Wenn Träume auf Realität treffen. Ein spritzig-humorvolles Wintermärchen über die Kraft der inneren Stärke.
Der Abschluss der Trilogie ist ein fantastisches Weihnachtsbuch, das man eigentlich zu jeder Jahreszeit lesen kann. Während ich nach den ersten beiden Bänden wieder mit vielen Tränen gerechnet hatte, überraschte mich Sarah Morgan hier mit einer Geschichte voller peinlicher Situationen, spritzigem Humor und schlagfertigen Dialogen. Skylar und Alec sind zwei Menschen, die in der Vergangenheit schwer verletzt wurden und sich in ihren Beziehungen verbiegen mussten. Alec, der nach einer grauenhaften Scheidung eigentlich nie wieder eine Frau in sein Leben lassen will, begegnet der warmherzigen Skylar, die ihn allein schon durch ihr Äußeres an seine Ex-Frau erinnert. Skylar stammt aus einem reichen Elternhaus, hat aber eine Kindheit hinter sich, die mich einfach nur fassungslos zurückgelassen hat. Ihre innere Stärke und Kreativität sind nach all dem Erlebten mehr als bewundernswert. Alec wirkte auf mich am Anfang eher abweisend, entpuppt sich aber als echter Traummann mit dem Herz am rechten Fleck, sobald man hinter seine Unsicherheiten blicken kann. Die Atmosphäre in Alecs Elternhaus und die herrlich lebendigen Dialoge mit seiner Familie waren ein absolutes Highlight. Sarah Morgan findet hier das perfekte Mittelmaß zwischen gefühlvollen Passagen und spritzigem Witz, ohne in billigen Kitsch abzudriften. Die Erotik ist sinnlich und wohldosiert, die Handlung spannend und packend bis zum Happy End. Ein weihnachtliches Märchen, das zeigt, dass ein ähnliches Aussehen noch lange keinen ähnlichen Charakter bedeutet und dass wahre Liebe keine Verstellung braucht. Wissenswertes Mit dem Finale der Puffin-Island-Reihe (Originaltitel: Christmas Ever After) schließt Sarah Morgan den Kreis der drei Freundinnen. Ein markantes Merkmal dieses Bandes ist die Auseinandersetzung mit dem Thema "Gaslighting" und emotionalem Missbrauch in wohlhabenden Familienverhältnissen. Eine Thematik, die oft hinter glänzenden Fassaden versteckt wird. Die Autorin nutzt das weihnachtliche Setting in Maine, um den Kontrast zwischen der Kälte der Vergangenheit und der Wärme einer echten Familie (repräsentiert durch Alecs Verwandte) hervorzuheben. Sarah Morgan hat für diese Reihe mehrfach Preise gewonnen, da sie es versteht, das Bedürfnis nach Eskapismus mit realen, menschlichen Kämpfen zu verknüpfen, was Puffin Island zu einem der beliebtesten fiktiven Rückzugsorte ihrer Leser gemacht hat.

































