13. Mai
Rating:2.5

„Kleine Grausamkeiten“ wird zwar als Krimi bezeichnet, aber damit tut man dem Buch fast schon zu viel Spannung zugute. Im Kern ist es eine düstere und zähe Familiengeschichte über drei Brüder und die Frage, wer für den Tod eines von ihnen verantwortlich ist. Genau diese Ausgangslage klang eigentlich vielversprechend – am Ende blieb bei mir allerdings vor allem Enttäuschung zurück. Man begleitet die Drumm-Brüder über viele Jahre hinweg durch ihre Kindheit und ihr Erwachsenenleben. Dabei werden die Abgründe und Schwächen der Familie über Generationen hinweg offengelegt. Das hätte intensiv und mitreißend sein können, wirkte auf mich aber oft unnötig langgezogen und ermüdend. Besonders anstrengend waren die ständigen Zeitsprünge und Perspektivwechsel. Statt Spannung aufzubauen, haben sie eher dafür gesorgt, dass man permanent den Überblick verliert. Wirklich fesseln konnte mich die Geschichte dadurch kaum. Viele Passagen wirkten endlos und die Handlung kam nur schleppend voran. Auch emotional blieb das Buch für mich überraschend blass. Keiner der Charaktere konnte mich wirklich packen, wodurch mir irgendwann auch das Interesse daran verloren ging, wie alles endet. Die versprochene Spannung blieb für mich nahezu komplett aus. Ich hatte mir deutlich mehr erwartet und war mehr als einmal kurz davor, das Buch abzubrechen. Für mich war „Kleine Grausamkeiten“ leider eher mühsam als spannend.

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
1. Mai
Aus kleinen Grausamkeiten wird ein Abgrund
Rating:4

Aus kleinen Grausamkeiten wird ein Abgrund

Mein zweites Buch von Liz Nugent und ich bin ihrem Schreibstil wieder komplett verfallen. Wir begleiten drei Brüder von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter und schnell wird klar, wie sehr sie von ihrer Familie geprägt sind. Eine Mutter, die vor allem sich selbst sieht, ein Vater, der die Familie zusammenhalten will und viel zu früh geht. Und drei Brüder, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Der eine zerbrechlich und übersehen, der andere voller Wut und Eifersucht, der dritte gewohnt im Mittelpunkt zu stehen und nur auf sich bedacht. Erzählt wird aus ihren Perspektiven, wir springen durch die Jahre und setzen die Puzzleteile nach und nach zusammen. Man spürt von Anfang an, dass alles auf etwas Unvermeidliches hinausläuft. Und genau hier liegt für mich auch die Stärke des Titels. Es sind nicht die großen Taten, sondern die vielen kleinen Grausamkeiten. Die der Mutter, die zwischen den Brüdern, Worte und Entscheidungen, die sich über Jahre aufstauen und immer weiter voneinander entfernen. Das Buch wird als Kriminalroman eingeordnet, ist für mich aber etwas anderes. Nicht was passiert ist steht im Mittelpunkt, sondern wie es so weit kommen konnte. Wie aus diesen kleinen Grausamkeiten Stück für Stück ein Abgrund wird. Eindringlich, bedrückend und bleibt im Kopf. Auch wenn mir nur einer der Brüder wirklich nahe war, konnte ich mich der Geschichte nicht entziehen. Ein starkes, unangenehmes und gleichzeitig sehr gutes Buch, das genau da endet, wo es wehtut. Hinweis zu sensiblen Themen: Drogenmissbrauch, Alkoholkonsum, sexueller Missbrauch

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
8. Apr.
Brillante Sektion einer dysfunktionalen Familie
Rating:4

Brillante Sektion einer dysfunktionalen Familie

Dieses Buch ist weniger ein Kriminalroman, wie der Buchdeckel verheißt, als vielmehr ein tragisches Drama über eine völlig kaputte Familie. Die Story beginnt mit einer Beerdigung, bei der die drei Brüder William, Brian & Luke anwesend sind. Einer von ihnen liegt jedoch im Sarg — aber wer? Diese Frage bis kurz vor Schluss unbeantwortet zu lassen, gelingt der Autorin exzellent! Wir lernen nacheinander die drei Brüder kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten; erfahren von ihrer Kindheit, ihren Zukunftsplänen, Gefühlen & Krisen. Dabei kristallisiert sich auch bei jedem der dreien die dunkle Seite heraus, sodass wir letzten Endes weder Sympathie, noch Mitleid für sie empfinden. Aber ich denke, das ist so von der Autorin gewollt, denn egal wie reich oder erfolgreich oder beliebt jmd ist, glücklich wird er damit automatisch nicht. Bei diesem Buch finde ich es sehr wichtig, dran zu bleiben, denn es geschehen viele Zeitsprünge: erst sind wir im Jahr 1994, dann 1985, dann wieder 1992 und 1978 usw. Wir erfahren wichtige Dinge, die dann z. B. später aus der Perspektive eines anderen Bruders an Bedeutung gewinnen. Wenn man das Buch zu lange unterbricht, könnte es sein, dass man mit den ganzen Zeitebenen durcheinander gerät. Von mir gibt's für dieses düstere Werk voller kleiner (und großer) Grausamkeiten eine klare Leseempfehlung!

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
22. März
Rating:2

Kein Psychothriller oder Krimi

Als Familiendrama fand ich es interessant, aber ich habe was ganz anderes erwartet und wurde dann enttäuscht. Es ist ein Belletristik Roman mit kleinen Krimi Elementen, die jedoch so gering sind, dass man gar nicht von einem Kriminalroman sprechen kann. Auf TikTok wird der Roman sogar als Psychothriller verkauft, was absolut nicht stimmt und wer mit den Erwartungen rangeht einen Psychothriller zu lesen wird enttäuscht werden.

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
22. März
Rating:3

🎚🎵🎤📽🎬⛪️

Ein gutes Buch – aber nicht ihr stärkstes, finde ich. Die Geschichte hat mich trotzdem gepackt, vor allem weil sie zum Nachdenken anregt und zeigt, wie kleine Entscheidungen und verletzende Momente große Konsequenzen haben können. Genau das kann Liz Nugent einfach richtig gut. Allerdings hatte ich mit einigen Protagonisten meine Probleme. Viele waren mir unsympathisch oder haben mich regelrecht genervt, was das Lesen zwischendurch etwas anstrengend gemacht hat. Gleichzeitig ist das wahrscheinlich genau so gewollt, diese unangenehmen Charaktere tragen ja zur Intensität der Story bei. Das Ende hat mich dann doch überrascht. Damit habe ich nicht gerechnet. Es war traurig, irgendwie auch frustrierend – und hat mich sogar ein bisschen wütend gemacht. Aber genau das bleibt hängen. Insgesamt ein lesenswertes Buch, auch wenn mir ihre anderen Werke etwas besser gefallen haben.

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
28. Feb.
Rating:3

Für mir persönlich ist es nach "Seltsame Sally Diamond" und "Auf der Lauer liegen" das schwächste der drei Bücher. Erst dachte ich, dass Buch hat durchaus Potential, aber irgendwie hat es sich dann doch sehr gezogen und hatte kaum Spannung .

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
15. Feb.
Ein beklemmendes Kammerspiel
Rating:4

Ein beklemmendes Kammerspiel

Drei Brüder. Eine Beerdigung. Einer liegt im Sarg – doch wer? Und warum? Schon mit dieser Ausgangssituation entfacht Liz Nugent ein psychologisches Kammerspiel, das sich langsam, aber unerbittlich zuspitzt. William, der erfolgreiche Filmproduzent, ist charmant, privilegiert und überzeugt, dass ihm die Welt zusteht. Brian, der mittlere Bruder, gibt sich als vernünftiger Vermittler, doch hinter seiner ruhigen Fassade brodeln Neid und Berechnung. Luke, das Nesthäkchen, ist ein international gefeierter Popstar – sensibel, labil, einsam. Drei Männer, nur jeweils ein Jahr auseinander, geprägt von derselben Kindheit – und doch grundverschieden. Oder vielleicht erschreckend ähnlich? Im Zentrum des Romans steht nicht nur die Frage nach Schuld, sondern nach Herkunft. Die narzisstische Mutter der Drumm-Brüder hat ihre Söhne von Geburt an in einen Wettbewerb um Liebe und Aufmerksamkeit gezwungen. Was als kindliche Rivalität beginnt, entwickelt sich über Jahre zu einem toxischen Machtspiel. Kleine Demütigungen, gezielte Verletzungen und subtile Manipulationen wachsen sich zu „kleinen Grausamkeiten“ aus – bis sie nicht mehr klein sind. Nugent erzählt aus wechselnden Perspektiven und erlaubt tiefe Einblicke in die Gedankenwelt jedes Bruders. Gerade darin liegt die Stärke des Romans: Es gibt keinen verlässlichen Erzähler, keine eindeutigen Sympathieträger. Jeder rechtfertigt sein Handeln, jeder fühlt sich als Opfer – und entlarvt sich dabei selbst. Die Autorin zeichnet ein verstörend realistisches Bild von Geschwisterrivalität, verletztem Stolz und der zerstörerischen Kraft narzisstischer Erziehung. Sprachlich bleibt der Roman klar und präzise, fast kühl – was die emotionale Wucht nur verstärkt. Die Spannung entsteht weniger durch äußere Action als durch psychologische Abgründe. Man liest mit wachsendem Unbehagen, weil man spürt: Diese Eskalation war von Anfang an angelegt. „Kleine Grausamkeiten“ ist kein klassischer Kriminalroman, sondern ein raffiniert komponiertes Familiendrama mit tödlichem Ausgang. Düster, klug und verstörend zeigt Liz Nugent, wie tief alte Wunden reichen – und wie gefährlich der Wunsch sein kann, endlich der Geliebteste zu sein. Fazit: Ein beklemmender, psychologisch fein gezeichneter Roman über Neid, Narzissmus und zerstörerische Geschwisterliebe. Nichts für leichte Unterhaltung – aber eindringlich und lange nachhallend. ⭐⭐⭐⭐☆

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
15. Feb.
Rating:4.5

Düster, schonungslos und intensiv. Ein starker, wenn auch verstörender Blick in familiäre Abgründe.

In "Kleine Grausamkeiten" dreht sich alles um drei Brüder und um die Frage, wer von ihnen für den Tod eines von ihnen verantwortlich ist. Was folgt, ist eine schonungslose Reise durch ihre Kindheit, ihre Rivalitäten, ihr Scheitern und die dunklen Dynamiken innerhalb einer zutiefst toxischen Familie. Themen wie generationenübergreifende Traumata, zerrüttete Beziehungen, Drogen-/ und Alkoholmissbrauch, Depressionen, Suizid, sexualisierte Gewalt und die Schattenseiten des Showbusiness ziehen sich durch den Roman. Ich habe ihr Buch "Die seltsame Sally Diamond" geliebt und auch wenn mir hier ein kleines bisschen von diesen ganz speziellen Vibes gefehlt hat, ist Kleine Grausamkeiten trotzdem ein richtig starkes Buch. Was ich besonders beeindruckend fand: Ich mochte keinen der drei Brüder. Wirklich keinen!!! Jeder von ihnen hatte etwas Abstoßendes, Egoistisches, Manipulatives an sich . Menschen, die man ganz sicher nicht in seinem eigenen Leben haben möchte. Und genau das macht dieses Buch so intensiv. Es ist kein Wohlfühlroman, sondern eine schonungslose Studie menschlicher Abgründe und das alles innerhalb nur einer Familie. Liz Nugent schreibt dabei nüchtern, klar und gleichzeitig unfassbar eindringlich. Sie beschönigt nichts, sie dramatisiert nicht unnötig und gerade dadurch entfaltet die Geschichte ihre volle Wucht. Es ist hart, teilweise schwer auszuhalten und definitiv nichts für zarte Gemüter. Wer mit den genannten Themen große Schwierigkeiten hat, sollte sich gut überlegen, ob das Buch das Richtige ist. Ich habe das Buch im Buddy Read gelesen und selbst da gab es viel Verwirrung und Diskussionen wegen eines möglichen Logikfehlers, der mich bis heute grübeln lässt. Genau deshalb ziehe ich einen halben Stern ab, weil dieser Punkt für mich nicht ganz rund wirkte. Trotzdem: Ein intensiver, klug konstruierter und emotional fordernder Roman über familiäre Zerstörungskraft und die Grausamkeiten, die oft im Kleinen beginnen. Für mich ein starkes, wenn auch verstörendes Leseerlebnis.

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
14. Feb.
Eine Familie! Nach außen Hui, nach innen Pfui!!!
Rating:4

Eine Familie! Nach außen Hui, nach innen Pfui!!!

Wir haben gelernt, wie Vögel durch die Luft zu fliegen und wie Fische durchs Meer zu schwimmen, doch die einfache Kunst, auf dieser Erde wie Brüder und Schwestern zusammenzuleben, beherrschen wir noch immer nicht. (Martin Luther King Jr) Was für eine Geschichte! Vorgetäuschte Herzlichkeit trifft es hier auf den Punkt! Drei Brüder, die sich nichts gönnen, die sich hintergehen und beneiden. Einer stirbt! Aber warum? Das bleibt fast bis zur letzten Seite ein Rätsel. Jedoch war ich von dem Umstand des Todes erschrocken. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Jeder Bruder erzählt seine Wahrnehmung. Interessant, wie unterschiedlich die Brüder die jeweiligen Situationen aufgefasst haben! Die Zeitsprünge waren manchmal verwirrend und ermüdend. Deshalb gab es einen Sternenabzug 🌟. Schreibstil: wie immer toll!

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
11. Feb.
Rating:4

Drei Brüder sind auf einer Beerdigung - einer liegt im Sarg, aber welcher?

Nacheinander rollt Liz Nugent die Perspektiven der einzelnen Brüder auf und man fragt sich beim Lesen die ganze Zeit: Ist er Opfer oder Täter? Diese Darstellungsweise lässt den Leser immer wieder neue Theorien aufstellen. Das Buch ist aber nicht nur eine Krimi, sondern für mich vor allem ein sehr psychologisches Buch. Alle drei Brüder sind furchtbar unsympathisch und zum Teil auch abstoßend, was sich mehr und mehr in den einzelnen Episoden und Zeitebenen vor dem Leser entfaltet. Gleichzeitig leiden alle drei unter der dysfunktionalen Familie, sodass man stellenweise in Versuchung ist, Mitleid zu bekommen. Die Konstruktion des Werkes macht besonders Spaß, da man nie weiß, inwiefern man der Perspektive des Bruder trauen kann und welche Sicht der nächste Bruder auf ein Ereignis hat. Beim Ende hätte ich mir noch eine größere Überraschung erwartet, aber die Aussage ist stark, denn wer auch die Leidtragenden sind: Frauen, die unter den Grausamkeiten der Männer leiden müssen.

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
6. Feb.
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Rating:4

Liz Nugent macht es einem wirklich nicht gemütlich – und genau deshalb gehört sie für mich inzwischen zu meinen Auto-Buy-Autoren. „Kleine Grausamkeiten“ beginnt beinahe harmlos mit kindlicher Rivalität zwischen drei Brüdern. Doch was sich da langsam zusammenbraut, wächst mit jedem Lebensjahr der Protagonisten zu etwas deutlich Hässlicherem heran. Aus kleinen Sticheleien werden gezielte Demütigungen, aus Neid wird offener Hass – und man fragt sich beim Lesen mehr als einmal, wie viel emotionale Verwahrlosung eigentlich in eine einzige Familie passt. Die Familiendynamik ist ein einziges toxisches Schlachtfeld. Jeder fühlt sich übersehen, benachteiligt, missverstanden – und rechtfertigt damit sein eigenes grausames Verhalten. Nugent zeigt schonungslos, wie aus verletzten Kindern selbstgerechte, narzisstische Erwachsene werden. Sympathieträger? Fehlanzeige. Aber genau das macht es so fesselnd. Besonders stark ist, wie jede Perspektive ihre eigene Version der Wahrheit liefert. Niemand ist unschuldig, aber jeder sieht sich im Recht. Dieses ständige Gegeneinander, dieses subtile und später ganz offene Kräftemessen, ist psychologisch brillant konstruiert. Kein Wohlfühlroman, definitiv kein Buch für sensible Gemüter, aber absolut lesenswert. Ich freue mich sehr auf alles, was Liz Nugent noch schreibt. Wenn sie mich schon leiden lässt, dann bitte auf genau diesem Niveau.

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
21. Jan.
Schönes Leben noch, ihr Parasiten. Wenn ich daran denke, dass ich immer Luke für den Durchgeknallten in der Familie gehalten habe. Ihr seid alle gestört, und ihr habt sogar aus mir eine Gestörte gemacht.«
Rating:4

Schönes Leben noch, ihr Parasiten. Wenn ich daran denke, dass ich immer Luke für den Durchgeknallten in der Familie gehalten habe. Ihr seid alle gestört, und ihr habt sogar aus mir eine Gestörte gemacht.«

Drei Brüder treffen sich auf einer Beerdigung ⚰️, einer von ihnen liegt im Sarg. Doch wer ist gestorben? Und warum? War es ein Unfall, Mord oder etwas Dazwischen, bei dem die Grenzen verschwimmen? 🕯️ Diese zentrale Frage zieht sich wie ein dunkler Faden durch Kleine Grausamkeiten. Im Mittelpunkt steht eine Familie ohne Helden 🚫🦸‍♂️, Protagonisten von denen einem kein einziger ans Herz wächst. Drei Brüder, die sich gegenseitig zerstören 💔, geprägt von einer Mutter, die nicht liebt. Jeder von ihnen erzählt seine Geschichte aus der Vergangenheit heraus, und erst nach und nach setzen sich die einzelnen Bruchstücke 🧩 zu einem komplexen Bild einer zutiefst zerrütteten Familie zusammen. Besonders eindrucksvoll ist dabei, wie deutlich wird, dass sich diese Traumata über Generationen hinweg fortsetzen 🔄. Thematisch ist das Buch alles andere als leicht: Showbusiness 🎭, Drogen- und Alkoholmissbrauch 🍷💊, Depressionen 😔, Suizid, Vernachlässigung, Vergewaltigung, schwere Krankheiten 🏥 und Tod 💀 spielen eine zentrale Rolle. Wer sich diesen harten Themen nicht gewachsen fühlt, sollte besser Abstand von diesem Roman nehmen ⚠️. Die Sprache ist ähnlich wie in Seltsame Sally Diamond, sehr nüchtern und sachlich ✍️. Gerade dadurch wirkt das Geschehen umso eindringlicher, ohne unnötig melodramatisch zu werden. Zwar erreicht Kleine Grausamkeiten für mich nicht ganz die Intensität von Seltsame Sally Diamond, dennoch bleibt es ein spannendes 🔍, hochkomplexes und zutiefst trauriges Familiendrama 😢. Ein beklemmender Roman über toxische Beziehungen 🧠, Schuld und emotionale Verwahrlosung – unbequem, aber absolut lesenswert 📖✨.

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
5. Jan.
Rating:5

Ein Buch das weh tut und aufwühlt aber gleichzeitig spannend ist

Dieses Buch habe ich zu Weihnachten irgendwo bei Instagram ganz kurz aufblinken sehen. Nur ein Moment, ein Titel, ein Gedanke: „Kleine Grausamkeiten – das klingt nach etwas Kurzweiligem, nach einer schnellen, vielleicht etwas bissigen Geschichte.“ Aber weit gefehlt. Und wirklich: weit gefehlt. Denn dieses Buch hat mich gepackt, festgehalten und auch nach dem Zuklappen nicht mehr losgelassen. Es ist eines dieser Bücher, die sich still und heimlich im Kopf einnisten 🧠💭 und dort bleiben – mit all ihren unbequemen Gedanken, Emotionen und Abgründen. Wir begleiten hier eine Familie: Mutter, Vater und drei Söhne. Und wir begleiten sie nicht nur für einen kurzen Ausschnitt, sondern durch ihr ganzes Leben – von der Kindheit bis ins Erwachsensein. Schon der Einstieg ist brutal traurig: Zwei Brüder stehen am Sarg des dritten Bruders. Und ab diesem Moment weiß man… das hier wird kein leichter Weg. Was dann folgt, ist eine Geschichte, die ich so niemals erwartet hätte. Eine Familie, die innerlich völlig zerstritten ist. In der jeder nur sich selbst sieht. In der Neid, Missgunst und verletzter Stolz wie Gift durch jede Beziehung sickern. Es ist eine Familie, in der man dem anderen sprichwörtlich nicht einmal das Steak auf dem Teller gönnt. Und genau das war für mich so unfassbar aufwühlend 😔🔥 Besonders schmerzhaft war es für mich zu lesen, wie die Brüder miteinander umgehen. Das hat mir teilweise richtig wehgetan. Ich habe selbst eine Schwester – und mir könnte niemals in den Sinn kommen, ihr bewusst etwas Böses anzutun. Ich liebe sie. Punkt. ❤️ Und dann diese drei Brüder, bei denen Liebe, Loyalität oder Zusammenhalt scheinbar kaum existieren. Einer von ihnen wird später Popstar – und die anderen beiden können ihm diesen Erfolg bis zum Schluss nicht gönnen. Neid frisst hier alles auf. Und als wäre das nicht genug, war es auch immer wieder erschütternd zu lesen, wie die Mutter mit ihren eigenen Söhnen umgeht. Kalt. Ungerecht. Bevorzugend. Verletzend. Am Ende war tatsächlich der Vater der einzige Mensch, der mir – wenn man das überhaupt so nennen kann – sympathisch war. Und selbst er hatte kein leichtes Leben in diesem Familienkonstrukt. Er wirkt fast wie ein stiller Beobachter, der zwischen all den Grausamkeiten langsam zerrieben wird. Dieses Buch zeigt auf eine unglaublich eindringliche Weise, wie ein Familienkonstrukt völlig außer Rand und Band geraten kann, wenn Empathie fehlt, wenn niemand lernt, Liebe zu zeigen, und wenn alte Verletzungen nie heilen dürfen. Und gleichzeitig hat es mir schmerzhaft, aber auch dankbar vor Augen geführt, wie wichtig Zusammenhalt in einer Familie ist 🫶 Ich habe dieses Buch beendet und war einfach nur dankbar, in einer Familie aufgewachsen zu sein, in der man füreinander da ist. „Kleine Grausamkeiten“ ist kein Wohlfühlbuch. Es tut weh. Es wühlt auf. Es macht wütend und traurig zugleich. Aber genau deshalb ist es so gut. Ein Buch über die zerstörerische Kraft von Neid, über ungelöste Konflikte – und darüber, dass die größten Grausamkeiten oft nicht laut, sondern ganz leise passieren. Ich würde dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der bereit ist, sich auf eine intensive, emotionale und unbequeme Geschichte einzulassen. Für mich war es ein echtes Highlight – eines, das noch lange nachhallt 🖤📚✨

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
28. Dez.
Rating:4.5

Verstörend gute Familiengeschichte

Drei Brüder, die sich ihr Leben lang gegenseitig zerstören. Eine Mutter, die nicht liebt oder wenn, dann am ehesten sich selbst. Ein Vater, der hilflos nur zusehen kann. Es beginnt mit einer Beerdigung. Einer der drei Brüder ist tot, doch es ist unklar, wer. In Rückblenden erzählen alle drei episodenhaft aus der Vergangenheit und erst am Ende fügt sich alles zu einem Ganzen. Kleine Grausamkeiten durchziehen das Buch, nicht immer bewusst, aber immer zerstörerisch. Eine Familie am Abgrund - gekonnt erzählt mit kleinen Twists.

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
9. Nov.
Rating:3.5

Kein Krimi, sondern eine tragische Familiendynastie

Die Einordnung des Buches ins Krimigenre passt hier nicht. Das Buch ist eine erschreckende Familiengeschichte, in der sich Charakterschwächen durch sämtliche Generationen ziehen. Wir lernen die drei Drumm-Brüder aus Irland kennen und begleiten sie durch die Jahre ihres Aufwachsens. Stellenweise hat es sich hier tatsächlich sehr gezogen. Ich liebe die Bücher von Liz Nugent - "Seltsame Sally Diamond" ist mein Liebstes. Doch hier kommt Nugents Charme, die Abgründe zu beschreiben, nicht ganz rüber. Bei den Brüdern und ihren ganzen Verfehlungen ist zwar einer unsympathischer als der andere, aber dieses unterschwellige Grauen, dass es in den anderen Nugent-Büchern gab, gibt es hier nicht. Durch die vielen Zeitsprünge rauf und runter und die unterschiedlichen Perspektiven, verliert man schnell den Überblick und muss immerzu hin und her blättern. Dazu zieht sich die Langeweile fast durchs ganze Buch. Erst auf den letzten 70 Seiten passiert dann der "Krimi" und es wird ruck zuck aufgeklärt, welcher Bruder denn nun dran glauben musste. Für mich bisher das Schwächste Buch der Autorin.

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
17. Okt.
Rating:4

Ein fesselnder Psychothriller, der durch seine komplexen Charaktere und die kunstvolle Erzählweise besticht. 😍

Triggerwarnung! Liz Nugents „Kleine Grausamkeiten“ ist ein psychologisch tiefgründiger Roman, der die dunklen Facetten familiärer Beziehungen beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen die drei Drumm-Brüder – William, Brian und Luke – die jeweils aus ihrer Perspektive die gemeinsame Geschichte erzählen. William ist ein erfolgreicher, aber selbstherrlicher Filmproduzent; Brian ein Lehrer und Künstleragent, der sich als Friedensstifter versucht; und Luke ein psychisch instabiler Popstar, der unter Einsamkeit leidet. Die Brüder wachsen unter der Obhut einer narzisstischen Mutter auf, die sie gegeneinander ausspielt und zu einem ständigen Wettbewerb um ihre Aufmerksamkeit anstachelt. Diese toxische Dynamik führt zu einer Reihe von kleinen Grausamkeiten, die sich im Laufe der Jahre zu zerstörerischen Kräften entwickeln. Der Roman beginnt mit einer Beerdigung, bei der zwei Brüder den dritten zu Grabe tragen. Doch erst am Ende wird enthüllt, welcher Bruder im Sarg liegt und welche Ereignisse zu diesem tragischen Ausgang führten. Nugent entfaltet die Handlung durch wechselnde Ich-Perspektiven der Brüder, wodurch ein vielschichtiges Bild ihrer Beziehungen und individuellen Traumata entsteht. Die Autorin seziert mit scharfem Blick die toxischen Dynamiken innerhalb der Familie und zeigt, wie tiefgreifend frühkindliche Traumata das Leben eines Menschen beeinflussen können. Dabei gelingt es ihr, die Spannung konstant hochzuhalten und den Leser bis zur letzten Seite zu fesseln. Fazit: „Kleine Grausamkeiten“ ist ein fesselnder Psychothriller, der durch seine komplexen Charaktere und die kunstvolle Erzählweise besticht. Ein intensives Leseerlebnis, das lange nachhallt. Klare Leseempfehlung ! 🖤

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
16. Okt.
Rating:4

Ein fesselnder wie verstörender Roman der tief in die Abgründe familiärer Beziehungen blickt. Im Zentrum stehen die drei Brüder William, Brian und Luke, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und deren Leben von Eifersucht, Rivalität und alten Verletzungen durchzogen ist. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch ihre Mutter Audrey, die mit ihrem Verhalten die Spannungen innerhalb der Familie noch verstärkt. Sie bevorzugt offen den ältesten Sohn William, während sie die anderen beiden oft vernachlässigt oder kleinmacht. Ihr Bedürfnis nach Anerkennung und gesellschaftlichem Ansehen steht über dem Wohl ihrer Kinder. Durch ihre emotionale Kälte und ihre subtilen Manipulationen trägt sie maßgeblich dazu bei, dass aus kindlicher Eifersucht über die Jahre bitterer Hass wird. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive aller drei Brüder, wodurch sich langsam ein vielschichtiges Bild dieser zerrütteten Familie ergibt. Jeder Abschnitt offenbart neue Facetten – kleine Lügen, Kränkungen und egoistische Entscheidungen, die sich über Jahrzehnte zu einem Netz aus emotionaler Gewalt verdichten. die Autorin schafft es , dass man trotz der oft unsympathischen Charaktere nicht aufhören kann zu lesen. Verzichtet wird auf Blut und Schockeffekte , der Roman konzentriert sich stattdessen auf die subtilen, alltäglichen Grausamkeiten – die kleinen Stiche, die innerhalb einer Familie oft tiefer treffen als jede offene Feindseligkeit. Ein scharfsinniger Roman über Geschwisterrivalität, familiäre Machtspiele und die zerstörerische Wirkung von Groll und Eitelkeit. Ein düsteres, kluges Buch.

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
3. Juni
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Rating:3

𝙒𝙖𝙧𝙪𝙢 𝙬𝙤𝙡𝙡𝙩𝙚 𝙞𝙘𝙝 𝙙𝙖𝙨 𝘽𝙪𝙘𝙝 𝙡𝙚𝙨𝙚𝙣? ⁣ ⁣ Mit dem Buch Die seltsame Sally Diamond habe ich Liz Nugent als Autorin lieben gelernt. Es ist ein absolutes Highlight und zählt zu meinen Lieblingsbüchern – und sollte unbedingt von allen gelesen werden, die spannungsgeladene Geschichten mögen. Genau deshalb habe ich nun zu Kleine Grausamkeiten gegriffen, in der Hoffnung, wieder so ein großartiges Buch zu entdecken. ⁣ ⁣ 𝙆𝙡𝙖𝙥𝙥𝙚𝙣𝙩𝙚𝙭𝙩: Nur jeweils ein Jahr sind die Drumm-Brüder William, Brian und Luke auseinander und doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. William hat als Filmproduzent Karriere gemacht und glaubt, ihm stehe einfach alles zu, Brian, der mittlere Bruder, Lehrer und Künstleragent betätigt sich als wenig selbstloser Friedensstifter, Luke, psychisch instabiles Nesthäkchen, ist ein international gefeierter, sehr einsamer Popstar. Aber keiner von ihnen ist der, der er zu sein scheint. Vom Tag ihrer Geburt an hat ihre narzisstische, ziemlich abgefeimte Mutter die Brüder darauf abgerichtet, um ihre Aufmerksamkeit zu buhlen. Sie spielen Spielchen, doch im Laufe der Jahre werden diese Spiele – die kleinen Grausamkeiten – immer unheimlicher, gnadenloser und gefährlicher. Toxisch geradezu, denn nur zwei der Brüder werden überleben. ⁣ 𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣ ⁣ >>Drei Brüder auf einer Beerdigung. Einer von ihnen liegt im Sarg, betrauert von seinen Geschwistern. Aber welcher? Und warum? <<⁣ ⁣ Zwei spannende Fragen, die es zu klären gilt. Damit ihr meine Meinung zum Buch besser versteht, möchte ich euch etwas zum Aufbau erzählen:⁣ Zu Beginn wird man direkt mit den oben genannten Fakten zur Beerdigung konfrontiert. Die Idee, die Geschichte so zu starten, fand ich einfach genial.⁣ Danach folgen drei Teile, die jeweils die Perspektive eines Bruders schildern. Den Anfang macht William. Man bekommt Einblicke in seine Kindheit, seine Jugend und sein Erwachsenenleben, wobei seine Eltern und Brüder eine zentrale Rolle spielen. Es folgen die Perspektiven von Luke und Brian. ⁣ Nach rund 330 Seiten kennt man den Toten immer noch nicht – und somit auch nicht das Motiv bzw. den Grund, hat aber eine Gespür dafür entwickelt, wie jeder einzelne tickt. Dabei möchte ich einfach mal diese schreckliche Mutter erwähnen. Auf den letzten 70 Seiten fügt sich dann alles langsam zusammen, bis man schließlich erfährt, wer gestorben ist und warum.⁣ Für mich war das ein langer und auch ermüdender Weg. Die Sichtweisen der drei Brüder empfand ich als viel zu ausführlich. Ich muss ehrlich sagen: Anfang, Schreibstil und Idee fand ich großartig – die Umsetzung jedoch enttäuschend.⁣ Auch die Einordnung als Kriminalroman finde ich unpassend – wenn Die seltsame Sally Diamond "nur" ein Roman sein soll. Die angekündigten Twists (u. a. in The Guardian) habe ich leider vergeblich gesucht.⁣ Schade – aber Sally Diamond bleibt damit erst mal unangefochten auf Platz eins.⁣ ⁣ 𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣ ⁣ (K)ein Kriminalroman mit einer genialen Idee, einem großartigen Schreibstil, einem starken Beginn – aber einer ermüdenden Fort- und Umsetzung. Hatte viiiiiel mehr erhofft.⁣ ⁣ ⁣ ⁣ ⁣

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
11. Jan.
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Rating:5

KLEINE GRAUSAMKEITEN Liz Nugent … ist ein Porträt einer dysfunktionalen Familie. Nachdem der gutmütige Vater früh verstorben ist, stehen die drei Söhne und die narzisstische Mutter im Fokus. Im Verlauf des Buches erfahren wir viel über die Kindheit der Jungen, ihre Machtspiele untereinander und ihren Kampf um die Aufmerksamkeit und Anerkennung der Eltern zu erlangen. Sie wachsen in Dublin der 70er- und 80er-Jahre auf und sind dabei meist auf sich allein gestellt. Während die Mutter an ihrer Gesangs- und Schauspielkarriere arbeitet, kümmert sich maximal der Vater um die Jungen. Als Erwachsene haben sich die Spannungen zwischen den Brüdern keineswegs gelegt, obwohl sie mittlerweile unterschiedliche Rollen innerhalb der Familie einnehmen. William ist der erfolgreiche Bruder mit aggressiven, misogynen und narzisstischen Zügen. Brian, der mittlere Bruder, ist Lehrer und versucht als Vermittler in der Familie zu agieren. Luke, der Jüngste, bleibt das exzentrische und labile „schwarze Schaf“ der Familie. Im Verlauf der Geschichte spitzen sich die Beziehungen der Brüder so zu, dass sie schließlich alle drei einer Beerdigung beiwohnen - einer von ihnen im Sarg. Liz Nugent erschafft in zahlreichen, in sich abgeschlossenen Kapiteln ein beeindruckendes Charakterporträt einer völlig toxischen Familienbeziehung. Besonders beeindruckend ist, wie jedem der Brüder im Verlauf des Buches ein eigener Abschnitt gewidmet wird, in dem er als Hauptfigur seine Perspektive auf die Ereignisse schildert. Dadurch verdichtet und erweitert sich die Erzählung von Bruder zu Bruder, bis schließlich ein großes, vollständiges Bild entsteht. Für mich ist das Buch ein echtes Highlight. Von der ersten Seite an war ich gefangen und bis zum Ende wusste ich nicht, welcher Bruder gestorben war - äußerst spannend! Nachdem ich ihr neuestes Werk, Seltsame Sally Diamond, gelesen hatte, wollte ich unbedingt diesen Vorgänger lesen – und ich wurde nicht enttäuscht. Kurz erwähnen möchte ich noch das wieder einmal wunderschöne Cover im Leinenbezug aus dem Verlagshaus Steidl – einfach großartig! ❤️ Großes Kino! 5/5

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
25. Mai
Rating:4

Kleine & große Grausamkeiten, gestörte Persönlichkeiten und eine tragische Geschichte!

Die drei Drumm-Büder könnten unterschiedlicher nicht sein. William ist der älteste und ein erfolgreicher Filmproduzent, Brian der mittlere der drei Brüder ist Lehrer und arbeitet später als Manager und Künstleragent. Bleibt noch Luke, der jüngste. Er ist psychisch schwer instabil und sehr einsam. Daran ändert auch seine Berühmtheit nichts. Luke ist ein international gefeierter Popstar. Es gibt jedoch eine Sache die die drei Männer gemeinsam haben. Ihre narzisstische Mutter. Von an Beginn an hat sie die Geschwister manipuliert und spüren lassen, wer von den dreien bei ihr den Vorzug bekommt. William, Brian und Luke beginnen schon sehr bald Spielchen zu spielen. Diese werden desto älter sie werden zu Grausamkeiten, erste kleine dann große. Bis diese Grausamkeiten eines Tages eskalieren und zwei der Brüder vor einem Sarg stehen. Einer der drei Brüder ist tot. Warum? Und vor allem Wer? Dieses Buch hat mich vor allem wegen seines Titels angesprochen. Vorab kann man schon sagen, der Titel ist Programm. Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Jeder der Brüder bekommt einen eigenen Abschnitt. Wir als Leser verfolgen das Leben der Protagonisten seit Anbeginn der Kindheit bis ins Jetzt. Wir lesen alle Taten die begangen wurden, alle Gefühle die verletzt wurden, Leben das zerstört wurde. Als Leser fragt man sich lange, warum? wofür? wie kann man? Also bei mir haben sich sehr viele Gefühle abgespielt. Man erfährt tatsächlich erst am Ende, wer die Person im Sarg ist und wie es dazu kam. Für mich war dieses Buch sehr gelungen. Die Geschichte hat mich gepackt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Protagonisten und Charaktere sind bis ins kleinste Detail stimmig ausgearbeitet. Es gibt das gesamte Buch über absolut keine unlogischen Szenen und nicht passende Stellen. Dieses Buch hat für mich alles erfüllt. Ich bekam wie der Titel bereits beschreibt, Grausamkeiten und das Leben drei gestörter Menschen zu sehen, die Dank ihrer Mutter nie wirklich glücklich waren. Für mich war "Kleine Grausamkeiten" bestimmt nicht das letzte Buch von Liz Nugent.

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
26. Aug.
Rating:4.5

Puh, was für ein Ritt!

Die Leben dreier Brüder, die unselig durch Eitelkeiten und Machtspielchen verbunden sind, die in ständiger Rivalität stehen und um Geld, Macht und die Gunst der Frauen in ihrem Leben buhlen, vor allem um die ihrer narzistischen Mutter. Die Bezeichnung "Kriminalroman" finde ich irreführend. Hier wird nichts ermittelt. Wir sind Zuschauer im Leben einer zutiefst dysfunktionalen Familie voller Zer-/Verstörung. Von der ersten Seite an weiß man, dass es kein gutes Ende geben wird und wir lesen nacheinander die Sichtweisen der drei Brüder. Drei Leben voller kleiner Grausamkeiten, ein Familiendrama ohne Helden, absolut packend geschrieben.

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
29. Apr.
Rating:4

Drei Brüder bei einer Beerdigung, einer von ihnen liegt im Sarg, betrauert von seinen Geschwistern. Aber welcher? Und warum? Nur jeweils ein Jahr sind die Drumm-Brüder William, Brian und Luke auseinander und doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. William hat als Filmproduzent Karriere gemacht und glaubt, ihm stehe einfach alles zu, Brian, der mittlere Bruder, Lehrer und Künstleragent betätigt sich als wenig selbstloser Friedensstifter, Luke, psychisch instabiles Nesthäkchen, ist ein international gefeierter, sehr einsamer Popstar. Aber keiner von ihnen ist der, der er zu sein scheint. Vom Tag ihrer Geburt an hat ihre narzisstische, ziemlich abgefeimte Mutter die Brüder darauf abgerichtet, um ihre Aufmerksamkeit zu buhlen. Sie spielen Spielchen, doch im Laufe der Jahre werden diese Spiele – die kleinen Grausamkeiten – immer unheimlicher, gnadenloser und gefährlicher. Toxisch geradezu, denn nur zwei der Brüder werden überleben. Meinung Der Leser weiß von der erste Seite an, das ein Bruder bald tot sein wird. Aber welcher und warum? Erzählt wird nacheinander aus den Perspektiven der drei, nicht chronologisch, sondern in der Logik der Erinnerung springt der Roman hin und her in den Jahren und zu verschiedenen Ausschnitten des Lebens des jeweiligen Bruders. Zwischen den Brüdern herrscht Konkurenz, geschürt, durch die Mutter. So gehen sie auch ziemlich rücksichtslos miteinander um, Alle drei haben tief verwurzelte Probleme, vor allem Nesthäkchen Luke. Alkoholismus und Drogenkonsum sowie Ehebruch spielen eine große Rolle. Lese Empfehlung

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag
12. Jan.
Rating:4

Dieses Buch habe ich mit der letzten Leseglückbox von Hugendubel erhalten. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich direkt super gespannt. Die Geschichte wird zunächst in drei Teilen erzählt; jeder Teil von einem Bruder. Dabei wird zwischen verschiedenen Jahren in nicht chronologischer Reihenfolge gewechselt. Wie im Tipp angegeben, kommt letztlich keiner der Charaktere sonderlich sympathisch rüber. Der Aufbau der Geschichte und die Idee dahinter haben mir sehr gut gefallen! Auch wenn ich es anfangs schwer fand zwischen den Namen und Jahren einen Überblick zu finden. Je mehr Informationen durch die verschiedenen Blickwinkel dazugekommen sind, hat sich das allerdings gelegt. Das Ende hat mich dann aber doch überrascht. Klare Empfehlung! ✨

Kleine Grausamkeiten
Kleine Grausamkeitenby Liz NugentSteidl Verlag