Eine Zombiegeschichte, die mich nicht überzeugt hat.
Diese 3-teilige Graphic Novel Reihe soll eine Hommage an den Film "Die Nacht der lebenden Toten " von George A. Romeo sein, doch leider fühle ich das im ersten Band so gar nicht. Die Illustrationen und die Farbgebung finde ich passend für eine Zombie-Pandemie, doch das Storytelling und die Protagonisten haben mich nicht überzeugt, da hilft auch nicht die musikalische Untermalung durch den Klassiker "Stairway to Heaven" von Led Zeppelin am Anfang der Geschichte. Da soll man wohl philosophisch einen Zusammenhang und eine Interpretation vom Weltuntergang durch Zombies und dem Sinn des Liedtextes herstellen. Dabei gibt es ja keine eindeutige Erklärung des Liedtextes, also bleibt da viel Raum zum diskutieren - zu viel für meinen Geschmack. SPOILER ALERT!!! Die Handlung der Geschichte beginnt mit einem Erklärungsversuch für die Zombie-Pandemie und schwenkt dann gleich zu Lizbeth, die auf der Couch einer Psychiaterin liegt. Es zeigt sich, dass sie eine irrationale Angst vor dem Tod hat. Also wieder viel Raum zum Interpretieren. Dann lernen wir ihre Familie kennen und erfahren, dass sie mit ihrem Bruder zum Grab ihrer Eltern fährt, denn es ist der Jahrestag ihres Todes und das Ganze findet natürlich zu Halloween statt, wieder viel Stoff für Interpretation. Und natürlich geht während ihrer langen Fahrt zum Friedhof, die Welt unter und sie kriegen davon nichts mit, denn sie hören kein Radio. Und natürlich sind jetzt nicht nur sie und ihr Bruder auf der Flucht vor den Zombies, sondern auch ihr Mann und die Kinder. Hunderte Kilometer von einander getrennt, versuchen sie wieder zusammen zu kommen. Klingt bekannt? Ja, sicher, weil schon tausend mal erzählt, gähn!!! Die Geschichte swicht also zwischen den beiden Handlungssträngen hin und her und bedient sich auch weiterhin an klassischen Zombie-Ideen oder besser gesagt ZOMBIE-KLISCHEES!!! Ich bin also echt enttäuscht, da so gar keine Innovationen statt finden, alles ist alt bekannt und ich fand die Geschichte und die Protagonisten total langweilig. Ich fühlte mich genötigt immer wieder mehr in die Geschichte hinein interpretieren zu müssen, als sie hergibt, irgendwie gewollt philosophisch, doch das Verhalten der Charaktere gibt das einfach nicht her. Diesen Ansatz findet man viel besser umgesetzt in der Graphic-Novel-Reihe "Zombies" von Olivier Peru. Da ist viel Tiefgang vorhanden, hier leider nicht. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen und kann sie auch Fans des Genre leider nicht empfehlen. Schade!!!
