30. Juli
Rating:5

Macht bedeutet auch Verantwortung.

"Der Unsichtbare" von H.G. Wells ist das letzte Buch, das in der Graphic-Novel-Reihe adaptiert wurde. Der Autor Dobbs hat bei jeder Geschichte mit einem anderen Illustrator zusammen gearbeitet und so bekam jede Geschichte ihr eigenes Kleid. Die Bilder gefallen mir auch hier ziemlich gut. Die Darstellung der Szenen, in der sich der Unsichtbare ohne Verkleidung unter den Menschen bewegt, sich vorbeischleicht oder sogar handgreiflich wird, sind super umgesetzt. In dieser Geschichte nimmt Wells erneut Bezug auf die Wissenschaft und den Missbrauch dieser. Griffin, der schon vor seiner Verwandlung, eher isoliert gelelebt hat, entfremdet sich durch seine Unsichtbarkeit noch weiter von der Gesellschaft. Was zunächst für ihn Freiheit bedeutet, nämlich unbemerkt durch die Welt zu streifen, wird nach und nach zu einem Gefängnis. Griffin wird zusehends paranoid und er missbraucht seine Unsichtbarbeit. Er überschreitet immer mehr die Grenzen von Moral und Ethik. Ich bin sehr gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht. Wird Griffin einen Preis für seine wissenschaftliche Entdeckung zahlen müssen?

H.G. Wells. Band 5: Der Unsichtbare, Teil 1
H.G. Wells. Band 5: Der Unsichtbare, Teil 1by DobbsSplitter-Verlag