Ich würde dieses Buch allen Leser*innen empfehlen, welche Science-Fiction und Skurrilität mögen, sich von „Bekanntem“ lösen und sich voll und ganz von einem unkonventionellen Buch in eine Fantasiewelt treiben lassen möchten. Das Buch setzt sich aus Kurzgeschichten zusammen, welche auch für eher „lesefaule“ Leseratten (wie mich) geeignet sind.
Das Buch erlebte ich als sehr aufwühlend. Ich war zeitweise angeekelt, verstört und begeistert zugleich, was mich positiv beeindruckt hat.
Klar gab es auch ein paar Geschichten, die mir nicht zu 100 % gefallen haben aber das Buch würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen.
. „Der Fluch des Hasen“ – eine Sammlung von Kurzgeschichten, die den Geist herausfordert und zum Philosophieren verführt.
Denke an ein Gefühl, und du wirst darin eine Geschichte finden, die es einfängt.
Von Freude und Liebe über Habgier und Traumata bis hin zum Tod – alles wird hier erkundet, durchlebt und in feinster Sprache kunstvoll dargeboten. 5/5 ⭐️
. Diese Geschichten erwarten dich…
. Der Kopf
. Der Fluch des Hasen
. Monatsblutung
. Der Eisfinger
. Die Falle
. Ciao, meine Liebe
. Narben
. Mein glückliches Zuhause
. Herrscher über Wind und Sand
. Das Wiedersehen
. In diesem Buch begegnen wir mit jeder Erzählung einer neuen Stimme!
Mal unmittelbar aus der Ich-Perspektive, mal vermittelt durch einen Erzähler, der uns behutsam durch das Geschehen führt.
Jede Geschichte folgt dabei einem inneren Anliegen…
Sie will nicht nur erzählen, sondern berühren, befragen, mitunter auch verstören und zum Weiterdenken anstoßen.
. Chung entfaltet ihre Geschichten nach einem wiederkehrenden Prinzip, das sich bald erkennen lässt und doch nie in bloße Vorhersehbarkeit verfällt. Manche Enden scheinen sich leise anzukündigen, andere entziehen sich jeder Erwartung.
Stets aber gilt…
Jede Handlung zieht Konsequenzen nach sich, in hellen wie in dunklen Schattierungen. Die Figuren sind aufgefordert, sich ihren Taten zu stellen, sie zu begreifen und anzunehmen. Gerade darin liegt eine eigentümliche Kraft, die mich als Leserin immer wieder dazu brachte, Parallelen zum eigenen Leben zu suchen und nicht selten auch zu finden.
Jedoch wirken diese Geschichten niemals belehrend. Vielmehr entfalten sie sich als fein gearbeitete Unterhaltungsliteratur, getragen von einer Sprache, die, nicht zuletzt dank der gelungenen Übersetzung, ihre Wirkung voll entfalten kann.
Skurril, rätselhaft, fesselnd und bisweilen von düsterer Schönheit, entfaltet jede Erzählung ihre ganz eigene Atmosphäre. Zarte, zugleich verstörende Horrorelemente durchziehen das Geflecht der Geschichten, ebenso wie das leise Einsickern des Wahnsinns, der manche Figuren heimsucht.
. Eine eindrucksvolle Sammlung,
in der sich für nahezu jede Leserin
und jeden Leser ein persönlicher Zugang finden lässt.
Müsste ich Favoriten benennen, so fiele meine Wahl ohne Zögern auf die ersten drei Geschichten: „Der Kopf“, „Der Fluch des Hasen“ und „Monatsblutung“.
. Wer also Freude daran hat, sich täglich in eine Spur des Morbiden, des Unheimlichen zu vertiefen, wird in diesem Buch einen überaus passenden Begleiter finden.
Ich habe von diesen 10 koreanischen Horror/Grusel/skurrilen Geschichten nur die Hälfte gelesen, weil meine Nerven zu schwach waren 😅 aber die, die ich gelesen habe, waren wirklich gut geschrieben. Fans skurriler Geschichten mit hoher Ekeltoleranz werden hier aber sicher Lesefreude finden :-)
— Worum geht's? Es gibt zehn Kurzgeschichten rund um verschiedene Genres wie Horror, Science Fiktion oder magischer Realismus. 🪷
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— Meine 𝐁𝐄𝐖𝐄𝐑𝐓𝐔𝐍𝐆 ✨️ jeder Story:
Der Kopf 3 / 5
Der Fluch des Hasen 5 / 5
Monatsblutung 3 / 5
Der Eisfinger 4 / 5
Die Falle 5 / 5
Ciao, meine Liebe 2 / 5
Narben 5 / 5
Mein glückliches Zuhause 5 / 5
Herrscher über Wind und Sand 2 / 5
Das Wiedersehen 3 / 5
Kreativität und Schreibstil 5 / 5
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— Für mich war das ein wilder Mix. ⹂Narben” ist unter den Geschichten mein Favorit. Mit manch Anderen konnte ich nichts anfangen. Die Autorin schafft es aber mühelos die Vielfalt an Genres und Tropes ausgewogen wirken zu lassen. Die Stories sind ziemlich kreativ, jede Geschichte komplett anders. In gewisser Weise regt (mehr oder weniger) jede davon zum Nachdenken an.
Absolut nicht mein Fall. Bizarr und langweilig zugleich.
Zum Inhalt:
Bora Chungs "Der Fluch des Hasen" entzieht sich jeder literarischen Schublade und verwischt auf einfallsreiche Weise die Grenzen zwischen den Genres, ob magischer Realismus, literarischer Horror, Phantastik oder Speculative Fiction. Es ist der faszinierende Auftritt eines Stars der koreanischen Literatur: fesselnde, unheimliche, hochintelligente Fabeln, die uns mit skurrilem Humor und (manchmal wortwörtlichem) Biss die sehr realen Schrecken und Grausamkeiten unserer modernen Gesellschaften vor Augen führen.
So viele verschiedene Ideen! Die einzelnen Geschichten haben sich sehr unterschiedlich angefühlt (z.B. traurig, kryptisch, bedrohlich, unfair, entschleunigt, wtf…).
[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘]
𝔹𝕦𝕔𝕙𝕔𝕝𝕦𝕓𝕓𝕦𝕔𝕙 im #Buchclub_Buchgefluester
𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Der Fluch des Hasen
𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Bora Chung
𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: CulturBooks
𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟 𝕒𝕦𝕗: Deutsch
𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Ki-Hyang Lee
𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes
𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Mögt ihr Kurzgeschichten?
𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙:
Wechselhaft - Faszinierend - Anders
𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥:
10 unterschiedliche Kurzgeschichten. Mal verwirrend, mal faszinierend. Manchmal unheimlich oder märchenhaft.
𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘:
Ich und die Kurzgeschichten ist ja so eine Sache. 😂
Diesmal war wirklich jede Geschichte unglaublich anders. Habe ich bei der ersten noch gedacht, ich werde dieses Buch nicht verstehen und definitiv nicht mögen, haben mich andere Geschichten total erwischt. Es zieht sich zwar irgendwie ein roter Faden durch die Geschichte (also zumindest im Grundkern), aber keine ist mit der anderen zu vergleichen. Und ich fand sie teilweise richtig gut. Vor allem die eher unheimlichen bzw. mysteriösen.
Andere waren wieder so gar nicht meins.
𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘?
Wahrscheinlich ja? 😊 Es sind wirklich sehr unterschiedliche Geschichten. Aber die Mischung ist echt gut, sodass wahrscheinlich für den jeden was dabei ist.
𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️
Von Bora Chung hatte ich hier und da schon gehört, aber erst die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse (Kategorie Übersetzung) hat es mehr in meinen den Fokus gerückt.
Und wow, diese Geschichten sind teilweise starker Tobak. Wer bereits "Die Vegetarierin" von Hang Kang gut fand, findet hier neuen Lesestoff. Die Geschichten sind sehr abwechslungsreich, viele davon ziemlich verstörend. Manche dagegen wieder eher märchenhaft.
Auffallend ist, dass keine der Figuren einen Namen hat (oder zumindest sehr selten). Sie alle werden nur als die Figuren, die sind bezeichnet. Sie navigieren in einer Gesellschaft, die sie nicht als Individuum anerkennt, sondern nur als Konstrukt.
Ebenso nimmt Bora Chung immer wieder feministische Themen auf, ohne diese direkt zu benennen. Indem sie ihre weiblichen Figuren in die gesellschaftliche Rolle steckt, die ihnen aufgrund des Geschlechts zugedacht ist, geschehen immer wieder absurde und makabere Dinge. Schlussendlich brechen sie alle aus, meistens nicht bewusst gewollt, aber immer sehr radikal.
Eine abwechslungsreiche Entdeckungsreise ist dieses Buch. Die lesende Person sollte sich aber bewusst sein, dass es sich hier meistens um Horror handelt, es blutig wird und viel mit Elementen des Grusels gearbeitet wird. Mich schauderte es immer wieder und dies ist hier durchaus positiv gemeint.
[Werbung Rezensionsexemplar]
Das Buch ist eine Sammlung von 10 düsteren, surrealen Kurzgeschichten. Sie beschäftigen sich mit Themen wie Gier, Macht und der Zerstörung von Werten – oft durch magischen Realismus oder Körperhorror. Es ist kein Buch, das man einfach so nebenbei liest, sondern eines, das einen zum Nachdenken bringt und die dunklen Seiten der menschlichen Natur thematisiert.
Eine Empfehlung, wenn du auf ungewöhnliche, tiefgründige Geschichten stehst, die nicht nur unterhalten, sondern auch zum Reflektieren anregen. Wer keine Angst vor schrägen, mal unheimlichen, mal nachdenklichen Erzählungen hat, wird hier gut bedient.
10 sehr unterschiedliche Kurzgeschichten.
Manche sind eklig, manche etwas gruselig und manche sind traurig. Aber alle haben Tiefgang und jede Geschichte trumpft mit einer überraschendem Wendung.
Es hat Spass gemacht Bora Chung's Geschichten zu lesen und ich werde es sicherlich bei Zeiten wiederholen, denn ich bin mir sehr sicher, dass ich beim nächsten Mal, weitere Details entdecke 😁
Sterne geben fällt mir hier irgendwie schwer 🤷🏼♀️
Es sind teils wirklich creepy Geschichten und teils einfach nur weird 😂
Manche Plottwist sind ehrlich wild - frag mich da, wie kommt man auf sowas??!!?! Omg
Manches war dann eher weniger Schlaflektüre 😂 auch weil es zu spannend war und ich zu konzentriert 🙈
Es erinnert mich an die Netflix Serie Love, Death & Robots - einfach kleine kurze, Geschichten, die einen packen.
Ich mag‘s - auch wenn sie bizarr sind 🤭
"Das Leben besteht aus einer Aneinanderreihung von Schwierigkeiten. Dies gilt insbesondere, wenn man verheiratet ist und eine Familie hat. Manchem mag es gelingen, den Ärger, der durch die Außenwelt auf ihn eindringt, von sich fern zu halten, doch spätestens, wenn er nach Hause kommt, wird ihn die Familie mit noch ganz anderen Herausforderungen konfrontieren."(S. 180)
Meine Meinung:
Ich bin etwas ratlos nach dem Lesen. Aber eins kann ich sicher sagen: so ein Buch habe ich definitiv noch nie gelesen und die Geschichten werde ich so schnell nicht mehr vergessen.
Die 10 Kurzgeschichten sind seltsam, skurril, grausam, grotesk und haben ein bisschen was von Fabeln.
Als Leser muss man sich auf jeden Fall darauf einlassen, trotz allem gibt es beim genauer Überlegen oft ein Botschaft. Bora Chung hat auf jeden Fall viel Fantasie und einen sinn für Humor. Als hätte man das echte Leben auf den Kopf gestellt.
Als Stichwort würde ich das Buch mit abgefahren beschreiben.
Ob ich es nochmal lesen würde - ich weiß es nicht.
Für alle die sich auf was Neues einlassen wollen, ist dieses Buch das richtige.
Tolles, vielschichtiges Buch, jede Kurzgeschichte ist anders, als die vorherige, manchmal ein bisschen gruselig, düster, melancholisch oder einfach bizarr, hat richtig Spaß gemacht die verschiedenen Geschichten zu lesen, kann es nur empfehlen:)
Irgendwie seltsam anmutende Grschichten mit teils sehr schaurigen Passagen und Themen. Aber jeder auf ihre Art lesenswert. Unterhaltsamer Schreibstil und Geschichten, die Irgendwie noch länger im Kopf herumgeistern. Sehr interessant, spannend und toll geschrieben. Unbedingte Leseempfehlung
„Aus der Kloschüssel ragte ein Kopf und rief nach ihr.
»Mutter.«
Die Frau sah ihn kurz an. Dann spülte sie. Der Kopf verschwand unter einem Wasserschwall.“
Die zehn Erzählungen sind so unterschiedlich und unvorhersehbar, dass es mir großes Vergnügen bereitete, mich auf diese abgefahrene Sammlung einzulassen.
Eine düstere, aber sehr aufschlussreiche Kurzgeschichtensammlung. Bora Chung kombiniert groteske Horrorelemente mit Elementen der Scifi, feministischen Literatur, Fantasy und Märchen und schafft einen frischen Genre-Mix. Chung kombiniert geschickt groteske Horrorelemente mit Elementen der Science Fiction, feministischen Literatur, Fantasy und Märchen und schafft dadurch einen frischen Genre-Mix.
Das Buch war definitiv eine anspruchsvolle Lektüre. Nach der ersten Kurzgeschichte habe ich kurz darüber nachgedacht, das Buch abzubrechen, da sie zu grotesk und eklig war. Es erforderte Zeit, mich auf dieses Werk einzulassen, da vieles darin verstörend ist, schockiert und herausfordert. Dennoch sind diese grotesken Augenblicke nie Selbstzweck, sondern dienen stets dem Thema der jeweiligen Geschichte und zeichnen ein deprimierendes Bild einer gierigen und egoistischen Gesellschaft, in der Menschen teilweise die schlimmsten Verbrechen begehen, um ihre eigene Gier zu befriedigen.
Definitiv ist dieses Buch nichts für zartbesaitete Gemüter, aber das Lesen lohnt sich. Meine persönlichen Favoriten waren "Der Fluch des Hasen", "Falle" und "Mein glückliches Zuhause".
Hier dreht sich einem der Magen um, es erwarten einen eine Skurrilität nach der nächsten und Geschichten, die einen umhauen.
Eigentlich ist hier alles abgedeckt: Von Horror über Fantasy bis hin zu Liebesgeschichten ist alles dabei - aber immer mit einem bitteren Beigeschmack.
Chung schafft es einen mit verrückten und scheinbar realitätsfernen Geschichten trotzdem über gesellschaftliche Themen nachdenklich zu machen und streut sogar ab und zu beinahe etwas philosophisches mit hinein.
Hochintelligente Fabeln mit Horrorelementen und magischem Realismus 💕📚🐰
Diese wundervolle Kurzgeschichtensammlung der südkoreanischen Autorin Bora Chung in der (meiner Meinung nach außerordentlich guten) deutschen Übersetzung von Ki-Hyang Li hat seinen Platz auf der Shortlist des international Booker Prize ganz zu Recht errungen. Ki-Hyang Li hat für ihr Können auf der Leipziger Buchmesse den Preis in der Kategorie Übersetzung verliehen bekommen.
Wir bekommen hier zehn Kurzgeschichten mit Thematiken des Alltags, gespickt mit Horrorelementen und magischem Realismus.
Bora Chung vermischt hier ganz bewusst die Grenzen zwischen den Genres von Horror, über magischen Realismus, spekulativer Fiktion bis hin zu Fantasy.
Es dreht sich um faszinierende, gruselige, hochintelligente Fabeln, die uns mit skurrilem Humor die außerordentlich realen Absurditäten und Grausamkeiten unserer modernen Gesellschaft mit Schrecken klar werden lassen.
Am einprägsamsten war für mich die erste Geschichte „Der Kopf“, in der eine Frau morgens nach ihrem Toilettengang eine Stimme aus derselbigen hört, die sie mit Mutter anspricht. Es handelt sich um eine Verkörperung ihrer Exkremente. Dies wirft die Frage auf inwieweit man eine Beziehung zu seinen Ausscheidungen aufbauen kann, vor allem aber soll sie zum Nachdenken über die Sinnstiftung und Verkörperung einer Mutterrolle und Auseinandersetzung mit derselbigen anregen.
Das Buch behandelt die unterschiedlichsten Thematiken und natürlich, wie nach meiner Erfahrung meist bei einer Kurzgeschichtensammlung, die einen gefallen mehr, die anderen weniger. Mich hat sie begeistert und ich würde sie uneingeschränkt weiterempfehlen, auch wenn mir nicht alle Geschichten etwas gegeben haben, ist die Quintessenz für mich jedoch: was schreibt Bora Chung als nächstes? Ich bin voller Vorfreude gespannt und werde es auf alle Fälle lesen.
Einige Geschichten haben mich an meine Grenzen gebracht (Ekel, Grausamkeit), andere waren angenehm gruselig, skurril oder magisch. Vorsichtige Empfehlung für Fans von "Zeremonie des Lebens" oder "Das Seidenraupenzimmer" von Sayaka Murata.
In zehn Kurzgeschichten lässt Bora Chung die Genregrenzen verschwimmen.
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Die Kurzgeschichten sind unterschiedlich lang und bei einigen kam das Ende für mich sehr überraschend, weil es jede einzelne geschafft hat, mich so in ihren Bann zu ziehen, dass ich immer mehr und mehr lesen wollte. Das liegt nicht nur daran, dass jede Kurzgeschichte etwas komplett anderes erzählt, sondern auch, weil sich der Schreibstil immer wieder ändert. Manchmal liest es sich wie ein klassisches Märchen, manchmal eher wie ein recht neutral formulierter Bericht. Die Genres ändern sich auch immer wieder, aber gleichbleibend ist das leichte Gefühl von Horror und Skurrilität, das bei jeder Geschichte vorhanden ist. Meine Lieblingsgeschichten waren auf jeden Fall “Der Fluch des Hasen” und die über die Frau mit dem Autounfall. Bei ersterer war ich so richtig schadenfroh und habe mich da auch nicht wirklich schlecht gefühlt, während die zweite sich angefühlt hat wie die Geschichten, die mir früher am Lagerfeuer erzählt wurden.
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Großartige Kurzgeschichten
Dieses Buch ist sehr abgefahren. Es besteht aus 10 Kurzgeschichten, eine verrückter und verdrehter als die Andere. Bora Chung karikiert die moderne Gesellschaft und sprengt dabei alle Grenzen. Die Geschichten sind alle hintergründig auf mehreren Ebenen.
Mir persönlich waren sie aber teilweise zu brutal und blutig.
Ich habe mich mal an etwas neues gewagt und ein Buch mit 10 verschiedenen Kurzgeschichten gelesen.
Was habe ich erwartet? Alles aber nicht das, was mich tatsächlich erwartet hat.
Ehrlich gesagt kann ich nicht mal ansatzweise wiedergeben, was ich da gelesen habe und wenn, würde es mir keiner glauben. 😀
Mir fällt es sogar schwer, das gelesene in ein Genre zu packen.
Fantasy, Horror, Mistery...?! Beim Lesen habe ich oft sogar das Gefühl gehabt eine Fabel oder ein Märchen zu lesen, wo aber nicht das Gute siegt.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich habe alle 10 Geschichten in einem durchgelesen, ich konnte einfach nicht aufhören.
Es hat mich gegruselt, geekelt, sauer gemacht und zum Nachdenken angeregt, da vieles tatsächlich die heutige Gesellschaft auf überspitzte und übelst skurrilste Art widerspiegelt.
Sehr oft musste ich aber auch nur einfach mega lachen und meinem Mann Textzeilen vorlesen, seinen Blick könnt ihr euch nicht vorstellen. 😀
Man muss sich auf die Geschichten einlassen und dann hat man hier wirklich ein außergewöhnliches Leseerlebnis.
Die Geschichten werden mir im Kopf bleiben, jede einzelne, wobei manche mir mehr zusagten als andere.
Beispiel gefällig? Ein Kopf, geformt aus Ausscheidungen, der aus der Toilette schaut...😀
Da stellt sich die Frage, was hat denn die Autorin geraucht, bevor sie diese skurrilen Kurzgeschichten zu Papier gebracht hat?
Richtig schräg aber gut, für Freunde des Abseitigen
Ziemlich abgefahrene Kurzgeschichten, auf die man sich einlassen muss, um die Nachricht dahinter zu verstehen. Man wird aber immer wieder überrascht und ist erstaunt über den Ideenreichtum der Autorin