Die Charaktere sind na ja, die Story ist ok und der Schreibstil so lala. Insgesamt halt OK, aber nicht berauschend. Schade 🌫️
Robert soll die Herbstferien bei seinem Onkel im Dorf Loch verbringen. Ewig eingehüllt vom Nebel, sucht er eines Tages den Mops seines Onkels in der Hoffnung, dass dieser nicht tot im Moor liegt. Doch anstatt auf den Hund, trifft er auf eine verborgene Stadt in Nebel, die so ganz anders ist, als alles, was man kennt... Der Protagonist Robert war mir von Anfang an nicht wirklich sympathisch. Manche Gedanken und Handlungen konnte ich schwer nachvollziehen und auch manche Aussagen, beispielsweise 'typisches Mädchenzimmer' und 'Glitzer überall' waren mir ein Dorn im Auge. Es war halt 'typisch Junge', dass er mir nicht nur wegen solcher Aussagen manchmal etwas zurückgeblieben erschienen ist. Es gibt ein paar Alkoholszenen, welche mich Kopfschüttelnd zurückgelassen haben und nun ja, sein Verhalten war wirklich dumm... Dadurch wurde die Geschichte auch leider nicht besser und es liegt direkt eine Art Belag auf meinem weiteren Leseweg. Auch finde ich, dass Robert keine wirkliche Entwicklung im Buch durchmacht, was ich persönlich sehr schade finde. Abgesehen von ihm, lernt man noch ein paar andere Charaktere kennen: Rungar, Negola, Tinja und Roberts Mutter. Aber im Großen und Ganzen bleiben diese leider recht blass und lediglich Nebenfiguren. Die Geschichte war an sich gar nicht schlecht, aber in meinen Augen wurde ihr volles Potenzial leider nicht ausgeschöpft. Vielmehr wurde irgendwo abgekürzt und der Kampf am Ende war dann auch nicht so spektakulär, wie ich es mir gewünscht hätte. Der Schreibstil des Buches ist prinzipiell nicht schlecht. Aber irgendwie hat mich sehr viel gestört und mich immer wieder dazu veranlasst zu schauen, wie viele Seiten das Kapitel beziehungsweise das Buch noch hat. Generell sind die Kapitel Recht kurz gehalten, aber das Buch hat ja auch nur knapp 240 Seiten. Die Beschreibungen des Setting waren ziemlich gut, da die dunkle und gefährliche Seite von Motorlandschaften und auch Städten im Nebel gut angekommen sind. Dennoch waren mir zu viele Wiederholungen dabei, die die Geschichte und den Lesefluss unnötig zäh machten. Vielleicht war es der falsche Zeitpunkt für mich oder ich bin die falsche Zielgruppe. Leider war dieses Buch nichts für mich, obwohl ich das Cover und den Klappentext doch ziemlich hübsch und aufregend fand. Schade 🪨



