Zum Buch:
Sarah hatte vor drei Jahren einen schweren Unfall, bei dem sie nur knapp überlebt hat. Nun möchte sie ihr Leben selbst in Hand nehmen und einfach wieder normal behandelt werden, statt mit Samthandschuhen. Dazu kommt noch eine zu erfüllende Bucket List und ein verrückter Road Trip mit einem attraktiven Fremden namens Adam um ihren Wurzeln zu folgen. Dabei kommen die beiden sich näher, doch Adam hat ein düsteres Geheimnis, dass alles verändern könnte.
Meine Meinung:
Das Buch war sehr emotional und hat mir gut gefallen. Es sind gegen Ende sogar Tränchen geflossen. Ich fand es total toll, wie Sarah sich zurück ins Leben gekämpft und auch ihre Bucket List Stück für Stück abgearbeitet hat. Auch ihre Freundesclique war so herzlich, sowas wünscht man sich auch im echten Leben. Adam hat auch eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt, auch wenn er sehr mit sich selbst kämpfen musste. Die beiden haben super miteinander harmoniert und auch wenn alles etwas schnell ging, kam es doch echt rüber. Der Schreibstil von Emma Vaughn ist sehr flüssig und einfach gehalten und auch das Cover gefällt mir total!
Super intensive und tiefgreifende Geschichte. Etwas ungewöhnlich und deshalb umso besser. Kann es echt empfehlen!
Schreibstil:
Die Autorin schreibt sehr schön flüssig und einfühlsam. Ich mochte vor allem, wie ruhig alles passierte. Ohne großes Drama oder überschlagende Gefühle hat die Autorin Tiefe geschaffen, die man als Leser:in mitfühlen kann.
Zur Geschichte allgemein:
Der Anfang der Geschichte gefiel mir unheimlich gut, denn man wird direkt hineingeworfen und lässt sich einfach mitziehen. Zunächst erlebt man den Tag des Unfalls, dann erfolgt ein Zeitsprung und Sarah steht völlig planlos vor ihrem neuen Leben. Ich fand es gut nachvollziehbar, dass sie zunächst nach Orientierung sucht. Ihre Freund:innen haben ihr Leben weitergelebt, ihre Eltern haben verständlicherweise ziemlich viel Angst um sie und Sarah selbst weiß überhaupt nicht, was nun von ihr erwartet wird und vor allem, was sie von sich selbst erwartet.
Statt sich jetzt aber allzu lange in dieser ungewissen Situation zu suhlen, passiert der Geschichte eine ungeahnte Wendung, die Sarahs Welt ganz schön aufrüttelt und der Story einen Abenteuercharakter gibt. Ab jetzt ist Sarah quasi auf einer Mission und wir und sie arbeiten auf ein Ziel hin.
Mit dabei Adam. Ich war anfangs total skeptisch ihm gegenüber, weil es ein paar Zufälle zu viel waren. Das ist natürlich auch Sarah aufgefallen. Aber es war so im Rahmen gehalten, dass man nicht richtig misstrauisch wurde und da er ihr geholfen hat und immer wieder Szenen kamen, in denen man einfach nur mitträumen wollte, hat man auch gerne vergessen, dass Adam irgendwie ein wenig zu nett wirkt.
Das Besondere an den beiden zusammen ist es, dass Adam Sarah ziemlich herausfordert. Er ermutigt sie zu mehr, nimmt sie für voll und behandelt sie nicht wie ein rohes Ei — also genau das, was Sarah in diesem Moment braucht. Ich mochte die Dynamik zwischen den beiden total. Die Gespräche waren tiefgreifend und ruhig und die Gefühle zwischen ihnen entwickelten sich schön langsam und zart. Adam ist aufregend und fordernd, wenn Sarah es braucht und genauso an anderen Stellen still und einfühlsam. So vertraut sie ihm mehr und mehr und auch wir Leser:innen sind immer mehr bereit, ihn einfach zu akzeptieren und nicht zu hinterfragen.
Dadurch, dass die Bucketlist abgehakt wird, geht die Handlung stetig voran und bei mir kam keine Langeweile auf. Tatsächlich war ich total gefesselt und als dann auch noch die Lovestory-Spannung hinzukam, war es komplett um mich geschehen.
Das Grundproblem ist natürlich, dass hier keiner so wirklich die Wahrheit sagt. Stattdessen haben sie alle ihre Gründe, weshalb sie nicht ganz ehrlich sind. Diese konnte ich aber gut nachvollziehen, weshalb es mich nicht genervt hat, wie es bei anderen Geschichten schon vorgekommen ist.
Das Ende ist dann eine super natürliche und authentische Auflösung. Ich denke, die besondere Stärke dieser Geschichte liegt genau in diesen Punkten. Es ist eine intensive Reise der beiden Protagonisten — auf mehreren Ebenen. Und damit eine recht unübliche Liebesgeschichte. Statt klassisch gleich dem Love Interest gegenüberzustehen, zu flirten und sexueller Anziehung geht hier vieles über die Persönlichkeiten der beiden und die erzwungene Nähe. Dazu kommt, dass die beiden sich nicht ineinander verlieben wollen. Vor allem Adam nicht.
Letztlich löste es sich aber so auf, dass ich es ihnen abgenommen habe. Dass ich Adam verstehen konnte und dass ich die Gefühle zwischen den beiden als tief und echt wahrnehmen konnte.
Für mich fehlte dieser Geschichte wohl letztlich nur das kleine Mü, dass sie super besonders gemacht hätte.
Fazit:
Eine super schöne Geschichte. Sehr authentisch und auch einfach mal was anderes. Als Roadtrip-Story mit einer intensiven Backgroundidee und tollen Protagonisten, die sich heimlich, still und leise ineinander verlieben, ist es ein absolut zu empfehlendes Buch. Für alle, die eine etwas andere Liebesgeschichte mit viel Tiefe lesen möchten, die ungewöhnlichere Wege geht.
4 von 5 Sterne von mir.
Ich durfte dieses Buch über Netgalley als eBook Rezensionsexemplar lesen.
Nachdem ich bereits den 1. Band gelesen habe, der mir gut gefallen hat, freute ich mich sehr auch diesen Band lesen zu dürfen.
Den lockeren und leichten Schreibstil mochte ich bereits im 1. Teil und ich flog auch hier nur so durch die Seiten.
Dieser Band handelt von Sarah, der Vorgeschichte zu ihrem Unfall, wie sie sich danach zurück gekämpft hat und nun diverse Geheimnisse aus ihrem Leben entdeckt und lüftet.
Sie begibt sich mit einem völlig Fremden auf einen Roadtrip der einiges für sie bereithält.
Beide Protagonisten tragen einen nicht unerheblich schweren Rucksack aus Problemen und Geheimnissen mit sich herum und ich mochte die Entwicklung der Story sehr.
Eine emotionale und intensive Story die authentisch rüber gebracht wird.
Von mir gibt's eine Leseempfehlung und 5 Sterne.
Stranger Forever” ist ein Buch, das mich anfangs eher skeptisch stimmte, doch letztendlich vollkommen überzeugt hat. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht leicht, was vor allem am Prolog lag, der mich weder in die Handlung hineinziehen konnte noch mein Interesse weckte. Die Protagonistin erschien mir anfangs unsympathisch, und die Art und Weise, wie andere Charaktere mit ihr umgingen, verstärkte meine Unsicherheit, ob ich das Buch überhaupt weiterlesen sollte.
Doch ich entschied mich, dem Buch eine Chance zu geben – und das war die beste Entscheidung! Nach den anfänglichen Schwierigkeiten hat sich das Lesen mehr als gelohnt. Das Buch entfaltete sich zu einer packenden und tiefgründigen Geschichte, die mich zunehmend in ihren Bann zog.
Was mich besonders begeistert hat, war die sorgfältige und einfühlsame Auseinandersetzung mit den schwierigen Themen, die das Buch behandelt. Statt diese heiklen Punkte zu umgehen oder oberflächlich abzuhandeln, setzt sich die Geschichte intensiv und respektvoll mit ihnen auseinander. Das verleiht dem Buch eine Tiefe, die es von vielen anderen abhebt.
Ein weiterer Aspekt, der “Stranger Forever” für mich so besonders gemacht hat, sind die kurzen Einblicke in die Textnachrichten des männlichen Protagonisten. Diese Passagen bieten eine zweite Sichtweise, die zwar nicht alle Rätsel löst, aber gerade dadurch die Neugierde auf den weiteren Verlauf der Geschichte steigert. Man bekommt genug Informationen, um spekulieren zu können, aber nie so viel, dass die Spannung verloren geht.
Am Ende konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und habe es tatsächlich an einem Tag durchgelesen. “Stranger Forever” ist ein Werk, das sich langsam entfaltet und den Leser belohnt, wenn er geduldig bleibt. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die bereit sind, sich auf eine emotionale und tiefgründige Reise einzulassen!