Packender Jugendthriller, der mir zum Schluss hin zu konstruiert wirkt und die Fragen zu schnell abhandelt, da wäre die bis dahin herrschende Ausführlichkeit runder gewesen. Das Glaubensthema hätte gerne intensiver eingearbeitet werden können. Habe das Buch gerne gelesen und finde die Umsetzung des Themenkomplexes Schuld und Vergebung als gelungen.
Tolles Erstlingswerk😍
Schattenwald ist der Erstlingsthriller von Katrin Faludi. In diesem geht es um die junge Sara und ihre Mutter Eva, welche ein zurückgezogenes Leben am Stadtrand von Lübeck leben. An ihrem 17. Geburtstag erreicht Sara eine Geburtstagskarte aus Schweden, die ihr Leben komplett verändert. Denn diese Geburtstagskarte ist mit „Dein Papa“ unterschrieben, was Sara komplett verwirrt da ihre Mutter ihr erzählt hat das er vor vielen Jahren bei einem Unfall gestorben ist. Als weitere mysteriöse Dinge in Saras Leben geschehen, wird ihr klar, dass in ihrer Kindheit etwas schreckliches passiert sein muss. Ich fand das Buch einfach klasse, da es nicht ein Thriller mit viel Blut und Mord etc. ist, sondern eher so unterschwelliger Thriller bei dem vieles durch Kleinigkeiten angedeutet wird und man sich dann vorstellt. Auch die Aufteilung auf 2 Teile im Buch ist sehr gut gewählt und unterstreicht Saras Suche nach Antworten. Es hat auch sehr viel Spaß gemacht zu überlegen wer hinter allem steckt und vor allem warum alles passiert. Auf das wer und warum bin ich absolut nicht gekommen und umso überraschender war dadurch das Ende für mich. Ich kann das Buch auf alle Fälle empfehlen und freu mich schon auf weiter Bücher von Katrin Faludi😊
Spannendes Buch über Schuld und Vergebung
Ein Buch über die Frage nach Schuld und wie Verbitterung im Menschen Hass erweckt.
Sara ist eine 17-jährige Schülerin, die gern Basketball spielt. Zu ihrem Geburtstag bekommt sie über ihren Verein eine Karte, die mit „dein Vater“ unterschrieben ist. Saras Welt gerät ins Wanken, denn sie ist mit dem Wissen aufgewachsen, dass ihr Vater verstorben ist. Aber nicht nur das neue Wissen, dass in Schweden möglicherweise ihr Vater quicklebendig ist, passieren andere skurrile Sachen. Saras Hausschlüssel verschwindet, ihr Fahrrad wurde mit einem GPS-Tracker versehen. Ja, sogar ein Mordanschlag wurde auf sie verübt. Doch weshalb all das? Wer möchte Sara tot sehen? Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, ich bin durch die Seiten geflogen. Von Beginn an ist das Ende und die Auflösung, wer für die Anschläge verantwortlich ist nicht ersichtlich noch zu erraten. Die Message dieses Buches ist, das aus Verbitterung Hass wird und draus auch es zum Mord kommen kann. Man kann vor seiner Vergangenheit nicht fliehen, irgendwann holt sie einen doch ein. Katrin‘s Schreibstil fand ich leicht lesbar und einnehmend. Der christliche Aspekt kommt in Form von glauben Nebenprotagonisten wie einem Flüchtling aus dem Iran und Sara‘s Vater zum Vorschein. Verschiedene Basketballtechniken waren für mich gut erklärt und weckte den Anschein das Katrin genau weiß worüber sie schreibt. Wer gern Thriller liest und es nicht brutal mag für den ist dieses Buch sehr gut empfehlbar. Mir hat es tolle Lesestunden beschert und gern empfehle ich es weiter.

Rache bringt dich an den Ort der Dunkelheit. Vergebung jedoch bringt Licht dorthin, wo es dunkel ist.
**Worum geht es?** Sara lebt ein relativ beständiges Leben mit ihrer Mutter in Lübeck. Wären da nicht die immer wiederkehrenden Albträume, die sie plagen. Ein dunkler Wald und eine bis ins Mark erschütternde Angst lassen sich nicht abschütteln. Als sich die Ereignisse überschlagen, ahnt Sara, dass ihre Träume mit einer längt verdrängten Vergangenheit zusammenhängen. Dass der Ursprung ihrer Geschichte in Schweden in einem Wald liegt, ahnt sie jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht. **Genauer abtauchen:** Was ist, wenn Schuld einen so weit treibt, dass man selbst schuldig an jemanden wird? Wie weit kann man vor dem fliehen, was einen so erdrückend belastet? Ist Vergebung für jeden da, auch wenn etwas unaussprechliches geschehen ist. Geschickt erzählt die Autorin eine Geschichte über ein Mädchen, was sich ihrer eigenen Vergangenheit und Schuld stellen muss und zeigt damit auf, dass Vergebung erst einmal ein Weg durch die Dunkelheit hindurch ist. Vergebung ist das zentrale Thema dieses Buches, was intelligent und atmosphärisch in die Geschichte eingearbeitet wurde. Der Leser reist mit der Protagonistin in das malerische Schweden und stellt sich mit ihr gemeinsam ihrer Vergangenheit. **Fazit:** Eines vorweg: die Botschaft über Vergebung wurde hier unfassbar gut eingebaut. Kein evangelischer Holzhammer, sowas mag ich sehr. Die Autorin versteht es, ausdrucksstark und atmosphärisch zu schreiben. Ich konnte mit Sara richtig mitfühlen. Ich habe ihre Angst förmlich spüren können. Auch die Beschreibungen der Landschaft waren fast greifbar. Es gibt für mich jedoch einige Punkte, die mein Leseerlebnis etwas geschmälert haben. Da wäre einmal das Tempo der Geschichte. Für mich baut sich die Spannung viel zu spät auf. Erst ab circa der Hälfte des Buches wurde es wirklich interessant und fesselnd. Das ist für meinen Geschmack etwas zu spät. Die Autorin verliert sich gerade am Anfang der Geschichte in zu viele Beschreibungen. Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, war das Verhalten der Mutter von Sara. Es war schlichtweg nicht nachvollziehbar für mich. Vieles, was sie tat oder gesagt hatte, kam mir unlogisch vor. Zudem hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin auf manche Nebenfiguren stärker eingegangen wären. Nebenfiguren, die für den weiteren Verlauf der Geschichte keine wesentliche Rolle gespielt haben, haben mehr Raum eingenommen als Figuren, deren Background mich stärker interessiert hätte. Natürlich sind das alles Punkte, die stark subjektiv sind. Könnte ich nur die zweite Hälfte des Buches bewerten, wären es 5 Sterne. Aber ich tue mich sehr schwer mit Büchern, die zu lange brauchen, um Fahrt aufzunehmen. Trotz aller Kritik möchte ich dieses Buch dennoch jedem empfehlen. Es bearbeitet so ein wichtiges Thema auf so unglaublich gute Art und Weise, dass es eigentlich jeder gelesen haben muss. Alles andere ist vielleicht auch Geschmacksache 😊
Ein Thriller, der unter die Haut geht
Ich habe geschwitzt und hatte Herzklopfen beim Lesen! Nicht nur spannend, sondern wahrlich nervenaufreibend! Trotzdem ist die Message am Ende positiv, was nicht bei jedem Thriller so ist. Faludis Schreibstil ist dabei herrlich erfrischend und humorvoll. Ich lese gerne wieder etwas aus ihrer Feder.

Lässt Luft nach oben
Am Anfang des Buches wird unsere Protagonistin, Sara, sehr anschaulich beschrieben. Sie ist immer unterwegs und meist unter Freunden. Schnell merkt man aber, das ihr Leben doch nicht so normal ist, wie es scheint. Auch ihre Mutter Eva wird gut vorgestellt. Alles in allem sind alle Charaktere gut und anschaulich vorgestellt. Der Schreibstil gefiel mir auch sehr gut, es war immer etwas Spannung dabei und es kamen immer mehr Fragen auf. Der Spannungsbogen wurde auch überwiegend gut gehalten. Allerdings muss ich sagen ging es für mich mit der Hauptgeschichte erst sehr spät los, was ich sehr schade finde. Am Ende kam dann die Auflösung, die für mich im übrigens sehr überraschend war, doch etwas holprig und rasch. Für mich trotzdem ein wirklich guter Thriller, der Luft nach oben lässt.






