
Kein skandinavisches Highlight
Skandinavische Krimis haben ihren eigenen Charme. Meist tue ich mich mit den fremdklingenden Namen schwerer, weshalb ich darum oft einen Bogen mache. Allerdings habe ich schon viele tolle Bücher aus Schweden gelesen, sodass ich mich tatsächlich sehr auf das Buch freute. Leider hat die Autorin es nicht geschafft, dass die Reihe um Dennis meine nächste Suchtreihe wird. Dabei fing es gut an. Im knappen Prolog ertrinkt jemand, der eigentlich weiß wie man schwimmt. Meine Neugierde war geweckt. Und dann kam Dennis. Erstens hatte ich das Gefühl, dass ich nicht Band 1, sondern Band 2 oder 3 lese. Dazu kommt, dass mir Dennis mit seinen Problemen und dem Alkoholkonsum nicht gefällt. Generell sind die Ermittlungen sehr schwach. Zeugen werden befragt, aber meist werden sie nur hinausgebeten, keine Fragen beantwortet und das ist okay. Andere Dinge werden gar nicht weitergegeben, weil ein Abendessen wichtiger ist als die Ermittlung. Sorry, aber ich fand die Ermittlungen schrecklich. Ein weiteres Problem sind die vielen unwichtigen Figuren, die eingeführt und in Nebenhandlungen integriert werden, die aber unnötig sind. auf wen soll ich mich nun konzentrieren und wer ist relevant? Ich fand es anstrengend aus der Tatsache, dass ich ein sehr schlechtes Namensgedächtnis habe. Das alleine hat mir schon das Lesen nicht versüßt, aber logische Lücken machen es nicht besser. Ein gemietetes Boot, dessen Vermieter fremd ist. Und irgendwann ist sein Schlagzeug da ohne das es vorher groß erwähnt wurde. Und vieles ist da nicht vollends durchdacht. Ein Ermittler, der aus der Elite stammt, macht Anfängerfehler? Wohl kaum. Ach, ich könnte einiges aufzählen. Hier wollte ich jedoch den Ausgang wissen und habe mich durchgekämpft. Der wirkt schnell und konstruiert. Also kein Highlight, aber zumindest ok. Leider kann das auch nichts mehr reißen.

