28. Apr.
Abflug ins Abenteuer: Wie ich beim Lesen fast die Erdanziehung vergessen habe
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Abflug ins Abenteuer: Wie ich beim Lesen fast die Erdanziehung vergessen habe

Ich dachte ja, ich kenne mich mit Raumfahrt schon ganz gut aus – von Armstrong bis SpaceX, bisschen Wikipedia hier, bisschen Doku da. Aber "Aufbruch ins Weltall" hat mir auf wunderbar chaotische Weise gezeigt, dass ich eigentlich ein ahnungsloser Erdling bin. Arnaud Delalande knallt einem die Geschichte der Raumfahrt wie einen Raketenstart um die Ohren – und das in Bildern, die so fantastisch sind, dass ich fast den Sauerstoffhelm aufsetzen wollte. Éric Lambert hat da wirklich gezaubert, ich sag’s euch: Jede Seite sieht aus, als könnte sie direkt ins Museum für coole Sachen. Der Comic-Style passt perfekt zum Thema: Mal locker flockig, mal richtig ernst, aber nie langweilig. Ich hab mich gefühlt, als würde ich selbst im Kontrollzentrum sitzen und schwitzend auf den nächsten Countdown warten. Klar, manchmal fliegen einem so viele Infos um die Ohren, dass man denkt, man steckt mitten in einem Meteoritenschauer – ein bisschen mehr Übersicht hätte da nicht geschadet. Und ein bisschen mehr Drama hier und da hätte auch nicht wehgetan. Aber hey, man kann ja nicht immer gleich mit Warpgeschwindigkeit durch die Seiten jagen. Besonders cool: Der europäische Blickwinkel! Endlich wird mal gezeigt, dass nicht nur Amis und Russen im Weltall Party machen. Großer Pluspunkt! Ob ich jetzt Weltraumtourist werden will? Auf jeden Fall – aber erst mal les ich das Buch noch mal, weil ich garantiert die Hälfte der abgefahrenen Details beim ersten Mal übersehen habe. Fazit: Vier von fünf Sternen, ein Riesenspaß für alle, die schon immer mal mit dem Kopf in den Wolken stecken wollten – und sich dabei trotzdem noch schlauer fühlen möchten.

Aufbruch ins Weltall
Aufbruch ins Weltallby Arnaud DelalandeKnesebeck