27. Aug.
Rating:4

»Winter ist für Kriminelle, Staatsanwälte, künstlerisch begabte Gouvernanten und angehende Detektivinnen eine ereignislose Zeit. Selbst Peony ging buchstäblich die Wände hoch und hinterließ dabei winzige Ritzen in der Tapete.« Langeweile in Swinburne und vor allem im Hause Hardcastle, denn schon seit über einem Monat gab es keine Mysterien und Geheimnisse, keine Ermittlungen und keinen Fall mehr aufzuklären. Da kommt Myrtle ein geheimnisvoller Brief natürlich gerade recht. In dem Brief geht es um eine junge Frau, die nun Anrecht ihr Erbe erhebt, bisher galt sie als auf hoher See verschollen. Staatsanwalt Hardcastle soll nun die Identität der jungen Frau beweisen oder widerlegen. Die Ermittlungen werden jedoch plötzlich unterbrochen, als Myrtles Vater aufgrund einer schweren Mandelentzündung ins Krankenhaus eingeliefert wird und dort überraschend Zeuge eines Mordes wird, von dessen Leiche allerdings jede Spur fehlt. Denn scheinbar hat nicht nur Myrtle ein außerordentliches Talent dafür, Mordfälle beinahe magnetisch anzuziehen.... Ach, es war mal wieder schön in Swinburne, auch wenn ich sagen muss, dass ich diesen Teil etwas schwächer als seine Vorgänger fand. Myrtle, Peony und Ms. Judson sind wie gewohnt in Hochform, allerdings fand ich die Handlung an manchen Stellen etwas langatmig und die Art und Weise wie sich Myrtles Vater verhält ein bisschen merkwürdig. Außerdem haben mir die Blakeney Geschwister gefehlt, die in dieser Geschichte eher nur am Rande vorkommen. Leider ist Band 4 der letzte Teil der Reihe (der auf deutsch übersetzt wurde) und so heißt es für mich vorerst Abschied nehmen von Myrtle, Peony und Swinburne, aber ich werde bei Gelegenheit zumindest versuchen den fünften Teil auf englisch zu lesen, um gemeinsam mit Myrtle ein weiteres Abenteuer zu erleben. Alles in allem ist der vierte Teil, trotz kleiner Schwächen gut zu lesen, hat mich gut unterhalten und bekommt von mir erneut eine große Leseempfehlung!

Eine Schifffahrt, die ist tödlich
Eine Schifffahrt, die ist tödlichby Elizabeth C. BunceKnesebeck