Die Art wie die Autorin schreibt, ist nicht so meins. Es ist eine spezielle Art, mit vielen geklammerten Aussagen. Ich war mir auch nicht wirklich sicher in welcher Epoche das ganze spielte, da es etwas altmodisch rüberkam. Ich habe das Buch zwar gelesen, aber ich weiss auch nicht mehr wirklich, um was es ging.
„ Immer wieder dieser Traum. Nahezu jede Nacht. Überall,wohin sie auch gebracht wird. Ihre Habseligkeiten zusammengestoppelt in einem einzigen Beutel.“
Am Tag nach ihrer Hochzeit wird Abby von einem Bus erfasst und liegt wochenlang im Krankenhaus auf der Schwelle zwischen Leben und Tod. Ob sie absichtlich vor den Bus trat oder es ein Zufall war, weiß weder der Ehemann noch jemand sonst. Überhaupt wird Willem klar, weiß er erschreckend wenig über seine junge Ehefrau. Nach dem Erwachen öffnet sich Abby langsam ihrem Ehemann und gemeinsam begeben sie sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit.
Fragmentarisch erfährt der Leser einzelne Informationen über Abbys Leben bis sich letztlich ein Bild formen lässt. Nicht viele Personen treten in diesem Roman auf, doch kommen sie fast alle zu Wort und zeichnen ihre Sicht der Erlebnisse. Teilweise handelt es sich um unzuverlässige Erzähler, welches die Versuche des Lesers ein einheitliches Bild zu formen, erschwert. Doch zeigen die verschiedenen Perspektiven eindrucksvoll, wie welche Taten vor sich selbst gerechtfertigt werden, welche Intentionen unterschiedliche Menschen haben. Allmählich übersteht Abby ihr körperliches sowie seelisches Trauma und kann die Bruchstücke ihrer Vergangenheit zusammenfügen. Der Autorin gelingt ein eindrucksvolles Werk über ein frühkindliches Trauma, welches Abby jahrelang verfolgt an dessen Ende die Hoffnung steht.