Kopfgewitter pur – verstörend, zerrissen und erschreckend nah an menschlichen Abgründen
Bitte was war das denn? „Kopfgewitter“ macht seinem Namen alle Ehre. Dieses Buch hat mich komplett sprachlos zurückgelassen. Ständig stellt man sich die Frage: Wer sind hier eigentlich die wahren Monster? Die imaginären im Kopf oder die in Menschengestalt im eigenen Umfeld? Genau dieses Gefühl von Zerrissenheit zieht sich durch die ganze Geschichte. Um bloß keine Ruhe einkehren zu lassen, serviert das Gehirn eine ordentliche Portion Wahnsinn dazu. Positive Gedanken kippen plötzlich in düstere Halluzinationen, aus Hoffnung wird Albtraum. Und irgendwann fragt man sich nur noch: Wem kann man überhaupt noch trauen? Besonders heftig fand ich die systematische Zerstörung der Psyche eines Menschen. Dieses erbarmungslose Schicksal, der Hass, zu was Menschen fähig sind … das ging unter die Haut. Gleichzeitig fragt man sich auch: Wieviel Pech kann ein Mensch eigentlich haben? Ein verstörendes, intensives und emotional aufwühlendes Buch, das noch lange nachhallt. Ganz großes Kino – bitte lesen. Und passt auf, dass ihr euch kein Kopfgewitter einfangt.


















