
Joa, kann man machen, muss man aber nicht.
Buchrezension / Andreas Gruber - Der Judas Schrein 3.5 / 5 🔪 Darum geht es: Kommissar Alex Körner steht nach einem eskalierten Einsatz kurz vor der Suspendierung. Seine letzte Chance führt ihn ausgerechnet in seinen Geburtsort Grein. Dort soll er den Mord an einem vierzehnjährigen Mädchen aufklären. Kaum angekommen, wird das Dorf durch ein drohendes Hochwasser komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Die Bewohner verhalten sich äußerst verschlossen und bald tauchen weitere Leichen auf. Körner gräbt in der düsteren Vergangenheit des Ortes und hat schnell das ganze Dorf gegen sich. Meine Meinung: Andreas Gruber baut die Spannung sehr gekonnt auf und schafft in dem abgeriegelten Dorf eine beklemmende Atmosphäre. Der Thriller driftet stellenweise stark in den Horrorbereich ab und erzeugt Bilder im Kopf, die wirklich nichts für schwache Nerven sind. Die Charaktere sind interessant gezeichnet, auch wenn man sich als Leser nicht zu sehr an sie binden sollte, hihi. Für die volle Punktzahl reicht es bei mir nicht ganz, da die Geschichte im weiteren Verlauf merklich ins Irreale abdriftet. Darauf muss man sich definitiv einlassen können. Wer jedoch eine fesselnde Mischung aus düsterem Krimi und unheimlichen Elementen sucht und wen ein paar unwirkliche Aspekte nicht stören, wird hier absolut fündig. Ein packendes Buch mit einigen guten Überraschungen. Habt ihr das Buch schon gelesen, wenn ja lasst es mich wissen, wie euer Eindruck war.


























