Ich war vom ersten bis zum letzten Kapitel begeistert. Es liest sich einfach und flüssig. Das Einzige, was mich anfangs gestört hat, war, dass sich die Erzählungen von Tekla und ihrer Enkelin nur durch die Schrift erkennen ließ. Aber das ist eine Kleinigkeit.
Ich muss gestehen, dass ich das Buch, wenn ich es nicht geschenkt bekommen hätte, vermutlich nicht gekauft hätte - einfach weil es nicht gerade das Genre ist, was ich bevorzugt lese. Nichtsdestotrotz fand ich die Geschichte sehr spannend, auch wenn die zwei verschiedenen Perspektiven und Zeitlinien zu Beginn etwas verwirrend waren. Zeitweise musste ich allerdings auch pausieren, da die Geschehnisse alles andere als leichte Kost waren.

Berührend, ehrlich und wichtig
"Die Menschen sagen immer, man soll nicht zurückblicken, aber das ist falsch. Man muss ein Stück weit zurückschauen, um zu wissen, wer man ist und woher man kommt. Erst dann lernt man wirklich zu manövrieren." Ich hatte die Wellen nicht gesehen, die mich von Kurs abgebracht haben." Mich hat das Buch definitiv überzeugt. Es behandelt einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte, der oft lieber totgeschwiegen als ehrlich erzählt wurde - wie es den Deutschen unmittelbar nach der Kapitulation, dem damit verlorenen Zweiten Weltkrieg und dem Einmarsch der Roten Armee erging. Vor allem das Schicksal vieler Frauen bekommt aufgrund von Scham und generationsünergreifender "Schuld" viel zu wenig Aufmerksamkeit. Die Geschichte von Tekla und Otto ist zwar fiktiv, steht aber stellvertretend für tausende gelebter Leben. Sie ist ehrlich, an vielen Stellen unbequem und doch wahnsinnig wichtig. Ich hab nicht zum ersten Mal von Demmin gehört, es hat mich aber noch mal sehr berührt es aus der Perspektive so greifbar erzählt zu bekommen. Die Geschichte rund um Tekla und ihre Tochter Lilla fand ich bedrückend und tragisch und trotzdem nachvollziehbar. Sie zeigt deutlich wie sich Traumata über Generationen hinweg weitervererben können und wie groß der Schaden ist den sie verursachen können. Ich mochte die Zeitsprünge zwischen den beiden Erzählperspektiven gerne. Das einzige was ich ein bisschen überflüssig fand, war die ausladend erzählte Liebesgeschichte von Juni. Die hätte es meiner Meinung nach nicht unbedingt gebraucht, das Buch wäre trotzdem absolut gelungen gewesen. Zusammenfassend: ein wirklich gelungener historischer Roman über sehr wichtige Themen der einen schnell abholt, wenn man sich auf historische Erzählungen grundsätzlich einlassen kann.
Das Herz wird schwer beim lesen
Ich gebe zu auch hier musste ich etwas mit mir kämpfen, weiter lesen oder abbrechen? Das Buch macht schwermütig und das soll es vermutlich auch. Bis die eigentliche Geschichte, die Schicksalsschläge beginnen dauert es etwas. Ich bin etwa ab der Hälfte auf Hörbuch umgestiegen, das ist eigentlich nicht meins, aber hier hatte ich das Gefühl es zu lesen strengt mich zu sehr an. Da ich mit Büchern aus der Zeit wenig bis keine Erfahrung habe, kann ich es nicht vergleichen. Glaube aber, daß es mal eine etwas andere Perspektive ermöglicht auf die grauenvolle Geschichte zu blicken. Was mir aber in Gedanken bleibt ist, daß Geheimnisse und falsche Scham immer nur Probleme machen. Wer bei den Themen "häusliche und sexualisierte Gewalt" sowie "Suizid" getriggert werden könnte, sollte es evtl. mit Vorsicht lesen.
Als Großmutter im Regen tanzte von Trude Teige hat mich komplett mitgerissen. Ich habe dieses Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen, weil ich es einfach nicht mehr weglegen konnte. Und das passiert mir nicht oft. Was mich am meisten beeindruckt hat, war, dass dieses Buch nicht einfach nur eine Familiengeschichte erzählt, sondern zeigt, wie Krieg und Gewalt über Generationen hinweg weiterleben. Nicht laut. Sondern still. In Geheimnissen, Schweigen, Scham und Dingen, über die in Familien niemals gesprochen wird. Juni reist eigentlich nach Deutschland, um mehr über ihre Familie und ihre Großmutter Tekla herauszufinden — und Stück für Stück entfaltet sich eine Geschichte, die mich teilweise wirklich erschüttert hat. Vor allem, weil vieles davon historisch real ist und ich vorher noch nie davon gehört hatte. Zum Beispiel die Ereignisse in Demmin oder auch, wie norwegische Frauen behandelt wurden, die Beziehungen mit deutschen Soldaten hatten. Dass ihnen teilweise die Staatsbürgerschaft entzogen wurde und sie als Schande galten, obwohl viele einfach junge Frauen waren, die sich verliebt hatten, fand ich unfassbar traurig und erschreckend. Besonders stark fand ich, dass Krieg hier aus weiblicher Perspektive erzählt wird. Nicht über Fronten und Strategien, sondern darüber, was Gewalt mit Frauen, Familien und Identitäten macht. Und das Buch zeigt dabei nicht nur Täter und Opfer in Schwarz-Weiß, sondern versucht auch psychologisch zu verstehen, warum Menschen anderen solche Grausamkeiten antun — obwohl sie selbst Leid erlebt haben. Die Geschichte von Tekla hat mich emotional komplett getroffen. Vor allem die Vergewaltigung. Als dieses Thema im Buch immer näher rückte, habe ich beim Lesen die ganze Zeit gedacht: „Bitte nicht sie.“ Und als es dann doch passiert ist, war es einfach nur schlimm. Noch schlimmer fand ich den Gedanken, dass sie danach wahrscheinlich von dieser Tat schwanger war. Das Buch zeigt dabei etwas, worüber kaum gesprochen wird: wie kompliziert und schmerzhaft Mutterschaft nach so einer Gewalterfahrung sein muss. Dass ein Kind gleichzeitig geliebt werden kann und trotzdem jeden Tag eine Erinnerung an das Erlebte ist. Auch die Familiengeheimnisse haben mich sehr berührt. Dass Juni ihren leiblichen Vater nie kennenlernen konnte. Dass ihre Mutter so vieles verschwiegen hat. Dass Menschen lieber jahrzehntelang schweigen, statt sich ihren Traumata zu stellen. Und der Moment mit der Kassette ihres Großvaters war für mich einer der stärksten des ganzen Buches, weil endlich jemand die Wahrheit ausspricht und dieses generationsübergreifende Schweigen durchbricht. Unglaublich wütend gemacht hat mich auch, dass Teklas Bruder ihre Briefe versteckt hat. Dieser Gedanke, dass ihr vielleicht ein anderes Leben möglich gewesen wäre, wenn man sie nicht bewusst von ihrer Familie und ihrer Zukunft abgeschnitten hätte, war kaum auszuhalten. Nicht alles im Buch hat mich komplett überzeugt. Die Liebesgeschichte zwischen Juni und ihrem neuen Begleiter hätte es für mich ehrlich gesagt nicht unbedingt gebraucht. Im Vergleich zu den schweren familiären und historischen Themen wirkte das stellenweise etwas unnötig. Aber das ändert nichts daran, wie beeindruckend dieses Buch insgesamt war. Für mich war dieses Buch nicht nur spannend und emotional, sondern auch unglaublich lehrreich. Es hat mich erschüttert, wütend gemacht und gleichzeitig zum Nachdenken gebracht. Vor allem darüber, wie lange Krieg eigentlich nachwirkt — selbst Jahrzehnte später, in Menschen, Familien und Generationen, die ihn nie selbst erlebt haben.
Ein tragisches aber irgendwie doch hoffnungsvolles Buch, das einen wichtigen und grausamen Aspekt deutscher und norwegischer Geschichte beleuchtet. Wobei mir bei der Geschichte der Enkelin doch ein bisschen viel deus ex machina eingesetzt wurde. Trotzdem sehr lesenswert und ich werde die Reihe weiterlesen. ☕️
Ein tolles Buch, in das ich super eintauchen konnte. Es ist immer wieder erschreckend, zu was für Gräueltaten, die Menschen fähig sind und was die Menschen im und nach dem 2. Weltkrieg erleiden mussten. Es war mein erstes Buch von Trude Teige, aber mit Sicherheit nicht mein letztes.
Wow, einfach nur wow
Ein wahnsinnsbuch.... sehr dramatisch und sehr gut geschrieben. Es ist schon der Wahnsinn, klare leseempfehlung
Großartig!!! Dieses Buch muss man gelesen haben. Damit der zweite Weltkrieg nie in Vergessenheit gerät.
Eine nachdenkliche und bewegende Geschichte!
Das Buch spielt in der Zeit kurz nach dem 2. Weltkrieg und in der Gegenwart. In der Gegenwart treffen wir auf Juni, die Abstand von allem braucht und in das Haus ihrer verstorbenen Großeltern zieht. Auf einer kleinen Insel in Norwegen. Beim Ausmisten entdeckt sie Sachen ihrer Großmutter Tekla, die sie bisher nicht kannte. Neugierig auf die Geschichte von Tekla, beginnt Juni in der Vergangenheit nachzuforschen. In der Vergangenheitsperspektive erleben wir Tekla, was sie in Deutschland erlebt hat und warum sie wieder zurück nach Norwegen ist. Die Geschichte ist sehr schön erzählt. Durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil lässt die Geschichte sich sehr schön lesen. Die Handlung mochte ich und dass man einiges über das eigene Land erfährt, fand ich cool. Definitiv ein Lesehighlight! Bin sehr gespannt auf die Geschichte vom Großvater.
Ein wunderschönes schreckliches Buch über so viel Liebe und gleichzeitig so viel Hass und Trauer. Ich liebs wie es geschrieben ist und wie sorgsam sich das Lesen anfühlt
Tragisch, erschreckend und zeitgleich herzergreifend schön
Das Werk schildert die Geschichte verschiedener Frauen einer norwegischen Familie, und deckt dabei verschiedene Generationstraumata auf. Besonders fokussiert sich die Geschichte dabei auf Tekla, eine Norwegerin, die sich während des zweiten Weltkrieges in einen Deutschen verliebt, und ihre Sorgen, Ängste und Erfahrungen, als sie sich für ein Leben mit ihm entscheidet. Die Erzählung greift so tatsächliche historische Ereignisse auf, die vermehrt in Vergessenheit geraten sind und schildert die Grausamkeiten des Kriegs ungeschönt. Der Schreibstil ist angenehm klar, sachlich und verständlich. Die Handlung als solche wird in zwei Zeitebenen erzählt, was dem Erzählten eine weitere Tiefe und Nähe bietet. Als weniger positiv empfand ich das verhältnismäßig abrupte Ende, welches viele Fragen unbeantwortet lässt. Dies mag natürlich von der Autorin gewollt worden sein, um den Lesenden zum weiteren Nachdenken anzuregen, jedoch empfand ich dies als schade. Des Weiteren empfand ich den wenig kritischen Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft als problematisch, und hätte mir besonders zum Ende hin eine kritische Einordnung gewünscht. Grundsätzlich ein sehr empfehlenswertes Werk, das schwierige Thematiken durch eine angenehme und lockere Erzählweise zu berichten vermag.

Unfassbar berührend!
Was für eine schöne und berührende Geschichte! Ohne die Vergangenheit zu kennen, können wir nicht in die Zukunft schauen. Das gilt besonders für Juni. Die Geschichte von Tekla ist eine, wie es wahrscheinlich mehrere gibt. Aber sie ist so einfühlsam, berührend und besonders geschrieben, dass man nicht anders kann, als mit Juni und Tekla mitzufühlen. Ein paar Stellen gingen mir echt nah und ich musste erstmal ne Pause machen bevor ich weiter las. Ich kann allen, die irgendwie an Geschichte interessiert sind, dieses Buch nur empfehlen und freue mich schon auf den Großvater-Teil.
Diese Geschichte zeigt, wie viel Menschen tragen, ohne je darüber zu sprechen. Und wie Liebe selbst dort existiert, wo alles zerbricht. Am Ende bleibt kein lauter Schmerz, sondern ein stilles Verstehen – und die Erkenntnis, dass wir unsere Familien erst wirklich kennen, wenn wir auch ihre dunkelsten Kapitel sehen.
Start in die Reihe, eine absolut ergreifende Geschichte.
Eine dramatische Geschichte über ein Familiendrama, das sich, unbewältigt, wiederholt.
Ein Buch mit zwei Handlungssträngen in der Gegenwart und der Nachkriegszeit die bei vielen unsausgesprochene Traumata hinterlassen haben. Wie auch bei Tekla, die als Norwegerin einen deutschen Soldaten heiratet und mit ihm nach Deutschland ging. Und Juni, die Enkeltochter, welche auf den Spuren der Großmutter nach Antworten sucht. Habe es als Hörbuch gehört. Es war zeitweise etwas anstrengend der Geschichte zu folgen. Die unterschiedlichen Zeitstränge gingen nahtlos ineinander über und man wusste nicht so richtig in welcher Zeit man sich gerade befindet. Schöner wäre es gewesen, man hätte zum Kapitelbeginn die aktuelle Jahreszahl genannt. Das hat dem hören etwas die Freude genommen. Leider hat mir das Ende nicht so gut gefallen. Ich hätte mich gefreut, noch bisschen mehr über Tekla, ihre Heimreise nach Norwegen und den Beginn einer neuen Liebe mit dem Großvater zu erfahren. So, dass man das Gefühl bekommt, dass Tekla nach all den Jahres des Verlustes, der Trauer und der Einsamkeit wieder etwas Glück gefunden hat. Trotzdem ist es ein sehr schönes Buch, welches nachdenklich macht.
Eine Reise in die Vergangenheit. Juni ist auf der Suche nach der Geschichte ihrer Großeltern und ihrer verstorbenen Mutter. Auf der einen Seite wird die mitunter furchtbare Geschichte ihrer Oma nach Ende des Krieges erzählt, auf der anderen Seite ist es die Gegenwart, in der Juni wieder neuen Lebensmut findet. Sehr bewegend!

Als Großmutter im Regen tanzte von Trude Teige ist ein eindringlicher Roman über Familie, Vergangenheit und die Spuren, die Geschichte in einzelnen Leben hinterlässt.
Im Mittelpunkt steht Juni, die nach dem Tod ihrer Großmutter überraschend mit deren bewegter Lebensgeschichte konfrontiert wird. Durch alte Briefe und Erinnerungen taucht sie immer tiefer in eine Vergangenheit ein, die bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs zurückreicht. Dabei lernt sie nicht nur ihre Großmutter ganz neu kennen, sondern auch sich selbst. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt und verknüpft persönliche Schicksale mit historischen Ereignissen. Besonders stark ist die emotionale Tiefe: Die Figuren wirken authentisch, ihre Entscheidungen nachvollziehbar, und die leisen Zwischentöne bleiben lange im Kopf. Der Schreibstil ist eher ruhig und bedacht, was gut zur Atmosphäre passt! Ohne zu viel vorwegzunehmen: Es ist ein Buch über Mut, Liebe und die Frage, wie sehr uns die Vergangenheit unserer Familie prägt. Fazit: Ein gefühlvoller, nachdenklicher Roman mit historischer Tiefe, der besonders Leser anspricht, die „ruhige“ Geschichten mit emotionalem Gewicht mögen.
Ein wichtiges geschichtliches Zeugnis in einem Roman festgehalten.
Sicherlich ist dieser Roman teilweise keine einfache Kost aber wichtig, dass die Vorkommnisse am Ende des 2. Weltkrieges festgehalten werden.
Ein sehr gutes Buch jedoch nicht immer leicht zu lesen. Es hat mich sehr berührt, aufgewühlt und nachdenklich gemacht.
Was für eine Achterbahn der Gefühle
Gleich zu Beginn hat mich das Zitat Virginia Woolfs begeistert: Fiktion ist wie ein Spinnennetz, das, auch wenn vielleicht nur ganz leicht, an allen vier Ecken des Lebens befestigt ist. Virginia Woolf Die vielen kurzen Kapitel treiben die Geschichte ja sehr voran, wobei ich es anfangs etwas schwierig fand mich zu orientieren, da ich den Großteil des Buches auf dem Reader gelesen habe und durch die Einstellung einer anderen Schriftart den Unterschied nicht erkennen konnte, von wem gerade die Rede war. Bei der Lektüre des Buches wurde mir nochmals intensiv bewusst, wie viele unerzählte Geschichten, eher Schicksale, Lebensfäden, unerzählt geblieben sind. Und dass wir von der damaligen Zeit alle nur Bruchstücke kennen. Z.B. wird in Kapitel 56, S. 317 erwähnt, dass die Quäker mitgeholfen haben, mir war gar nicht klar, dass die Gruppe in Deutschland groß war/ist. Es sind so viele Kleinigkeiten, die man vielleicht ahnt, aber nicht sicher weiß. “Die Menschen sagen immer, man soll nicht zurückblicken, aber das ist falsch. Man muss ein Stück weit zurückschauen, um zu wissen, wer man ist und woher man kommt. Erst dann lernt man wirklich zu manövrieren.” Kp 5, S. 39 “Was verstehen?” “Wie das alles zusammenhängt.” “Ist das denn ein Geheimnis?” “Ja, in gewisser Weise ist es das. Weißt du, manchmal gibt es etwas, das vererbt wird, auch wenn man gar nicht weiß, das es existiert.” Kp 8, S. 68 “Es ist nicht mehr kalt”, sagte ich. “Der erste Regen, in dem ein bisschen Sommer steckt.” - ich fand dieses Bild einfach sehr schön und werde den ersten Regen, der ein bisschen nach Sommer schmeckt in diesem Jahr besonders feiern. Kp. 26, S. 173 “Bis 1989 hatte Demmin hinter dem Eisernen Vorhang gelegen, aber war das Leben danach besser geworden? Hatten sich die Zukunftsträume der Menschen nach der Wiedervereinigung mit Westdeutschland erfüllt? Fühlten sie sich als ein Teil einer großen europäischen Gemeinschaft, als Teil einer Gesellschaft mit größeren Möglichkeiten und mehr Freiheit?” - Das ist wohl eine gute Frage, die gesellschaftspolitisch eine viel größere Rolle spielen muss. Aber auch ein ganz anderes Thema als das eigentliche des Buches… Kp. 33, S. 215 “Ich glaube, wir haben alle Geheimnisse - große und kleine. Manchmal lügen wir auch, um sie vor anderen versteckt zu halten. Und vor uns selbst. Oder wir vermeiden es, die Wahrheit zu sagen, was dann ja auch eine Art von Lüge ist. Die meisten Geheimnisse der Menschen haben keine Konsequenzen für jemand anderen als sie selbst. Sie wollen einfach nicht, dass andere etwas über sie erfahren. Aber es gibt auch Geheimnisse, die die für die Leben der anderen wichtig sind und die erzählt werden sollten.” Kp. 65, S. 361 Besonders bewegt hat mich, als Juni die Kassette hört; als ihr Mann auftaucht und die Männer ihr helfen; die kleinen Momente zwischen ihr und Georg, die so ganz zart das Glück zurück ins Leben holen. Erschüttert hat mich, was Tekla alles ertragen musste und wie lange nach Kriegsende das alles noch Konsequenzen hatte, so dass auch Lilla keine wirkliche Chance hatte.
berührend, ergreifend und voller Emotionen
Der Roman ist unglaublich bewegend und geht tief unter die Haut. Die Grausamkeiten unserer Historie werden so verpackt, dass sie dennoch leicht zu lesen sind. Leider wird nicht erzählt, wie es mit der Ehe und der Schwangerschaft von Juni weiter. Vielleicht wird das im Folgeroman "Und Großvater atmete mit den Wellen" aufgegriffen, es würde mich freuen. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen.
Absolute Leseempfehlung
Was für ein wahnsinnig wertvolles Buch! Sehr herzergreifend, auf positive wie auch negative Weise. Ich musste es einige Male aus der Hand legen, weil ich das Gelesene sacken lassen musste und mir dazu auch meine eigenen Gedanken machen wollte. Es greift Themen auf, über die ich mir bisher kaum bis gar nicht Gedanken gemacht habe und zeigt wieder mal, welche Bildungslücken man selbst hat und dass auch weiterhin Aufklärungsarbeit so wichtig und wertvoll ist. All das Geschriebene wirkt so weit entfernt und doch ist es eigentlich präsenter denn je. Nicht unbedingt vor unserer eigenen Haustür, aber diese Situationen und Geschichten sind nicht nur Vergangenheit - sie sind ein Teil der Wirklichkeit, sind auch aktuell ein Teil des Lebens so vieler unzähliger Menschen, die derartiges Leid erleben, was ich mir nur in geringen Maße überhaupt ausmalen kann. Dieses Buch hat meine Horizont auf vielerlei Weise erweitert. Zudem ist der Schreibstil der Autorin wundervoll. Ihr Roman ist rundum sehr gelungen.
Nach "Du musst meine Hand fester halten Nr. 104" das erste Buch, das mich wieder wirklich berührt und gefesselt hat. Das Ende kam mir aber zu plötzlich, für mich war die Geschichte noch nicht fertig erzählt.
Ich bin in der Nähe von Demmin aufgewachsen. Das Buch und die Geschichte ging mir deswegen wahrscheinlich viel zu nah - weswegen ich beim lesen die ein oder andere Träne kullern lies. Die Geschichte aus Demmin entspricht der Wahrheit und es ist toll, dass sie mit diesem Buch zu Worte kommt. Vielen Dank für diesen emotionalen Roman! Toll geschrieben
Ein schönes Buch, das gut tut. Trotz der zum Teil schweren Kost. Es hallt nach 🫶🏻 Danke dafür.

Das ganze Buch ist ein berührendes Gedicht. Die Sprache und der Schreibstil der Autorin, die Geschichte an sich - Eine absolute Empfehlung!
Das Buch „Als Großmutter im Regen tanzte“ hat mich sehr berührt. Besonders bewegend fand ich, dass die Geschichte laut der Autorin zwar vom Leben inspiriert ist, aber gleichzeitig auf tatsächlichen Ereignissen während und nach dem Krieg basiert. Die Handlung spielt sowohl in Norwegen als auch in Deutschland. Sehr erschütternd fand ich den Massenselbstmord in Demmin. Dieses Ereignis war mir vorher völlig unbekannt. Nachdem ich anschließend noch selbst im Internet dazu recherchiert habe, war ich absolut ohnmächtig und sehr überwältigt. Die Autorin schreibt, dass sie immer auf der Suche nach Geschichten ist, die lange unerzählt geblieben sind, vor allem nach Geschichten von Frauen. Ihrerseits betont sie, dass Kriegsgeschichte größtenteils von Männern über Männer geschrieben. Deshalb sind viele Erfahrungen von Frauen weniger bekannt. Dazu gehören auch die Geschichten der Frauen, die deutsche Soldaten geheiratet haben. Für ihr Buch hat sie über Norwegerinnen recherchiert, die mit ihren deutschen Ehemännern nach Deutschland gegangen sind und dadurch sogar ihre norwegische Staatsbürgerschaft verloren haben. Besonders interessant fand ich, dass sie bei ihrer Recherche auch eine dieser Frauen persönlich getroffen hat. Diese Frau heiratete nach der Befreiung 1945 einen Mann und lebte danach mehr als 60 Jahre in Hannover. Ihre Geschichte war eine wichtige Inspiration für das Buch. Für mich war das Buch eine mehr als rührende Liebesgeschichte mit bewegenden Lebensgeschichten der Hauptfiguren. Die Sprache der Autorin war für mich an vielen Stellen sehr poetisch und hat sich manchmal fast wie ein berührendes Gedicht gelesen. Da nehme ich mir gern Zeit für einen längeren Beitrag. Ich freue mich sehr auf weitere Bücher der Autorin.
Unglaublich
Der Anfang fällt schwer beim Springen zwischen den Personen und zwischen Kriegszeiten und Gegenwart, aber wenn man sich eingelesen hat geht es. Atemlos folgt man den Erlebnissen derHauptdarsteller und ihren Verflechtungen. Mir hat es sehr gut gefallen, darum werde ich mir auch noch den zweiten Band durchlesen.
Ein sehr bewegendes Buch.
Es geht darum, was einer Frau nach dem zweiten Weltkrieg passiert ist. Und welche Auswirkungen das auch noch auf ihre Enkelin hat. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Das Buch hat mich sehr traurig gemacht.
Ein sehr emotionales Buch. Ich habe es geliebt. Es hat sehr viel in mir bewegt und mich sehr nachdenklich gemacht. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht der Enkelin und der Großmutter erzählt. Dadurch bleibt die Spannung hoch und man fliegt nur so durch die Seiten. Einen Stern Abzug, weil mir der Schluss zu schnell ging-das fühlte sich nicht ganz stimmig an, aber vermutlich liegt es daran, dass noch 2 Bände folgen.
Ein sehr berührendes und aufwühlendes Buch über einen weiteren unbekannten Teil Geschichte. Der Sprung zwischen den Zeiten lässt einen nur so durch die Seiten rasen.

"Als Großmutter im Regen tanzte" von Trude Teige Dieses Buch hat mich leise, aber tief berührt. Auf zwei Zeitebenen erzählt Trude Teige die Geschichte von Tekla und ihrer Enkelin Juni – und macht spürbar, wie sehr die Vergangenheit einer Generation in der nächsten weiterlebt. Besonders Teklas Schicksal ging mir unter die Haut: ihre Liebe während des Krieges, die gesellschaftliche Ächtung danach und das jahrzehntelange Schweigen, das sie wie einen Schutzmantel um sich legt. Der Blick auf die sogenannten „Tyskerjenter“ ist einfühlsam und differenziert. Der Roman verurteilt nicht, sondern versucht zu verstehen. Tekla ist keine Heldin und keine Täterin – sie ist eine Frau, die aus Liebe handelt und mit den Konsequenzen leben muss. Genau diese Menschlichkeit macht die Geschichte so bewegend. Die Erzählweise ist ruhig, fast sanft – und gerade deshalb so eindringlich. Manche Szenen wirken still, aber sie arbeiten lange im Inneren weiter. Ein würdevoller Roman über Liebe, Schuld, Scham und die Kraft der Wahrheit zwischen den Generationen. ⭐️⭐️⭐️⭐️✨ (4,5 von 5 Sternen)
Ein emotionales Meisterwerk über Schweigen, Erbe und Heilung.
„Als Großmutter im Regen tanzte“ von Trude Teige hat mich von der ersten Seite an tief bewegt. Es ist weit mehr als nur ein historischer Roman – es ist eine Geschichte über das Aufbrechen von Schweigen und die Suche nach der eigenen Identität. Warum mich das Buch begeistert hat: Besonders beeindruckt hat mich die Reise der Protagonistin Juni. Zu Beginn wirkt sie fast verloren in ihrem eigenen Leben, geprägt von den Schatten ihrer Familie, die sie selbst noch nicht ganz versteht. Doch je tiefer sie in Teklas Vergangenheit eintaucht, desto mehr wächst sie über sich hinaus. Es war faszinierend zu beobachten, wie sie durch das Aufdecken der Familiengeheimnisse endlich die Kraft findet, ihre eigenen Mauern einzureißen und sich ihrer eigenen Zukunft zu stellen. Ihre Entwicklung von der Distanz zur emotionalen Klarheit ist wunderschön gezeichnet. Das Schicksal der „Tyskerjenter“ und das unfassbare Leid im kriegszerstörten Demmin werden feinfühlig, aber ungeschönt thematisiert. Teige gibt den Frauen eine Stimme, die viel zu lange zum Schweigen verdammt waren. Der Wechsel zwischen dem Nachkriegsnorwegen, dem brennenden Demmin und Junis Gegenwart ist perfekt ausbalanciert. Man spürt förmlich, wie die Fäden der Vergangenheit in der Gegenwart zusammenlaufen. Fazit: Ein leises, aber gewaltiges Buch über die Kraft der Vergebung. Junis Suche nach der Wahrheit über ihre Großmutter wird letztlich zu einer Suche nach sich selbst. Ein absolutes Highlight für alle, die tiefgründige Familiensagas lieben!
Eine fesselnde Familiengeschichte über die dunklen Geheimnisse des 2. Weltkrieges
Trude Teiges erstes Buch aus der Trilogie der Freundinnen während des 2. Weltkrieges ließ mich nicht schlafen, ich las es einfach durch. Juni, eine junge Frau Anfang 30, ungewollt schwanger und am Scheideweg ihres Lebens, beginnt im Haus ihrer Großeltern das Vermächtnis der Familie aufzuarbeiten. Dabei erhält sie Hilfe von einem Freund und reist gemeinsam mit ihm von Norwegen nach Berlin mit den Umweg über das nordöstliche Demmin. Tekla, eine junge Frau am Ende des 2. Weltkrieges verliebt sich in einen deutschen Soldaten und wird zu einem „Deutschenmädchen“. Entgegen aller Konventionen entscheidet sie sich für die Liebe und gegen ihr Heimatland Norwegen, um am Ende wieder zurück zu kehren. Doch was ist in der Zwischenzeit passiert und warum tanzt Juni Großmutter Tekla am liebsten im Regen? Wer mich kennt, weiß wie sehr ich im historischen Genre um den 2. Weltkrieg zu Hause bin, doch diese Geschichte um das Massensterben in Demmin und die Verfolgung „Deutschermädchen“ war mir gänzlich unbekannt. Ein erschreckender und gleichzeitig mahnender Einblick in die furchtbare Nachkriegszeit, wo doch eigentlich alles endlich besser sein sollte. Zudem kommt die Vererbung dessen Traumata an die nächsten Generationen als Folge von Verdrängung, Geheimnissen und Verschwiegenheiten mit der Frage, wieviel Geheimnis kann eine Familie tragen? Absolute Leseempfehlung für kurze Nächte und fesselnde Familiengeschichten.
Lesenswert
Ich hatte mir zwar mehr erwartet, das Buch ist aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung. Mir hat die Aufteilung der Kapitel und die damit einhergehenden Zeitsprünge zwischen Juni und ihrer Großmutter Tekla gefallen, diese werden auch durch eine andere Schriftart betont, Das Thema der Norwegerinnen, die während des Weltkriegs eine Beziehung mit deutschen Soldaten befunden haben, war mir davor nicht bekannt und ist für mich das Besondere an diese Erzählung. Im Verlauf des Buches empfand ich aber Junis Kapitel und ihre Entwicklung als störend. — Minispoiler — Diese Liebesgeschichte zu dem freundlichen, frisch geschiedenen Doktoranden war mir dann doch zu viel des Guten und ging für meinen Geschmack viel zu schnell, um authentisch zu sein
In dem Roman folgen wir der Großmutter und ihrer Enkelin in zwei verschiedenen Zeiten. Großmutter kam als Norwegerin 1945 nach Deutschland und spürte die Auswirkungen des Krieges speziell in Ostdeutschland am eigenen Leib. Ihre Enkelin soll Jahre später ihren Spuren folgen und auf so manches Familiengeheimnis stoßen. Auch wenn einiges vorhersehbar und gleichzeitig konstruiert wirkte, habe ich "Als Großmutter im Regen tanzte" alles in Allem genossen zu hören. "Ich habe auf der Seite gekämpft, die all diese Grausamkeiten begangen hat. Also war ich daran beteiligt. Es ist nicht zum Aushalten. Du bist keine Deutsche. Du verstehst nicht so wie wir, wie Hitler uns verraten hat. Wie konnten wir, ein ganzes Volk, uns derart von ihm verführen lassen. Es ist unbegreiflich, dass wir nicht verstanden haben, auf was das alles hinausläuft."
Am Anfang waren die Zeitensprünge kurz verwirrend aber man hat sich schnell rein gefunden und dann konnte ich nicht aufhören zu lesen. Man wollte unbedingt wissen wie es weiter geht.
Eine traurige und erschreckende, teilweise grausame Geschichte, die trotz allem so viel Liebe und Hoffnung enthält.
Ein wunderbares Buch, das mich in den Bann gezogen hat. Eine Familiengeschichte, die ich nicht aus der Hand legen konnte. Traurig und schön zugleich. Grausamkeit und Schrecken treffen auf starke Frauen und Hoffnung, Liebe und Mut. Dazu kommt ein Stück Deutsche Geschichte, die ich vorher nicht kannte. Klare Leseempfehlung.
Absolut lesenswert! Sehr schön erzählter Roman, der von Familie, Erinnerungen und dem erzählen von Geschichten erzählt. Die Figuren bleiben mir sicher noch lange im Gedächtnis. Die historischen Einblicke haben mich sehr beeindruckt und ließen mich einmal mehr vor der Brutalität in Kriegen schaudern.
Absolut empfehlenswert
Dieses Buch hat mich zutiefst berührt. Zum ersten Mal habe ich einen Roman über die Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs gelesen – und mir dabei bewusst gemacht, warum ich diese Art von Literatur bisher gemieden habe. Die Geschichte hat mich verängstigt und beunruhigt, gerade weil sie so eindringlich und nah erzählt ist. Besonders der Abschnitt über Demmin war für mich neu, obwohl ich in Mecklenburg-Vorpommern geboren und aufgewachsen bin. Die Frauenfiguren wirken erschreckend real. Ihre Beweggründe sind nachvollziehbar, ihre inneren Konflikte greifbar – und dennoch ertappt man sich immer wieder bei dem Gedanken: Redet doch miteinander. Genau diese Spannung macht ihre Darstellung so authentisch und schmerzhaft. Der Roman liest sich unglaublich flüssig. Anfang und Ende setzen den Leser jeweils abrupt von null auf hundert. Die Hauptfiguren werden nicht klassisch eingeführt, sondern befinden sich von der ersten Seite an mitten im Geschehen. Auch das Ende kommt überraschend schnell, lässt einen jedoch trotz der Schwere der Thematik mit einem warmen Gefühl im Bauch zurück. Am Ende habe ich nicht nur das Gefühl, ein sehr gutes Buch gelesen zu haben, sondern auch etwas Wichtiges gelernt zu haben.
Eine Geschichte, die nahe geht und ins Herz trifft.
Eine spannender und bewegender Roman, der das Leben dreier Generationen beschreibt, die miteinander verbunden sind. Geheimnisse, das Leben während der Kriegszeit und das Schweigen darüber prägen die Stimmung. Eine sensible Familiengeschichte, die sich gut liest und nicht nur Fiktion, sondern sicher auch wahre Begebenheiten beschreibt.
Eine Geschichte über Trauer und Trauma aber auch übers Aufstehen und Hoffnung schöpfen in einer Zeit über die zwar viel gesprochen und unterrichtet wird, aber deren Nachbeben im Vergleich weniger Beachtung finden. Mir ging es wie Juni, als sie herausgefunden hat, was Thekla in Deutschland widerfahren ist. Wunderschön aufgearbeitet und recherchiert. Ich hatte Tränen in den Augen und musste zeitweise das Buch weglegen.
Das Buch zeigt sehr eindrücklich, wie Krieg nicht endet, wenn die Waffen schweigen, sondern in Familien weiterlebt.
Als Großmutter im Regen tanzte ist ein Roman, der lange nachhallt. Obwohl man glaubt, durch Bücher, Filme und Dokumentationen bereits viel über die Schrecken des Krieges und seine Folgen zu wissen, trifft dieses Buch einen beim Lesen ganz unerwartet und tief. Besonders eindrucksvoll ist die Perspektive der Frauen: ihre Stärke, ihr Leiden, ihre Sprachlosigkeit und das Schweigen, das sie oft über Jahrzehnte hinweg bewahren mussten. Das Buch macht schmerzhaft deutlich, was Frauen im Krieg erleben mussten und wie schwer die Last eines Geheimnisses sein kann, wenn es über mehrere Generationen weitergegeben wird. Die Geschichte zeigt, dass Trauma nicht mit einer Generation endet. Es lebt weiter in Gesten, in unausgesprochenen Ängsten, in Beziehungen. Gerade diese leisen, zwischenmenschlichen Momente machen den Roman so bewegend und glaubwürdig. Als Großmutter im Regen tanzte ist kein Buch, das man einfach liest und wieder weglegt. Es berührt, erschüttert und zwingt dazu, hinzuschauen. Ein eindrucksvoller, emotionaler Roman über Erinnerung, Schuld, Überleben und darüber, wie sehr die Vergangenheit unsere Gegenwart prägt.
Die Geschichte von Tekla war spannend und zeitgleich sehr schrecklich
Das Buch erzählt zwei Geschichten. Die der Enkeltochter Juni, die mehr über ihre Vergangenheit erfahren möchte und über ihre Großmutter Tekla. Tekla lebte in der Zeit des zweiten Weltkrieges, welches für mich sehr emotional und spannend dargestellt wurde. Für mich, war ihre Geschichte unglaublich fesseln und von Aufregung geprägt. Hingehen empfand ich die Geschichte von Juni weniger nötig, bis auf das Ende. Trotzdem hat mich das Buch sehr gut gefallen und die Geschichte hat mich gut und schnell eintauchen lassen. Für mich eine absolute Empfehlung, falls sich jemand auch etwas für Geschichten einzelner Personen aus dem zweiten Weltkrieg interessiert
Lesenswert!
Ab der Hälfte des Buches nahm das Erzähltempo gefühlt sehr zu. Trotzdem fand ich die Geschichte aus den Zeiten des Kriegsendes von Norwegen und Deutschland sehr lesenswert, spannend und gut erzählt. Die unterschiedlichen Erzählzeiten sind anhand der Schriftart gut zu unterscheiden.

Geheimnisse und Nachkriegstraumata
„Ich glaube, wir müssen etwas finden, für das es sich zu leben lohnt. Denn unsere Erinnerungen werden wir nicht los.« In diesem Buch begleiten wir Juni aus Norwegen, die erst nach dem Tod von Mutter und Großmutter von einer nie ausgesprochenen Familientragödie und den daraus resultierenden Traumata erfährt. Ihre Großmutter Thekla war eine sogenannte Tyskertøs (ein „Deutschenmädchen“): Sie verliebte sich in einen deutschen Soldaten, wurde dafür geächtet und verlor sogar ihre norwegische Staatsangehörigkeit. Thekla folgt ihrem Mann zu Kriegsende voller Hoffnung und Vorfreude auf eine neue Familie nach Deutschland – doch stattdessen erwarten das Paar Elend und die Grausamkeiten des Nachkriegsdeutschlands. Die folgenden Ereignisse und ihre Folgen belasten schließlich drei Generationen der Familie. Tatsächlich hatte ich vor diesem Buch noch nie von den Vorfällen in Demmin im Frühjahr 1945 gelesen. Ich war entsetzt, als ich dazu recherchierte – unbegreiflich und schrecklich. Dafür fehlen mir wirklich die Worte. Zwei Handlungsstränge verbinden die Vergangenheit der Großmutter mit Junis Nachforschungen in der Gegenwart. Den Teil rund um Junis neue Lebens- und Liebesorientierung hätte ich ehrlicherweise nicht gebraucht, das ging etwas zu schnell und war eher ungesund. Es sollte wohl aber ein roter Faden zwischen Juni und Tekla gespannt werden. Keine leichte Kost, aber dennoch so wichtig und lesenswert – spannend und tragisch zugleich. Den ersten Band der „Großmutter-Reihe“ der Autorin kann ich demnach sehr empfehlen, die weiteren Bände werde ich auf jeden Fall auch hören.


















































