22. Nov.
Rating:4

„Hagerstown“ von Edward Ashton ist 2017 erschienen bei Harper Collins. Zum Inhalt lt. Verlagshomepage: Ein Virus löscht eine ganze Stadt aus – doch deine Regierung erzählt dir nicht die Wahrheit … Ein Video von nur wenigen Sekunden: Entsetzlich zugerichtete Leichen liegen auf den Straßen der Kleinstadt Hagerstown. Sobald das Video im Netz war, wurde es auch wieder gelöscht. Alle Suchanfragen laufen ins Leere, alle Wege in die Stadt sind gesperrt. Dies in einer Gesellschaft, in der alles auf Sicherheit ausgelegt ist. Wie geht man mit dem Unerklärlichen um? Und die Regierung schweigt. Die Angst vor dem Ungewissen droht zu Ausschreitungen zwischen den „Unveränderten“ und den gentechnisch modifizierten Eliten zu führen. Anders Jensen und seine Freunde suchen nach Antworten auf die Frage, was wirklich in Hagerstown passiert ist … Hier habe ich etwas ganz anderes bekommen, als ich auf Grund des Klappentextes vermutet hätte. Aber das war gut und spannend…. Hauptthema bei diesem Buch ist nämlich weniger der Umstand, was da in der Kleinstadt Hagerstown passiert ist und die Vertuschung des Ganzen, sondern eher die Genmanipulationen und was daraus resultieren kann. Seit ca. 40 Jahren ist es in dieser Geschichte möglich und erlaubt, an Menschen Gene zu manipulieren oder sogar tierische Genome mit menschlichen zu mischen. Dies führt dazu, dass es Menschen gibt, denen man es sofort ansieht, dass sie verändert wurden (z. B. die sog. „Hübschen“). Genauso gibt es aber auch Veränderte wie Anders, deren genetischer Code mit denen von Mäusen gekreuzt wurde, so dass er sich unsagbar schnell bewegen kann. Außerdem gibt es noch die Menschen, die sich dank „Nanopartikel“ mit dem großen Netz verbinden und z. B. mit Hilfe eines Okulars Nachrichten oder sonstiges abfragen können oder die ihre Gliedmaße mit künstlichem „Elektrozeug“ verstärkt haben (ich weiß nicht, wie ich es anders erklären soll). All dies ist den „Unveränderten“ ein Dorn im Auge (hihi – Wortspiel) und so kommt es nach dem Vorfall in Hagerstown recht schnell zu offenen Konflikten zwischen den Gruppen. Dabei wird die Angst der Unveränderten deutlich, ob sie nicht in wenigen Jahren von der Bildfläche verschwunden sein werden – frei nach dem Motto „Der Stärkere überlebt“. Und hier schafft es der Autor, trotz einiger Verworrenheiten und technischen Begriffen zwischendurch, genau diese Frage deutlich und vor allem spannend darzustellen. Und diese Frage steht für mich bei diesem Buch auch im Vordergrund: Was passiert in Folge, wenn man Menschen genetisch verändert? Und diese Frage ist heute m. M. nach nicht abwegig – man denke an das Schaf Dolly vor ein paar Jahren oder auch an immer wieder kehrende Diskussionen über Genmanipulation (für welche Zwecke auch immer). Viele Handlungsstränge laufen am Schluss zur großen Auflösung zusammen. Und oft weiß ich nicht, was ist jetzt virtuell und was ist real. Darauf muss man sich einlassen. Wer das schafft, der liest hier nicht nur ein spannendes Buch, das ich nicht nur dem Genre Thriller zuordne, sondern das auch Elemete der Dystopie mit einem Schuß Science Fiction aufweist – sondern stellt sich Fragen, über die es sich nachzudenken lohnt.

Hagerstown
Hagerstownby Edward AshtonHarperCollins
22. Sept.
Rating:2

'Hagerstown' spielt in einem kleinen Stdtchen im Osten der USA. Es wird zwar keine Jahreszahl genannt, aber dem technischen und wissenschaftlichen Fortschritt kann man entnehmen, dass wir uns in der Zukunft befinden. Diese Fortschrittlichkeit zieht sich durch den gesamten Alltag der Figuren, am meisten wird auf die Haus-Avatare eingegangen, welche in allen Husern installiert sind und quasi das Hausmanagement bernehmen. Die Menschheit hat sich in zwei Lager gespalten, es gibt die Unvernderten, also normale Menschen, und die Vernderten, die ganz verschiedene krperliche Vernderungen, z.B. durch Gen-Kreuzungen, haben knnen. Noch leben die zwei Gruppen einigermaen harmonisch zusammen, doch das ndert sich nach dem Anschlag in Hagerstown, bei dem pltzlich eine ganze Stadt ausgelscht wird. Im Buch begleiten wir abwechselnd 4 Charaktere, die wir aber nicht wirklich tiefgrndig kennen lernen. Ich habe im Buch zu keiner Figur wirklichen Zugang gefunden, so dass ich auch oft im Kapitel verwirrt war, wen ich eigentlich gerade begleite. Sie waren fr mich einfach nicht greifbar. Den Anfang des Buches fand ich noch recht interessant, aber ich htte mir mehr Informationen ber diese Welt gewnscht, denn das Thema der genetischen Vernderung kommt etwas kurz. Bereits vor der Hlfte fing das Buch an sich zu ziehen und das hielt leider auch bis zum Ende an. An sich war der Schreibstil sehr locker und leicht zu lesen, dennoch habe ich einfach nicht bevorzugt zu diesem Buch gegriffen. Zwischendrin gab es im Flietext einige Chatprotokolle, die mich auch eher verwirrt haben, da hier die Figuren (die ich mir eh schon nicht merken konnte), Pseudonyme benutzt haben. Hinzu kamen die vielen computerspezifischen Themen, technische Begriffe etc. - wer hier etwas bewanderter ist als ich, kann vermutlich mehr mit dem Buch anfangen. So sehr mich also der Klappentext angesprochen hat, so wenig hat mir dann leider die Umsetzung gefallen. Wer gerne Sci-Fi liest und wissenschaftlich und technisch bewandert ist, der knnte mich das Buch mal anschauen. *Rezensionsexemplar

Hagerstown
Hagerstownby Edward AshtonHarperCollins