Ein für mich deutlich schwächerer Band der Reihe, in dem wenig passiert und der sich dadurch recht zäh lesen lässt
In „Bruderkampf“ wirkt die Handlung im Vergleich zu den vorherigen Bänden stark entschleunigt, sodass der Funke dieses Mal nur bedingt überspringen wollte. Es gibt zwar ein paar interessante Momente und Ansätze in den Beziehungen der Figuren, aber insgesamt passiert für meinen Geschmack zu wenig, um dauerhaft Spannung aufzubauen. Dadurch ziehen sich einige Szenen in die Länge und das Lesen fühlt sich stellenweise eher mühsam an als mitreißend, was besonders im direkten Vergleich zu den dynamischeren Vorgängern auffällt.
Für die Gesamtgeschichte mag der Band wichtig sein, für mich persönlich bleibt er jedoch bisher der schwächste Teil der Reihe.
3,5 Sterne für diesen 11 Teil der Reihe um die Seelenwächter.
Dieser Band ist das Pre-Finale der ersten Staffel (von zwei) rund um die Seelenwächter.
Leider kann ich mich schlecht auf den Inhalt beziehen ohne euch zu spoilern.
Die folgende Kritik ist meckern auf sehr hohem Niveau, denn wenn einem die vorherigen 10 Bände gefallen haben, gefällt einem zu 100% auch dieser Teil wieder!
Leider muss ich sagen, dass mich in diesem Teil einige Kleinigkeiten gestört haben, die sich dann gesammelt haben. Zum einen war da Jaydee. Ich fand ihn diesmal übermäßig anstrengend. Für meinen Geschmack war er einfach ein bisschen "to much". Zu aggressiv, zu unkontrolliert, zu unfokussiert. Das bezieht sich nur auf meine persönliche Sympathie zu diesem Charakter, die immer wieder hin und her wechselt. In manchen Teilen mag ich ihn und in anderen finde ich ihn einfach nur ätzend.
Zur Geschichte dieses Teils kann ich nur sagen, dass ich mir für das Pre-Finale einer so langen Reihe (inzwischen müssten wir ja bei etwa 1500 Seiten sein) irgendwie mehr Handlung erwartet hätte. Wenn ich auf die Kapitel zurückblicke, hat man zwar wahnsinnig viel Hintergrundwissen geliefert bekommen, aber Handlungstechnisch ist recht wenig passiert.
Eine Kleinigkeit die mir noch negativ aufgefallen ist, ist das dauernd verschieden Charaktere in völlig willkürlich wirkenden Situationen an Akil denken und sagen, dass sie ihn vermissen. Das wirkt für mich so, als wolle die Autorin auf jeden Fall verhindern, dass man Akil vergisst, obwohl er ja keinerlei Relevanz für die Geschichte hat und schon seit Ewigkeiten nicht mehr am Geschehen teilnimmt.
Ich bin gespannt, wie die Autorin diese Staffel auflösen wird, denn es sind gefühlt immer noch trölf Millionen Fragen offen :-)
So viele Wendungen, so viele schreck Momente, so viel Action, so viel von allem 😱
Alles steigert sich noch mehr, neue Charaktere, andere fallen weg. Es ist spannend, komplex, einfach gut 🤩