7. Apr.
Rating:3

Emilia Jane, kurz E.J. könnte eigentlich ein ganz normales Mädchen sein.. wäre da nicht dieser Moment, in welchem sie sich im Arbeitszimmer ihres Vaters an einer Art Scheibe schneidet. Nicht nur, dass sie sich eh schon mit den üblichen Pubertätsproblemen eines Teenagers rumschlagen muss, nun hat sie auch noch ganz anderes Probleme: Blaues Wasser, dass sie in der Schultoilette erbricht, Hitzewallungen, die sogar in ihrer Bettdecke in Flammen aufgehen lassen. Als sie dann auch noch aufgrund eines merkwürdigen Ausschlags unter Quarantäne gesteckt wird und erfährt, dass sie eine Gezeichnete - eine Trägerin des Drachenmals - ist, scheint ihr Leben völlig aus den Fugen zu geraten. Das dunkle Etwas, was ihr nach dem Leben zu trachten scheint, kommt immer näher und E.J. muss lernen, ihre Kräfte unter Kontrolle zu bringen, um es aufzuhalten. Ich bin mir auch nach über zwei Monaten noch nicht sicher, was ich von dem Buch halten soll, wie ich am besten ausdrücken soll, was ich dabei empfunden habe. Den Anfang fand ich wirklich gut. E.J. ist völlig überfordert, mit dem, was gerade alles auf sie einprasselt und dennoch verliert sie ihren Humor nicht. Oder sagen wir eher, die Autorin hat es so beschrieben, dass man oftmals einfach nur ein Schmunzeln auf den Lippen hatte. Irgendwie fand ich aber im Laufe des Buches, dass sich E.J. etwas verändert und das meine ich nicht im positiven Sinne. Es mag komisch klingen, aber ich kann nicht mal genau sagen warum. Sie legt halt oftmals einfach dieses.. zickige Teenagerverhalten an den Tag, welches man - der eine mehr, der andere weniger - von sich selbst auf früheren Tagen kennt. Und ernsthaft, nach einer Weile ging es mir echt auf die Nerven. Mit keinem der Charaktere bin ich eigentlich wirklich warm geworden und zum Ende hin, war es für mich einfach auch einfach viel zu vorhersehbar. E.J., welche natürlich so fast gar keine Probleme damit hat, ihre Kräfte zu kontrollieren, findet sogar - nennen wir sie Gleichgesinnte -, welche ihr näher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Irgendwie war mir das ein wenig zu.. naja, zu vorhersehbar eben. Ich hätte mir ein paar mehr Überraschungen gewünscht, ein bisschen mehr Hintergrund wissen und auch ein bisschen mehr Gefühl im Umgang mit einigen Situationen, gerade der, in welcher die Eltern E.J. plötzlich verschwinden. Das war mir irgendwie etwas zu emotionslos. Ich muss durchaus sagen, dass die junge Autorin Potenzial hat, dass das Buch und ihr Schreibstil durchaus ausbaufähig sind, aber leider muss ich bei diesem Teil sagen, dass ich zu dem Fazit "Kann man lesen, muss man aber nicht.", gekommen bin.

E.J. und das Drachenmal
E.J. und das Drachenmalby Anika OeschgerRiverfield Verlag GmbH
24. Okt.
Rating:4

*Inhalt* Als Emilia Jane, kurz E.J., wie so oft, unerlaubt im Büro ihres Vaters herumschnüffelt, schneidet sie sich an einem unbekannten Fossil. schneidet sich an einem unbekannten Fossil, als sie mal wieder im Büro ihres Vaters herumstöbert. Kurze Zeit darauf beginnt sich nicht nur ihr Finger seltsam blau zu verfärben und schmerzhaft zu pochen auch andere seltsame Ereignisse beschatten E.J. ruhiges Dasein. Da ist dieses blaue Zeug, dass sie ins Schulwaschbecken erbricht, die Hitzewallungen, die zu Brandflecken auf dem Bettlaken führen und das Schweben, welches in einer Ohnmacht und einem Quarantäne-Aufenthalt im Krankenhaus endet, wo sie ein blaues Mal auf ihrem Arm entdeckt... ein Drachenmal. Recht bald wird klar: E.J. ist eine Gezeichnete, mit ganz besonderen Fähigkeiten, die sie nun zu beherrschen lernen muss... *Infos* Seitenzahl: 304 Seiten
 Verlag: Riverfield Verlag Preis: 19,90 € (gebunden) / 15,99 € (Ebook) *Erster Satz des Buches* "Grelles Licht lässt meine Augen förmlich explodieren, die Kopfschmerzen sind unerträglich." *Fazit* "E.J. und das Drachenmal" ist der Debüt-Roman der Autorin Anika Oeschger. Als mich der Verleger des Riverfield Verlages Alfonso Pecorelli persönlich anschrieb und seinen Verlag vorstellte, wurde ich sofort neugierig und fragte ein Rezensionsexemplar von "E.J. und das Drachenmal" an, da mir die Geschichte inhaltlich spontan zusagte. Wenn man den Klappentext so liest, dann lacht das Fantasyherz, denn eine spannende Geschichte, mit fantastischen Elementen, einem jungen Mädchen, das neue Fähigkeiten entwickelt und den typischen Teenagerproblemen - das ist doch genau das, was die Leser wollen - oder? Im Falle von "E.J. und das Drachenmal" muss ich sagen, dass ich einen recht leichten Start hatte, denn zu Beginn fand ich ihren Schreibstil recht locker und leicht zu lesen. Setzt man seine Reise durch das Buch jedoch fort, merkt man im Lesefluss schnell, dass die Autorin hiermit ihr Debüt gibt, denn einige Sätze klingen etwas unrund und zusammengesetzt. Nichtsdestotrotz fand ich den Sprachstil nicht nur angenehm jugendlich, sondern einfach passend, denn wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, akzeptiert man diesen Stil als "den der Autorin" und lässt sich durch die ein oder andere Ungereimtheit nicht mehr stören. Was die Geschichte an sich angeht, so muss ich die tollen Ideen der Autorin wirklich loben. Sie orientiert sich nicht an "schon da gewesenem", sondern erfindet etwas völlig neues, was sie dann auch zu etwas potenziell sehr großen zusammenwürfelt. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich nach den ersten 100-120 Seiten ein wenig frustriert war, weil einfach "nichts" mehr wirklich passierte, nichts mehr voranging und die Liebesgeschichte viel zu sehr im Vordergrund stand, so muss ich doch sagen, dass ich, als ich diesen Punkt einmal überwunden hatte, doch recht schnell durch das Buch flog. Die Ereignisse überschlagen sich stellenweise und als Leser will man dann eigentlich nur noch wissen, wie es weitergeht. Das Ende lässt Raum für neue Möglichkeiten und ein wenig durchblicken, dass sich da möglicherweise noch ein - oder auch mehrere - Bände daraus entwickelt könnten... wir dürfen auf alle Fälle gespannt sein! Was die Charaktere angeht, so fand ich E.J sehr sympathisch, denn sie ist authentisch und genauso jugendlich, wie man es von einem Mädchen in ihrem Alter erwarten würde. Vielleicht darf man der Autorin aus diesem Grund auch die sehr präsente Liebesgeschichte nicht unbedingt vorwerfen...Die anderen Charaktere, beispielsweise Marc, Emma oder E.J.'s Großmutter, waren mir äußerst sympathisch, denn auch sie waren nicht rundum perfekt, wie es in manchen Romanen der Fall ist, sondern erlauben sich auch einmal kleine Schwächen. Besonders hervorheben muss ich übrigens auch die Art und Weise der Autorin, Dinge zu beschreiben und die kleinen "magischen" Einfälle, die immer wieder eingestreut werden. Wenn ich sowas lese, dann lacht mein fantastisches Herz, denn wenn ich mir ein Buch nicht vorstellen kann, dann macht es mir auch keinen Spaß, es zu lesen. Bei diesem war dies jedoch absolut der Fall und auch wenn das Buch an sich ein paar kleinere "Mängel" aufwies (inhaltlich, wie sprachlich), würde ich mich doch freuen, in Zukunft etwas mehr von Anika Oeschger zu lesen. Wertung: 4 von 5 Sterne!

E.J. und das Drachenmal
E.J. und das Drachenmalby Anika OeschgerRiverfield Verlag GmbH
3. Okt.
Rating:3

E.J und das Drachenmal von Anika Oeschger Zum Inhalt: Emilia Jane, von allen ausser ihren Eltern nur E.J. genannt, hat eigentlich gerade genug mit ihrem Liebeschaos zu kämpfen, als sie sich an einem mysteriösen Gegenstand schneidet und ihr Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird. Woher kommt das merkwürdige Mal auf ihrem Arm, das fast wie ein Tattoo aussieht? Und weshalb geschehen um sie herum plötzlich ständig merkwürdige Dinge? Dann hat sie plötzlich auch noch unheimliche Träume, die irgendwie zu real scheinen... Meine Meinung: Als ich mir das Programm des neuen Verlags Riverfield angesehen habe, ist mir E.J. und das Drachenmal sofort aufgefallen. Das Cover hat mich auf Anhieb angesprochen und die Kurzbeschreibung klang auch nach einem Buch ganz nach meinem Geschmack. Mein Interesse steigerte sich noch, als ich herausfand, dass es sich bei dem Roman um das Debüt einer erst siebzehnjährigen Autorin handelt. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich noch nie ein Buch einer so jungen Autorin gelesen und war daher sehr gespannt darauf, was mich erwartet. Leider hatten E.J und ich nicht gerade den besten Start. Bevor die fantastischen Elemente in der Geschichte auftauchen dreht sich die Handlung auf den ersten Seiten um E.J.s alltägliches Leben und ihren ersten richtigen Liebeskummer. Ich hatte anfangs zwei grosse Probleme mit dem Buch. Die Geschichte beginnt mit einem Traum von E.J, den ich richtig spannend und sehr gut geschrieben fand, sobald die eigentliche Handlung jedoch beginnt empfand ich den Schreibstil als ziemlich holprig. Zudem konnte mich die Geschichte anfangs auch einfach nicht fesseln, da die Autorin die Gewohnheit hat alltägliche und für die Handlung nicht relevante Dinge viel zu ausführlich zu beschreiben. Mein zweites Problem war E.J. selbst, da sie mir anfangs einfach direkt ziemlich auf die Nerven ging, wofür hauptsächlich das ganze Liebeschaos in ihrem Leben verantwortlich war. Da man als Leser von ihrem Freund ausser ein paar SMS kaum etwas mitbekommt, war es etwas schwierig nachzuvollziehen, dass sie, als dieser mit ihr Schluss macht, anschliessend total am Boden zerstört ist. Besonders da sie mit ihrer Beziehung total unzufrieden war, da besagter (Ex-)Freund sich kaum für sie zu interessieren schien und sie sowieso bereits in einen anderen verliebt war. Glücklicherweise verschwanden jedoch diese Probleme im Verlauf der Geschichte grösstenteils. Der Schreibstil wurde viel angenehmer und ich bin nur noch selten über ein paar Formulierungen gestolpert. Auch E.J. wurde mir im Verlauf der Handlung sympathischer. Es gab jedoch noch immer ein paar Situationen, in denen ich ihr Verhalten nicht so ganz nachvollziehen konnte und mir hätte es insgesamt besser gefallen, wenn die Liebesgeschichte keine so grosse Rolle gespielt hätte, da mich auch ihre neue Beziehung nicht wirklich überzeugen konnte. Je mehr sich die Geschichte auf die fantastischen Elemente konzentriert hat, desto besser hat sie mir gefallen, was bedeutet das sie mir eigentlich je länger je besser gefallen hat. Besonders gegen Ende wurde die Geschichte richtig spannend. Ich fand auch die Idee, die hinter E.J.s Drachenmal steckt sehr interessant und fand die Kräfte die sie im Verlauf der Geschichte entwickelt sehr interessant. Die Geschichte ist von der Idee her natürlich nicht komplett neu, aber es gab doch einige sehr spannende Elemente in der Geschichte. Teilweise hatte ich jedoch das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas schnell entwickelt, besonders da E.J. sehr schnell beinahe perfekt mit ihren neuen Kräften umgehen kann und sowieso teilweise etwas zu perfekt scheint, da sie immer zu wissen scheint, was sie tun muss. Mir hätte es gut gefallen, wenn sich die Geschichte in diesem Aspekt etwas mehr Zeit gelassen hätte, dass man vielleicht noch ein bisschen mehr Hintergrundgeschichte erhalten und auch die Nebencharaktere noch besser kennen gelernt hätte. Ich nehme jedoch an, dass diese Dinge im zweiten Teil, welcher das Ende andeutet, noch weiter ausgearbeitet werden. Fazit: Obschon dieses Buch mich nicht vollständig überzeugen konnte und ihm etwas mehr Feinschliff sicher gut getan hätte, bin ich dennoch beindruckt von der Leistung der jungen Autorin. E.J. und das Drachenmal zeigt eindeutig gute Ansätze und hat mir besonders gegen Ende wirklich gefallen. 2,5/5*

E.J. und das Drachenmal
E.J. und das Drachenmalby Anika OeschgerRiverfield Verlag GmbH