
Der Einstieg in die Geschichte ist mir diesmal nicht leicht gefallen. Die Ereignisse, die passieren passen aktuelle sehr gut in unsere Weltdynamik bzw. könnten auch ein mögliches Zukunftsszenario sein und die Art wie die Autorin es aufgebaut und geschrieben hat, hatten sehr bedrückende Gefühle in mir ausgelöst. Dadurch kam ich am Anfang eher schleppend voran, möchte aber auch betonen, dass ich es gleichzeitig aber sehr beeindruckend finde, dass man die Handlung so realistisch aufgebaut hat. Nachdem die Truppe dann den Ortswechsel hinter sich hatte, ging es dafür sehr spannend zu. Einerseits weil sie neu Fuß fassen müssen und sich in die neue Umgebung integrieren müssen und mit entsprechenden Problemen zu kämpfen haben. Andererseits weil sie auf Grund ihrer Fähigkeiten auch wieder an den Jobs zur Geisterjagd geraten. Dadurch nehmen auch die Entwicklungen ihren Lauf und zum Ende hin, kommt die Truppe auch in einer Situation, wo ihnen ein interessantes Angebot gemacht wird. Daher bin ich inhaltlich sehr gespannt auf Band 2. Ich denke, dass wird kein rosiger Band werden. Der Klappentext verrät schon folgendes: "Eine starke, liebenswerte Gemeinschaft Found Familiy, Heartwarming Queere Figuren.". Und genau das bekommt man mit Riley, Ayden, Jo, Parker und dem kleinen Henry. Die Truppe ist einfach absolut goldig. Der Umgang untereinander ist so herzerwärmend, dass man bei bestimmten Szenen total gerührt vor dem Buch sitzt. Ich habe Textpassagen teilweise mehrmals gelesen, weil ich sie so schön fand. Vor allem Aydens Sohn Henry kommt manchmal mit Sätzen oder Gesten um die Ecke, wo man im ersten Moment sehr überrascht von seinen so schönen Aussagen ist und im zweiten Moment vor Rührung die Tränen wegblinzeln muss: //"Reicht der Unbesiegbarkeitskuss auch bis morgen und übermorgen, wenn ich ihn Will schon heute gebe?" Lächelnd fuhr Ayden ihm durchs Haar."Auf jeden Fall" Verwirrt blickte Will zwischen den beiden hin und her. "Was ist ein Unbesiegbarkeitskuss?" "Ein Stirnkuss", erklärte Ayden. "Genau!" Eifrig übernahm Henry die weitere Erklärung. "Er macht, dass man sich stark und mutig fühlt, weil man weiß, dass man nicht allein ist und keine Angst haben muss."...// (Seite 232 im Tolino) Auch Will ist ein sehr interessanter Charakter. Anfangs war ich ihm doch etwas skeptisch gegenüber, aber ich denke, dass er das Herz doch am richtigen Fleck hat. Zudem hoffe ich, dass sich zwischen ihm und Ayden auch was entwickelt, denn seine Bemühungen sind schon sehr süß. Fazit: Obwohl mir der Einstieg in die Story etwas schwer viel, da sie emotional sehr bedrückend geschrieben war, entwickelte sie sich noch zu einer sehr packenden Geschichte. Allgemein sind die Haunted Hunters allesamt sehr herzerwärmende Charaktere und besonders der kleine Henry sorgt für einige sehr rührende Momente.



