Von Schlittenfahrten und Sturköpfen – ein kitschiges Fest voller Vergebung und zweiter Chancen.
Der Abschluss der Trilogie ist so kitschig wie ein amerikanischer Weihnachtsbaum und genau deshalb die perfekte Lektüre für die Adventszeit! Diesmal begleiten wir Tyler, der mit dem Ende seiner Sportlerkarriere und seinem griesgrämigen Gemüt zu kämpfen hat, und seine langjährige Freundin Brenna. Tyler hat mich mit seiner Sturheit zeitweise wirklich wahnsinnig gemacht. Ich hätte ihn am liebsten "zu Hackfleisch verarbeitet", wie es im Buch so schön heißt. Aber genau dieses Verhalten und seine tiefsitzende Unsicherheit brachten Spannung in die Geschichte. Brenna hingegen war mir manchmal etwas zu anstrengend, da sich ihre Gedankengänge über Tylers Unfall zu oft wiederholten. Doch was das Buch rettet, ist die emotionale Tiefe rund um Tylers Tochter Jess. Das Team aus Vater und Tochter ist einfach unschlagbar und Jess lockert die Stimmung mit ihrer quirligen Art immer wieder auf. Es war wunderbar zu sehen, wie die gesamte Familie O’Neil, inklusive der kleinen Jess, nachhilft, damit die beiden Sturköpfe endlich zueinanderfinden. Die winterliche Atmosphäre des Resorts ist wieder so bildgewaltig beschrieben, dass man sofort Teil dieser harmonischen Sippe werden möchte. Trotz eines etwas langsamen Starts und eines eher vorhersehbaren Endes bietet der Roman eine gesunde Portion Herzschmerz und zeigt eindrucksvoll, dass es sich lohnt, für seine Träume und die Liebe zu kämpfen. Ein rundum schöner und emotionaler Abschluss der Reihe! Wissenswertes Der finale Band (Originaltitel: Maybe This Christmas) widmet sich dem "Friends-to-Lovers"-Trope, einem der beliebtesten Motive in der Liebesliteratur. Sarah Morgan greift hier zusätzlich das sehr ernste Thema Mobbing und die psychologischen Folgen einer gescheiterten Profisport-Karriere auf, was dem Roman eine ernstere Note verleiht als seinen Vorgängern. Die Figur der jungen Jess dient als Katalysator für die emotionale Reifung der Erwachsenen und unterstreicht die generationenübergreifende Verbundenheit, die für Morgans Familiensagas typisch ist. Mit dem Abschluss dieser Trilogie hat die Autorin ein Denkmal für das fiktive Vermont-Resort gesetzt, das bis heute viele Leser dazu inspiriert, nach ähnlichen Sehnsuchtsorten in der Realität zu suchen.





















