
Lilli Ziegler arbeitet als Lektorin für einen Kölner Verlag und bekommt von ihrer Assistentin ein Manuskript in die Hand gedrückt, mit dem Hinweis, der Literaturagent dränge darauf, dass Lilli es unbedingt noch heute lesen müsse. Doch es handelt sich nicht um ein normales Manuskript, denn sie selbst wird darin beschrieben, und ihr eigenes Haus... Die Grundidee fand ich mega interessant und spannend. Zum einen hatte ich mich auf einen Blick hinter die Kulissen von der Verlagsarbeit gefreut und zum anderen, auf ein spannendes mysteriöses Manuskript. Diese Erwartungen, die ich selbst an der Geschichte hatte, wurden nur zum Teil erfüllt. Einblicke in die Verlags- oder Lektorarbeit gab es nicht so wirklich, aber das war mir fast klar. Es ist schließlich ein Thriller, das konnte ich daher verschmerzen. Der spezielle Schreibstil des Manuskriptes war hingegen leider nicht meins. Dieser wirkte wie eine Art Dialekt in geschriebenen Worten und das machte es irgendwie schwer, es Ernst zu nehmen. Es wirkte dadurch etwas albern. Allerdings kam im Verlauf der Story aufgrund der Figuren und Vorkommnisse Spannung auf. Lillis Familie birgt einiges an Geheimnissen, welche es aufzudecken gilt und gerne hat mich der Autor beim lesen auf eine falsche Fährte geführt oder eine sicher geglaubte Auflösung doch wieder verwirren lassen und ich musste mit den Gedanken wieder neu ansetzen. Die Auflösung habe ich dann nicht kommen sehen. Es blieb für mich das eine oder andere dann zwar unverständlich bzw. unklar, alles in allem hat mich dieser Thriller jedoch recht gut unterhalten. 3,5 von 5 / 7 von 10 📄📄📄📄📄📄📄












