Es war jetzt nicht schlecht, aber irgendwie... Doch.
Damit wäre die Reihe zu Ende. Und gerade am Ende hat man gemerkt: Da war viel schönes dabei! Es gab über die 4 Bände einen roten Faden und die Enden wurden durchaus geschickt zusammengeführt. Es ist über die 4 Bände jetzt auch nicht schlechter geworden. Wem also Band 1 gefallen hat, dem kann ich durchaus empfehlen die Reihe durchzuziehen. Für mich war es aber eher nichts. Aus verschiedenen Gründen. Das Buch wurde in der Ich-Perspektive der Protagonistin geschrieben und Himmel war das anstrengend! Diese pseudotiefe Geblubber in den inneren Monologen hat mich einfach nicht abgeholt. Oder ich konnte es schlicht nicht nachfühlen. Vielleicht geht es anderen Leser*innen da ja anders. Natürlich sind alle Guten am Ende doch gut und alle Bösen wirklich böse - aber man macht sich kurz mal Gedanken darüber. Dann das alte Problemkind: World building. Die Grundidee mit der jüdischen Kabbala für das Magiesystem hat mir gefallen. Aber wie ich schon bei Band 2 meinte: Man hat der Welt 400 Jahre Magie nicht angefühlt. Und wieso sind so viele mega wichtige Persönlichkeiten für den Weltuntergang eigentlich in Kanada und teilweise auch noch verwandt? Sunnydale lässt grüßen. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich wäre in einer Buffyfolge. Was eigentlich gut wäre, ich bin ein großer Fan. Aber als Buch funktioniert es einfach viel schlechter und ich verzeihe Plotholes schwerer. Last but not least... Diese mit der heißen Nadel gestrickte Enemy-to-Lovers Liebes-/Sexgeschichte um Ash und Levi. Zum einen fand ich die Entwicklung nicht glaubhaft dargestellt, zum anderen waren die Sexszenen für mich ein regelrechter Fremdkörper im Buch, ein Stilbruch. Es hätte auch komplett ohne funktioniert. Das war purer Fanservice und natürlich roch die Magie des Love Interest nach Eichenholz-Scotch und Schokolade - immerhin mal Eiche statt Sandelholz. Das ist alles schade, weil es hat sich trotzdem gut und schnell weggelesen und die Geschichte war trotz der Plotholes alles in allem schon gut gemacht. Eine zusammengeschnittene Version mit stark gekürzten inneren Monologen und ohne Fan Service (als Duologie?) würde definitiv ihre 4 Sterne bekommen.



