wünscht.
Ephraim kämpfte einmal für die Ziele des Schnitters, doch er fühlt sich verraten, weil es keine Gerechtigkeit gab und so viele schuldige Goldene ohne Strafe davongekommen sind. Sein Schmerz und sein Groll machen ihn zu einem anderen Menschen und er sucht einen neuen Sinn im Leben, was im Moment Diebstahl bedeutet.
Zuletzt ist da Lysander, der Enkel des früheren Oberhaupts, der nun mit Cassius auf der Flucht ist. Ich hatte ein anderes Schicksal für ihn erwartet und fand es schade, dass er so abseits vom Geschehen ist. Seine Perspektive war aber auch sehr interessant, weil nun er seine wahre Identität verheimlichen musste und Situationen mit seinem Intellekt als Goldener lösen muss. Er fühlt sich verloren und weiß nicht genau, was er vom Leben will oder was für Ziele er sich setzt.
Handlung und Schreibstil
Nach dem Ende eines Buches ergänzt die Phantasie eines Lesers das ja eigentlich so, dass dann alles gut läuft und sich einrenkt und die Aussichten zum Ende der ursprünglichen Trilogie waren auch vielversprechend. Und dann muss man erfahren, dass eigentlich nichts lief wie geplant. Als hätte man einen guten Freund Jahre später wiedergetroffen und erfährt von dessen Misserfolgen. Es war frustrierend und herzzerreißend, stahl alle Hoffnung und ließ doch hoffen, dass sich alles zum Guten wendet. Was müssen diese Charaktere noch durchmachen? Welche Opfer müssen sie noch bringen und was wird ihnen letztendlich Frieden bringen? Und wird es die Opfer wert sein?
Es war eine absolute Gefühlsachterbahn und das erschütternde Ende lässt mich schon sehnsüchtig auf Fortsetzungen warten!
Fazit
Ich hatte schon Angst vor "Red Rising - Asche zu Asche", weil es wieder Krieg über geliebte Charaktere bringt, aber ihr schreckliches Schicksal konnte mich total mitreißen und ich habe mitgelitten und mitgefiebert und hoffe, dass sich irgendwann noch alles aufklären wird!
Meine Meinung:
Asche zu Asche wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Neben Darrow, dem Helden der ursprünglichen Trilogie, gibt es 3 weitere Protagonisten, in deren Leben der Leser Einblick bekommt: Lyria, Lysander und Ephraim.
Lyria ist eine Rote vom Mars, der von Darrows Revolution befreit und dann auf sich gestellt zurückgelassen wurde. Sie hasst den Schnitter und macht ihn für alles Unheil verantwortlich, das ihr und ihrer Familie widerfahren ist. Ihre Geschichte ist aufwühlend, weil man sich eine bessere Welt für die niederen Farben erhofft hätte und die Realität den Leser hart und brutal trifft.
Lysander ist bereits aus der ursprünglichen Trilogie bekannt. Als Octavias Enkelsohn ist er der einzige verbleibende "Erbe" der au Lunes und der Einzige mit einer Art "Geburtsrecht" auf eine Machtposition in der neu geschaffenen Republik. Allerdings ist er bei Cassius fernab der Gesellschaft zu einem sehr intelligenten und wortgewandten, jungen Mann herangewachsen. Er fühlt sich Cassius verpflichtet und fügt sich deshalb in das von Darrow geschaffene Konstrukt. Allerdings kann er ihnen den Verrat an seiner Familie nie ganz verzeihen.
Ephraim ist der ehemalige Lebensgefährte von Holidays verstorbenen Bruder Trigg. Er macht die Revolution für Triggs Tod verantwortlich und ertrinkt seinen Kummer in Alkohol und Drogen. Seinen klugen Kopf nutzt er, um sich selbst zu bereichern und den Gewinnern der Revolution eins auszuwischen.
Mit Darrows Sichtweise bleibt dem Leser Einblick in das kontinuierliche Kriegsgeschehen erhalten, allerdings tat ich mir mit seinen Kapiteln zu Beginn etwas schwer. Er befindet sich in einer eher trostlosen und bemitleidenswerten Position, die man ihm so niemals gewünscht hätte. Er ist enormem Druck ausgesetzt, gemeinsam mit Mustang die Welten zu regieren und muss erkennen, dass eine richtige Entscheidung für die Republik nicht notgedrungen die richtige Entscheidung für seine Familie ist und vice versa. Er muss sich eingestehen, dass er Fehler gemacht hat und dass er über Octavia und ihre Sippe nicht vorschnell hätte urteilen dürfen. Genau genommen, ist er nicht besser als sie - aber er möchte es werden und kämpft nach wie vor unbeugsam für seine Vision von einer friedlichen Weltengesellschaft, sehr zu Kosten seiner Familie.
Der Schreibstil ist wie gewohnt, die Thematik mal mehr, mal weniger fesselnd. Ephraims Kapitel konnten einfach nicht richtig mein Interesse wecken. Abgesehen davon war es ein Vergnügen, in das Red Rising Universum zurückzukehren, das doch noch so viel Potenzial bietet.
Insbesondere Darrow und Sevro hatte ich vermisst und es ist schön zu sehen, dass Sevro sich über die Jahre zwar entwickelt hat, sich selbst aber stets treu blieb - ob das nun gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt.
Wegen einiger Längen in Ephraims Kapiteln und meinem etwas holprigen Einstieg gebe ich dem Buch 4 von 5 Sternen und spreche dennoch eine große Leseempfehlung für alle Red Rising-Fans aus! Diese Geschichte ist keine Wiederholung oder ein billiger Sequel, um Profit zu generieren! Diese Geschichte ist komplex und spannend und verspricht noch so viel mehr!
Liebste Textstellen:
Meine Frau [...] ist ein Ozean. Ich wusste von Anfang an, dass sie mir niemals gehören wird, dass ich sie niemals zähmen werde. Doch ich bin der einzige Sturm, der ihre Tiefen in Bewegung versetzt und für Gezeiten sorgt.~S. 43
Nur wenn ich die wenigen Gedichte lese, die meine Mutter in ihren Notizbüchern hinterlassen hat, spüre ich ihr Herz in meiner Brust. Ihre Umarmung. Ihren Atem in meinem Haar. Ich spüre ihre seltsame Magie, die mein Vater so sehr liebte.~S. 85
'Das ist Vergangenheit. Die Vergangenheit definiert mich nicht.' [...]
'Dummer Gahja. [...] Nichts ist Vergangenheit. Alles, was war ist.'~S. 394
Sevro grinst. 'Kinder sind wie Hunde, Thraxa. Manche winseln, manche bellen, manche knurren. Du musst herausfinden, welche Sprache sie sprechen, und in ihr mit ihnen reden.'~S. 401
'Gnade ermutigt die Bösen.'~S. 576
'Ehre ist nicht das, was man sagt. Ehre ist das, was man tut.'~S. 709
Asche zu Asche – Red Rising von Pierce Brown
Zehn Jahre herrscht nun Demokratie. Doch statt dem Frieden, den Darrow eigentlich bringen wollte, hat er die Welten mit Krieg überzogen. Darrow muss sein Leben und seine Familie in einer letzten großen Mission riskieren. Er glaubt nach wie vor, er könne jeden retten. Doch kann er auch sich selbst retten?
Die ersten drei Bände habe ich atemlos verschlungen. So schonungslos sie waren, so grandios stellten sie auch die Freundschaften, die Ehre und den Hass dar. Ich war gefesselt und fasziniert von der Message, die die Trilogie vermittelte. Für mich war es definitiv ein großes Highlight.
Jetzt habe ich den vierten Band vor mir liegen – und ich gebe zu, ich war skeptisch. Kann Brown an den famosen Erfolg von der ersten Trilogie anschließen oder verliert er sich in martialischen Schlachten im All und hitzigen Diskussionen im Senat?
Nun … wir erinnern uns, dass die letzten drei Bücher allesamt aus Darrows Sicht erzählt wurden. Eine Sicht. Ein Weltbild. Und eine Überzeugung. Das hat Brown in „Asche zu Asche“ verkehrt. Er führt mehrere Perspektiven ein und schaut aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf die brodelnde, kaum zehn Jahre alte Republik. Und es ist ihm gelungen. Der Schritt war mutig wie grandios. Es wird Zeit für neue Ansichten, die er uns mit den nicht immer mit Darrows Handlungen oder Mustangs Politik zufriedenen Charakteren konfrontieren. Oh wie habe ich sie genossen!
Natürlich sticht Darrows Perspektive heraus. Brown setzt ihn jedoch nicht als verehrbaren Helden in Szene, sondern so, dass sich der Leser mit seiner Liebe zu Darrow konfrontiert. War sie in der ersten Trilogie noch stark, wird sie hier durch einige Handlungen von Darrow auf den Prüfstand gestellt. Brown beschreibt nicht nur bei ihm eine spürbare Entwicklung der Figur, sondern auch bei allen anderen. Ephraim, ein Dieb, der noch immer unter dem Verlust einer geliebten Person aus dem Krieg leidet, oder Cassius und Lysander, die sich in den Randgebieten verborgen halten. Eine kleine Rote, die zwar aus den Erdlöchern hervorgezerrt wurde, doch nicht so frei ist, wie es den unterjochten Farben anfangs versprochen wurde.
Mit der Charakterkaskade arbeitet Brown wirklich grandios. Besonders Lysander und Eph haben mich begeistert. Generell ist ihm der Wechsel hin zu der Multi-POV sehr gut gelungen. Es verleiht einer Geschichte, die zuvor packend erzählt wurde, eine bisher ungeahnte Komplexität und Nähe zu den einzelnen Figuren. Ich habe jeden einzelnen verstanden, geliebt – und das ist für mich immer die halbe Miete. Er hat mit seinem Schachzug ein neues Level von Spannung erzeugt – nicht zuletzt dadurch, dass ich an jedem Kapitelende in ein Mini-Cliff hineinschlitterte und unbedingt wissen musste, wie es weitergeht.
Dass Brown Geschichten erzählen kann, weiß wohl jeder, der einmal ein paar Seiten von Red Rising gelesen hat. Dass er eine solch grandiose Geschichte jedoch auch fortsetzen kann, das ist eine Kunst, die nur wenige Autoren beherrschen. Pierce Brown ist es gelungen, eine Geschichte vom Willen nach Freiheit in eine Story über die Erhaltung brüchiger Demokratie zu verwandeln – die genauso atemberaubend ist, wie die ersten drei Bücher. Ich konnte das Buch schlicht und einfach nicht aus der Hand legen. Die Geschichte beschäftigte mich auch noch, wenn mir das Buch (okey, der Reader) schon längst vor Müdigkeit aus der Hand geglitten war und folgte mir in meine Träume.
Denn es geht nicht nur Weltraumschlachten und Krieg, sondern um Ehre, Freundschaft und das, was zwischenmenschliche Beziehungen alles ertragen, ohne zu zerbrechen. Eindrücklich, erschütternd und kraftvoll erzählt. Vielen Dank dafür, Brown.
Das ist übrigens nicht nur einer Empfehlung für alle Sci-Fi-Fans. Ich bin selbst nur bedingt einer. Jeder, der fantastischen Romanen etwas abgewinnen kann, sollte einen Blick in Browns Romane werfen und sich auf die Suche nach Freiheit und nach dem Sinn der Existenz begeben.
Das Buch bekommt 3.5/5 🌟 von mir! Im großen und ganzen hat mir das Buch, welches der Auftakt einer neuen Reihe ist, sehr gefallen. Ich habe jedoch ziemlich lange gebraucht, bis ich richtig in die Geschichte eintauchen konnte, da mir viel Hintergrundwissen gefehlt hat. Ich würde daher jedenfalls empfehlen, die ersten drei Bände vorher zu lesen, auch wenn der vierte Teil grundsätzlich unabhängig gelesen werden kann!
Die Geschichte wird aus vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Dies macht das Buch sehr spannend, aber zwischendurch zieht es sich deswegen auch etwas, da die Geschichte sehr lange dauert, bis sie sich weiterentwickelt. Das Ende ist daher auch ein offenes. Ich möchte jedenfalls noch die anderen Teile lesen und die ersten drei Teile nachholen!