Das was ich mir vorgestellt habe, worum es gehen wird, wurde erfüllt. Den Kopf abschalten (und die verschneite Umgebung genießen)
Ich mochte beide Charaktere, allerdings hätte ich mir doch etwas mehr zu Fabians Unsicherheit "zu alt" zu sein gewünscht, da hatte ich das Gefühl, dass das zu kurz kam.
Der Perspektivenwechsel war an einigen schnell, für mich hat es den Lesefluss nicht gestört.
Ein Punkt den ich für mich besonders toll finde ist, dass es kein niederschmetterndes, Herzschmerz Drama gibt.
Cover
Über dieses Cover kann man sich wohl ebenso streiten wie über den Inhalt. Grundsätzlich mag ich die Verbindung zum Inhalt, doch weder mag ich die Illustration der beiden Protagonisten als solche, noch erklärt sich mir, warum beide halb nackt im Schnee stehen.
Meine Meinung
Dieses Buch ist mir bereits vor einer ganzen Weile im unendlichen Internet aufgefallen, gekauft habe ich es erst vor einigen Tagen ganz spontan, als mir das Cover mal wieder vor die Nase gesprungen ist. Bisher kannte ich keine der beiden Autorinnen und auch wenn ihr es gleich selbst lest, vermutlich wird es für mich bei diesem einen Buch dieses Duos bleiben.
Ehrlich gesagt habe ich bereits auf den ersten Seiten gemerkt, dass diese Geschichte nicht ist, was ich erwartet habe. Und um noch ehrlicher zu sein, ich habe bereut, mir nicht zunächst die Leseprobe durchgelesen zu haben, dann hätte ich mir das Geld für das Print wohl sparen können. „My cabin under the white sky“ klang so wahnsinnig vielversprechend und nach einer tollen Geschichte für Zwischendurch, doch in meinen Augen war der Inhalt oberflächlich und überladen von auf Sex bezogene Gedanken und Sprüchen.
Eine Sache, die mich massiv beim Lesen gestört hat, waren die ewigen Sichtwechsel. In der Regel nach ein bis zwei Seiten wurde die Sicht von Fabian zu Ty und dann wieder zurückgewechselt. Dies so zu lesen war wahnsinnig anstrengend, weil ich mir immer wieder vor Augen rufen musste, wen ich gerade vor mir habe. Mir fiel es schwer mich gedanklich anzupassen, den jeweiligen Charakter wirklich kennenzulernen und Tiefgang habe ich verzweifelt gesucht.
Ich kann gar nicht so sehr auf die beiden Charaktere eingehen, wie ich es gerne würde, aber es gibt gar nicht genug zu erzählen. Und um bei der Wahrheit zu bleiben, ich mochte keinen von beiden. Das körperliche Verlangen neben den ewigen kindischen Streitereien machen viel zunichte. Ich habe nicht den Eindruck, dass die beiden als Paar gut funktionierten und sehe auch keine reelle Zukunft für beide.
Viel Positives fällt mir zu dieser Geschichte leider nicht ein, denn auch der Schreibstil überzeugt wenig. Ich hatte viele Momente, wo ich nicht genau zuordnen konnte, wer was gesagt hat. Die Gedanken beider Protagonisten waren überladen von Sex, schmutzigen Ideen und allem dazwischen. Kaum ein Moment wurde richtig ausgekostet, wie das erste Treffen oder der erste Kuss, ohne durch versaute Gedanken oder Sarkasmus ruiniert zu werden. Es fehlt massiv an Tiefgang und Ernsthaftigkeit.
Und, on top zu allen bereits erwähnten negativen Aspekten, gab es einige absolut merkwürdige Gespräche, die mir kalte Schauer über den Rücken jagen. Wer von euch dieses Buch gelesen hat, wird sich vielleicht an das Gespräch rund um die Cannelloni erinnern? Tut mir leid das sagen zu müssen, aber für mich las sich diese Szene furchtbar unangenehm. Niemand kann mir erzählen, dass uns solche Dialoge als Leser irgendetwas geben. Das war für mich auch der Moment, wo ich wusste, dass beide Autorinnen diese Geschichte nicht mehr retten können.
Ich kann dieses Buch schweren Herzens nicht weiterempfehlen und werde mich in Zukunft wohl von beider Autorinnen Bücher fernhalten.
Fazit
Puh, dieses Buch wurde so offensichtlich nicht für mich geschrieben, dass diese Rezension mir in der Seele wehtut, wenn ich das Buch inhaltlich nicht so fruchtbar gefunden hätte.
Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.
Interessant andere Gay Romance mit Herausforderungen
**** Mein Eindruck **** In diesem Buch begleiten wir zwei Figuren in die Berge zum Skifahren, obwohl sie eigentlich aus ganz anderen Gründen dort sind, und so wandelt sich die Atmosphäre recht schnell. Unfreiwillig müssen sie sich eine Hütte teilen und können sich zunächst kein bisschen leiden. Miteinander umgehen müssen sie trotzdem, und so entsteht eine ansprechende Spannung – nicht nur auf verbaler Ebene. Bedürfnisse und Lust rücken schnell ins Zentrum, und das Buch bietet eine ordentliche Portion Spice. Dieser Spice hat mich tatsächlich vor ein paar Herausforderungen gestellt. Die Sprachwahl war gerade in der ersten Hälfte nicht ganz mein Fall: zu plump, aufreizend und körperlich. Auch die ständigen Perspektivwechsel forderten Aufmerksamkeit in einem thematisch eher entspannten Roman. Insgesamt konnte mich das Buch jedoch davon überzeugen, dass der Ansatz gut zu den Persönlichkeiten der Figuren passt und sich die Sprache bewusst mit deren Entwicklung formt. Das Buch gewann zunehmend an Persönlichkeit und damit an Tiefe, und so mochte ich auch die Figuren immer mehr. Am Ende geht es um die großen Gefühle, und dafür lohnte es sich, das Buch zu lesen. Aus Oberflächlichkeit wird Wärme und Nähe – allerdings war es für mich insgesamt etwas zu drastisch und übertrieben.
**** Empfehlung? **** Man muss ein Fan von körperlicher Erotik sein; wer das ist, wird hier bestens unterhalten und erlebt so manche Überraschung.
Das erste Buch, das is je abgebrochen habe.
Die schnellen Perspektivwechsel machen es für mich quasi unmöglich in die Geschichte gut reinzukommen.
Teil 2 werde ich gar nicht erst lesen und beide Bände verkaufen.
Der ständige Perspektivwechsel innerhalb der Kapitel hat dafür gesorgt, dass man nie in einen richtigen Lesefluss kommt. Es war schwierig sich in einen Charakter hineinzuversetzen, wenn sich alles 1-2 Seiten die Perspektive geändert hat und man irgendwann nur noch verwirrt war, wer denn jetzt am erzählen und sprechen ist...
Darüber hinaus hat mich persönlich gestört, dass die Charaktere eigentlich erwachsen sind mit ihren Anfang 30, sich jedoch wie Teenager verhalten haben und ständig mit Worten gezankt haben. Fand ich persönlich einfach etwas lächerlich, weil es meiner Meinung nach nicht altersgemäß war. Daher fällt meine persönliche Bewertung auch eher negativ aus:/