19. März
Rating:4

🦌Worum geht es?🦌 
Tomke gräbt ein Loch und als er es gräbt machen sich alle andere um ihn herum Gedanken darüber was er mit dem Loch bezwecken möchte. Nur Tomke nicht. Er gräbt einfach. 🦌Mein Eindruck:🦌 So kurz und knapp wie die Geschichte erklärt ist, ist sie letztendlich auch. Das Buch ist super herzlich geschrieben und spiegelt genau das wieder: Kinder verlieren sich im Spielen und merken oft nicht was um sie herum passiert. Auf kurze, knappe, aber einfühlsame Art und Weise zeigt uns die Geschichte auch, wie andere sich sinnlos Gedanken um Dinge machen, die andere angehen; wie sehr sie Teil dessen sein wollen, obwohl sie mit der Situation nichts zu tun haben. Einzig und allein die Illustrationen haben mich nicht komplett überzeugt. Bewertung: 🦊🦊🦊🦊

Tomke gräbt
Tomke gräbtby Lena Hachmixtvision
7. März
Rating:4

Im Bilderbuch von Lena Hach und Julia Dürr geht es ums Graben – zumindest auf den ersten Blick. Es geht um die Begeisterung für eine Sache, ohne ein bestimmtes Ziel zu verfolgen. Tomke – die kindliche Hauptfigur – vergisst sich ganz mit der Schaufel in der Hand. Familienmitglieder und Nachbarn rätseln, was Tomke damit überhaupt erreichen will, und fantasieren munter drauf los, während sie von Tomke keinerlei Antwort bekommen. Tomke gräbt und gräbt. Das Buch lädt zum Entdecken tief unter die Erdoberfläche ein und zeigt im nächsten Moment all die Menschen, die oberhalb zusammenkommen. In buntstiftartigem Stil färbt Julia Dürr die Seiten in satten Farben und verstärkt dadurch noch einmal die kindliche Perspektive und Begeisterung, die in der Geschichte ganz zentral ist. Reduziert ist der Textanteil, der sich ganz darauf zu konzentrieren scheint, den Illustrationen und der dort gezeigten Selbstvergessenheit Tomkes genügend Raum zu geben. Sehr gelungen und charmant finde ich die letzte Seite, die Tomke wieder im Garten zeigt – diesmal am sammeln. Die Illustrationen, die Textelemente und die scheinbar simple Herangehensweise an das Thema über das Glück des Augenblicks gefallen mir sehr gut. Allerdings muss ich gestehen, dass mich das Bilderbuch nicht allzu lang festhalten konnte, mich nicht allzu sehr zum Verweilen eingeladen hat. Aber das wirkt schließlich auf jede/n LeserIn anders.

Tomke gräbt
Tomke gräbtby Lena Hachmixtvision
9. Feb.
Rating:4

Toll zum Vorlesen für jüngere Kinder

Dieses interessante Bilderbuch ist aufgrund des wunderschönen Covers bei uns eingezogen. Es handelt von Tomke, der einfach nur im Garten sitzt und gräbt. Die anderen haben allerhand Theorien, warum genau er das tut. Aber Tomke braucht keinen Grund. Er gräbt einfach nur ein Loch – und das genügt. Ich habe das Buch zusammen mit meiner 7-jährigen Tochter gelesen. Jede Seite hat nur wenig Text – ein bis drei Sätze, mehr nicht. Daher hat die Kleine versucht, es selbst zu erlesen. Das fiel meiner Erstklässlerin aber noch schwer, denn die verwendeten Wörter sind teilweise lang und kompliziert. Daher ist das Buch wohl eher zum Vorlesen gedacht – dann aber eher für kleinere Kinder. Am besten welche, die selbst gerne draußen sind und buddeln. Den Zeichenstil im Buch fand ich dann doch ein wenig gewöhnungsbedürftig. Alles ist recht rudimentär dargestellt – wenige Schattierungen und Details. So lenkt wenig von der eigentlichen Geschichte ab. Ich hätte mir aber doch ein wenig mehr zum Gucken und Entdecken gewünscht. Für mich und die Kleine ist das der halbe Spaß an Bilderbüchern. Insgesamt waren die Geschichte und die Botschaft dahinter jedoch gelungen. Man braucht nicht immer einen Grund für alles. Manche Dinge darf man auch einfach nur tun, weil sie einem Spaß machen.

Tomke gräbt
Tomke gräbtby Lena Hachmixtvision