1. Jan.
Rating:5

Die 8. Ausgabe der Queer*Welten ist das erste Heft, das doppelt so dick ist, dafür nur noch halbjährlich erscheint. Weitere Neuerungen sind die Mikrofiktionen, die ich für eine tolle Ergänzung halte, weil die Queer*Welten so noch mehr Stimmen Platz gibt. In dieser Ausgabe haben es mir wieder verschiedene Texte sehr angetan, wobei ich diesmal nicht mit allen etwas anfangen konnte. Der Essay "What is dead may never die - Über toxische Nostalgie" hat mich sehr beschäftigt und zum häufigen Kopfnicken gebracht. Den würde ich gern noch mal in leichter Sprache ein paar Leuten unter die Nase halten (weil ich befürchte, dass die Leute, die ihn dringend lesen müssten, schon nach zwei Absätzen keine Lust mehr haben, weil "anstregend" und "zu kompliziert" - oder könnten wir einen Youtube-Clip daraus machen?). Die Kurzgeschichten fand ich alle gut, wobei das Highlight hier eindeutig die übersetzte Kurzgeschichte "Sonnenaufgang. Sonnenaufgang. Sonnenaufgang" war. Gänsehaut! Genau so liebe ich Science Fiction. Meine liebsten Mikrofiktionen waren "Barrierefrei", "Die falsche Frage" und "Gute Feen glitzern nicht", wobei ich wieder deutlich gemerkt habe, dass mir die eher lyrischen (genau wie die Lyrik) persönlich nicht zusagen. Aus den Quartalsempfehlungen bin ich mit nur 2 neuen Büchern für die Wunschliste rausgegangen, großer Erfolg also :p - rundum wieder gelungen und eine spannende Mischung im Heft!

Queer*Welten 08-2022 - Das queerfeministische Phantastikmagazin
Queer*Welten 08-2022 - Das queerfeministische Phantastikmagazinby Carolin LüdersAch je Verlag