„Was loslassen?“ „Uns“, sagte sie. „Uns loslassen. Ich habe es schon. Kannst du es nicht auch?“
Ein Mann und eine Frau, beide namenlos, reisen an einen mysteriösen Ort am Rand der Welt. Alles ist dunkel, verschneit, winterkalt, archaisch, aus der Zeit gefallen, gruselig, einsam, verletzt, krank. Sie sind dort, um ein Kind zu adoptieren. Die Frau leidet unter unheilbarem Krebs im Endstadium. Das Kind ist die letzte Hoffnung, den Mann nicht alleine zurückzulassen. Mann und Frau kommen in einem Hotel unter, das sich nahtlos in die Szenerie einfügt. Es scheint in der Vergangenheit zu existieren, seine Angestellten und Gäste wirken anachronistisch, wie aus einer untergegangenen Epoche. Während Mann und Frau sich auf den Besuch bei ihrem zukünftigen Adoptivkind vorbereiten, erfahren sie von einem Wunderheiler, Bruder Emmanuel, der in dem abgeschiedenen Ort leben soll. Zeitgleich scheint der einzige Zugang zu diesem Ort der lebenden Toten vorübergehend zerstört zu sein. Werden sich beide an diesem Ort verlieren oder gemeinsam mit ihrem Kind zurück in die Welt der Wärme und des Lebens heimkehren? Peter Cameron entfaltet ein fesselndes Schauermärchen in einer düsteren und rätselhaften Winterwelt. Spannend, gruselig und mysteriös bis zum Ende.

