Toller Auftakt für eine Fantasyreihe
Fantasy gehört zu meinen Lieblingsgenres, und da freut es mich, dass ich hier einen mir bis anhin unbekannten Autor entdeckt habe, der sogar aus der Schweiz kommt. Besser gesagt hat ihn jemand für mich entdeckt, da ich das Buch geschenkt bekommen habe. Oft wird bei Fantasyromanen sehr viel über die Geschichte der fiktiven Welt und die gesellschaftlichen Zusammenhänge berichtet, was ich dann oft eher langweilig finde. Bei diesem Buch gibt es sehr wenige solche Stellen, das notwendige Hintergrundwissen erlangt man im Verlauf der Handlung. In ziemlich kurzen Kapiteln wird man in verschiedenen Handlungssträngen durch die Geschichte geführt, ich empfand die Lektüre als sehr angenehm und spannend. Hilfreich ist auch das umfangreiche Personenregister. Auf die Handlung gehe nicht vertieft ein. Ein Kaiserreich wird von einem Volk von jenseits des Meeres angegriffen, dies erinnert mich stark an die Wikingerinvasion in England. Gleichzeitig wird das Reich intern durch Intrigen und Machtkämpfe beherrscht. Es gibt dabei auch noch eine skrupellose Schwesternschaft, welche den religiösen Part der Gesellschaft vertritt. Über alles gesehen handelt es sich also um ein klassisches Setting. Der Autor scheut sich nicht, auch lieb gewonnene oder wichtige Personen über die Klinge springen zu lassen. Das gefällt mir gut, weil es die Spannung erhöht. Auch sind die Personen recht vielschichtig gezeichnet. Und nicht zuletzt fand ich es interessant, dass im Buch ein Einsiedler vorkommt, der seine Einsiedelei unterirdisch aus dem Fels gräbt. Da der Autor im Kanton Freiburg wohnt, meine ich zu wissen, welche Sehenswürdigkeit hier Pate gestanden hat. Zusammenfassend ist dies für mich ein toller Fantasyschmöker, der sich flüssig lesen lässt und mit dem ich wunderbar in fremde Welten eintauchen konnte.






