Ein schönes Märchen im Wüstensand Die Autorin entführt uns in ein Setting, das direkt aus den Märchen von 1001 Nacht entsprungen sein könnte...
Die Autorin entführt uns in ein Setting, das direkt aus den Märchen von 1001 Nacht entsprungen sein könnte, inklusive all der Schönheit, aber auch der Grausamkeit dieser Welt. Obwohl es sich um eine fiktive Welt handelt, ist das Flair stark an den historischen Orient angelehnt. Durch eine Lüge verschafft sich Arthur illegalen Zugang zum Wüstenstaat Mahir und zum Palast des Prinzen Hakim. Sein Ziel ist die Übersetzung einer heiligen Schrift, doch er findet sich schnell in einem gefährlichen Netz aus Intrigen und Gewalt wieder. Während seine Lüge jederzeit tödliche Konsequenzen haben könnte, führt sie ihn auch zu der Liebe seines Lebens. Die Autorin hat einen angenehmen Erzählstil und die Figuren haben ihre Stärken und Schwächen. Arthur ist naiv, beweist aber Zielstrebigkeit. Prinz Hakim hingegen schwankt zwischen Egoismus und dem aufrichtigen Wunsch, das Leben seiner Untertanen zu verbessern. Es ist spannend zu sehen, wie sich ihre Beziehung entwickelt. Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich aber doch: Eine zu Beginn erwähnte Konsequenz im Zusammenhang mit der heiligen Schrift verlor im späteren Verlauf leider an Bedeutung. Zudem wirkte das Finale etwas gehetzt. Hier hätten der Geschichte 50 zusätzliche Seiten gutgetan, um die Ereignisse runder abzuschließen, statt sie schnell abzuwickeln. Trotz der kleinen Schwächen am Ende hat mich das Buch wunderbar unterhalten. Eine klare Empfehlung für Fans von atmosphärischen Settings in der Wüste und Märchen.

