21. Okt.
Rating:2

Wie so oft, wenn ich einem Buch zwei Sterne gebe, fällt mir das Schreiben einer Rezension recht schwer. Einiges fand ich gelungen, aber es gab leider einige große Punkte, die mich sehr gestört haben und mir damit das Buch und die Geschichte verdorben haben. Zunächst mal die guten Punkte: Das Setting fand ich sehr schön. Von der kargen Felswüste, der klassischen Sanddünen Landschaft bis hin zu einer schönen Palmen-Oase wurden die verschiedenste Wüsten und Savannen Landschaften sehr gut beschrieben. Außerdem hatte ich gefühlt schon ewig nichts mehr in einem Wüsten Setup gelesen und fand das daher sehr erfrischend. Weiterhin gut gefallen hat mir die grundsätzliche Idee der Geschichte. Eine Pilgerreise durch all diese schönen wie auch tödlichen Landschaften um die eigene Heimat zu retten. Sehr episch. Den Schreibstil der Autorin fand ich ebenfalls angenehm zu lesen. Die Sätze waren für meinen Geschmack weder zu lang noch zu kurz und auch nicht zu verschachtelt. Nun zu den Punkten, die mich gestört haben: Myan... Gott, das Mädchen hat mich leider so unglaublich genervt! Bereits von Anfang an ist sie gefühlt nur am rum jammern. Ich weiß von der Autorin selbst, dass das beabsichtigt war, um klar heraus zu arbeiten, wie stark Myans innere Konflikte sind, aber mir war das einfach viiiiiiel zu viel des Guten. Dauernd geht es nur: "Oh, ich breche mit den Tugenden, ich werde niemals Erlösung finden". Außerdem hat mich der doch recht extreme Fanatismus ihres Glaubens gestört. Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe absolut gar nichts gegen Religion und Glauben im Allgemeinen, aber besonders bei Myan und auch einigen der anderen beschriebenen Priestern, waren die Einstellungen so extrem. So von wegen: "Es gibt nur diese eine Art zu leben und keine andere", "Jeder der den Tugenden nicht folgt ist den Schutz des Zorant nicht wert" und weitere ähnliche Aussagen. Und ich glaube ganz ehrlich, dass die Geschichte in ihrer Gesamtheit dieses Fanatismus nicht unbedingt gebraucht hätte. Es war für mich eine insgesamt eher negative Darstellung einer Glaubensrichtung, was ich irgendwie schade fand, weil die Idee einen Glaubensorden auf Tugenden aufzubauen doch eigentlich eine sehr schöne ist. Im Sinne der Tugend der Gleichheit, hätte ich hier tatsächlich etwas mehr Gleichheit und Toleranz erwartet. Andererseits widersprechen sich die Tugenden zum Teil so wie so. Im Großen und ganzen war mir also der Hauptcharakter wie auch der Orden der Zorantani über die ganze Geschichte hinweg extrem unsympathisch, was mir das Buch leider so ziemlich versaut hat :-(. Fazit: Es tut mir immer ein wenig im Herzen weh, Geschichten in denen offensichtlich viel Herzblut der Autorin/des Autors steckt nicht gut zu bewerten. Leider bin ich aber nicht mir dem Hauptcharakter warm geworden und damit steht und fällt für mich nun mal leider eine Geschichte. Da mir aber Idee und Schreibstil grundsätzlich aber gut gefallen haben, würde ich nicht davor zurückschrecken, wieder zu einem Werk der Autorin zu greifen! Vielen Dank an LovelyBooks und die Autorin für das Rezensionsexemplar!

Die Macht der fünf Tugenden
Die Macht der fünf Tugendenby Irene EulerDrachenmond Verlag GmbH
9. Feb.
Rating:3

Die Fünf Tugenden sind für die Bewohner Zorantander sehr wichtig, es gilt, sie zu befolgen. Myan ist ist eine Novizin und für ist die Einhalt sehr wichtig. Aber sie ist in ihren Novizenbruder Quinn verliebt, was sie sehr belastet. Auf einer gemeinsamen Pilgerreise muss sie sich ihren Gefühlen endlich stellen und eine Entscheidung für sich treffen. Bei diesem Buch handelt es sich um einen Einzelband aus dem Bereich High Fantasy. Die Welt, in die die Autorin ihre Leser entführt, war auf jeden Fall sehr interessant und auch sehr ungewöhnlich. Der Glaube an die fünf Tugenden und deren Einhaltung ist das zentrale Thema. Ich finde das Thema etwas schwierig, wenn ich vorher gewusst hätte, wie zentral die Glaubensfrage in der Handlung behandelt wird, hätte ich es wahrscheinlich nicht gelesen. Hauptfigur ist Myan, ein etwas schwieriger Charakter. Sie war mir leider nicht immer sympathisch, denn für meinen Geschmack jammert sie leider etwas zu viel. Immer wieder muss man sich ihre Zweifel und Sorgen anhören, da kommt die restliche Handlung fast schon zu kurz. Insgesamt ist die Geschichte eher ruhig, was natürlich nicht schlecht ist. Mich persönlich konnte die Geschichte nicht richtig fesseln, ich hätte mir mehr Aktion gewünscht. Wer es ruhiger mag und wer sich für Myans inneren Konflikt interessiert, wird das Buch mögen. Von mir gibt es 3 von 5 Punkte.

Die Macht der fünf Tugenden
Die Macht der fünf Tugendenby Irene EulerDrachenmond Verlag GmbH
23. Sept.
Rating:3

Das Cover sowie der Klappentext machte sofort neugierig. Die Grundidee einer Pilgereise quer durch die bekannten und unbekannten Länder fand ich klasse. Es versprach viele Abenteuer und Unwägbarkeiten. Innere Konflikte und vieles mehr. Was davon bekam ich? Direkt zu Anfang (Seite 2 oder so) die Gewissheit über Myans Adeptenbruder. Somit waren viele der folgenden Wendungen für mich keine Überraschung. Eher ärgerte ich mich, das Myan so lange brauchte um alles klar zu sehen. Aber okay, sie war auch zu sehr mit jammern abgelenkt. Sie trug einen wirklich großen inneren Konflikt mit sich. Aber dieses ständige gejammer war unfassbar nervig. Es war einfach too much. Sie war ihrer Meinung nach wirklich an allem Schuld, an ausschließlich allem. Jeder musste sehen wie sie die Tugenden verletzte. Oh Gott... jeder um sie herum verletzte diese mehr und häufiger als sie, aber das sah sie nicht. Und das machte sie noch unsympatischer. Denn sie war soooooo naiv, und (ich möchte nicht sagen dumm) mit Scheuklappen ausgestattet. Sie sah nix, aus ihr ach so großes Leid. Ich hätte echt gern das Setting genossen, denn hier wurde viel geboten. Die Gegenden und Landschaften wurden bildhaft beschrieben, das hat mir echt gut gefallen. Die Länder und Leute, sowie dere Gebräuche wurden einem Näher gebracht. Unterbrochen von weiterem gejammer. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen. Aufgrund dessen das vieles, ob beabsichtigt oder nicht, schon sehr früh verraten wurde, blieb leider auch die Spannung auf der Strecke, auch Wendungen konnten nicht mehr überraschen. Das Buch war im gesamten angenehm zu lesen gewesen, aber wenn die Hauptprota ein sooo unangenehmer Charakter ist macht es auf Dauer nicht viel Freude. Auch die Vereinigung gefiel mir leider gar nicht. Das war eine absolut extreme Religion, gar eine Sekte. Sie erzählen ständig was von Tugendhaftigkeit und wie wichtig Gleichheit ist und setzten sich selbst aber über alle anderen. Sie setzten das Leben vieler aufs Spiel wegen Blendwerk und Lügen ihre Glaubensbrüder an. Gleichheit und niemand ist gleich. Adepten wird verboten zu sprechen, nur weil die Priester die Wahrheit nicht vertragen. Ich finde solche extremen Vereinigungen sehr fragwürdig, und habe sie definitiv nicht als die guten angesehen. Sondern als abgrundtief Böse und völlig falsch. Nichts was es lohnt angebetet und befolgt zu werden. Vor allem da der Schutz der Stadt auf der Tugendhaftigkeit beruht, und jeder einzelne der Brüder und Schwestern täglich mehrfach sündigt und das mit voller Absicht. Unüberlegtes und dummes Handeln während und vor der Pilgereise kommt hinzu. Vieles nicht im Ansatz nachvollziehbar. Das ärgerte mich sehr.

Die Macht der fünf Tugenden
Die Macht der fünf Tugendenby Irene EulerDrachenmond Verlag GmbH