17. Sept.
Rating:5

Die Kurzgeschichte beginnt mit Martha, die einmal jährlich Besuch von ihrer Mutter aus Polen erhält, um mit ihr Ärzt*innen jeglicher Fachrichtung zu besuchen für einen umfassenden Gesundheitscheck. Dabei drängt sich für Martha immer wieder der Gedanke der Sterblichkeit auf - die eigene, aber vor allem die der Eltern. Wie so oft bei guten Kurzgeschichten geht es weniger um das, was tatsächlich passiert, als viel mehr darum, was zwischen den Zeilen steht oder nicht voll auserzählt wird. Mir hat das Büchlein von Kaśka Bryla sehr gefallen, die Geschichte liest sich wie ein Kurzfilm in gedeckten Farben, der genau das richtige Maß an Wehmut und Unterhaltung mit sich bringt. Illustration von Janna Nehls.

Im September sterben die Wespen
Im September sterben die Wespenby Kaśka BrylaSUKULTUR