
Alice im Wunderland ist nicht nur Tea Party… zumindest in diesem Buch🫖
Eine Adaption mit Identitätsfragen und Kontrollverlust. Alice, die entführt wird, damit sie nicht entführt wird – ja ich weiß, klingt etwas verwirrend, aber ihr werdet es verstehen, wenn ihr es lest🙈 Eine Welt, die ihr erst wie ein Traum vorkommt, um schließlich zu merken, dass sie eine wichtige Rolle in dieser neuen Realität spielt… und vielleicht nie wieder in ihr altes Leben zurück kann. Die Geschichte greift genau diese düstere Seite auf, die man aus dem Original kennt – fernab von bunten Teepartys und verrückten Hutmacher-Momenten. Stattdessen bekommen wir eine Version von Wonderland, die sich fremd, unkontrollierbar und teilweise sogar ein bedrohlich anfühlt. Wobei das Wonderland hier ja eig etwas anderes ist…🤔 Gerade dieses Spiel mit Realität und Wahnsinn, Identität und Kontrolle macht die Grundidee wirklich stark. Was mich allerdings etwas ausgebremst hat, war das Tempo. Der Einstieg ist ziemlich ruhig und zieht sich stellenweise, sodass die Spannung erst spät wirklich greifbar wird. Es fühlt sich fast so an, als würde das Buch mehr darauf hinarbeiten, die Welt aufzubauen, als eine eigene, abgeschlossene Geschichte zu erzählen – eher wie eine Art Vorgeschichte zu etwas Größerem. Trotzdem mochte ich die Atmosphäre total. Dieses leicht düstere, verträumte und gleichzeitig beunruhigende Gefühl zieht sich durch das ganze Buch und passt einfach perfekt zu einer moderneren Interpretation von Wonderland. Auch die Idee hinter der Story und die Entwicklung von Alice haben definitiv Potenzial für mehr. Für mich ist es deshalb ein solider Einstieg mit viel Luft nach oben – vor allem, wenn es in einem zweiten Teil mehr anzieht und die Spannung stärker in den Fokus rückt. Hoffe ich zumindest 🙈 Ich würde es vielleicht sogar eher in die cozy Richtung einordnen🤔












