Cosy Crime im Heim
Joyce ist neu in Coopers Chase, wo sie eigentlich nur ihre Rente genießen wollte. Aber dann lernt sie dort zufällig den Donnerstagsmordclub kennen und wird sogar bei ihnen aufgenommen. Gemeinsam mit Elizabeth, Ron und Ibrahim nimmt sie die Ermittlungen auf, als sich direkt vor der Haustür der Luxus-Residenz für Senior:innen ein Mord ereignet. »Der Donnerstagsmordclub« von Richard Osman ist der Auftakt einer gemütlichen und humorvollen Krimireihe rund um eine Gruppe Senior:innen, die leidenschaftlich gerne ungelöste Kriminalfälle löst. Ich habe das Buch erst jetzt gelesen, nachdem ich die dazu passende Verfilmung auf Netflix geguckt habe. Mir hatte der Film so gut gefallen, dass ich sofort das Buch lesen musste. Und ich fand beides tatsächlich gleich gut! Ich mochte besonders den Humor, der mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht hat, und die wohlige Atmosphäre und die liebenswürdigen Figuren im Roman. Am Besten hat mir Joyce gefallen – nicht zuletzt deshalb, weil sie auch gerne backt. Allerdings finde ich, dass die Geschichte zu viele Töpfe aufmacht. Ich glaube, wenn ich den Film nicht vorher geschaut hätte, wäre ich beim Lesen wahrscheinlich etwas lost gewesen. Was mir an Der Donnerstagsmordclub besonders gefallen hat: Endlich stehen einmal ältere Menschen im Mittelpunkt, ohne dabei automatisch als hilflos oder gebrechlich dargestellt zu werden. Joyce, Elizabeth, Ron und Ibrahim sind zwar nicht mehr die Jüngsten, aber sind definitiv clever, schlagfertig und absolut nicht zu unterschätzen. Gerade das macht die Dynamik der Gruppe so besonders und unglaublich unterhaltsam! Und klar, die Vier sind total privilegiert und die Mehrheit der Senior:innen hat keine Lamas im Garten, dennoch ist es schön über Charaktere zu lesen, deren Alter nicht komplett nur mit Verlust oder Einschränkung verbunden wird, sondern auch mit Witz und Eigenständigkeit. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände. Denn ich habe auf jeden Fall Lust weiterzulesen!























































