Die Bücher von Cannon sind sehr witzig, speziell, fast nischig… spicy und lassen dich so schnell nicht los. 😂
Cover und Titel - unscheinbar wie immer, fast schon kitschig … aber Leute ihre Stories sind der Knaller !
Muss man gelesen haben!!!
5 🌟 Henrik Henriksen! Ja, der Name ist eine Katastrophe. Aber seine Liebe ist so perfekt!
Ein gewisses Buch, dessen Namen wir aus Gründen der geistigen Hygiene nicht nennen, hat mich fast in eine tiefe Leseflaute gestürzt. Es war ein wilder, unlogischer Ritt, der mich nicht nur verwirrt, sondern auch wütend gemacht hat. Die Charaktere waren so flach wie eine frisch asphaltierte Straße, und der Plot war so hanebüchen, dass ich am Ende überlegte, ob ich mir das Hirn beim Lesen verbrannt hatte.
Doch genug von dieser dunkelsten Stunde meines (Lese)lebens. Meine Seele rief nach diesem Buch, wie der Griff nach einem Rettungsanker in der Brandung. Kleiner Tipp nebenbei: Das perfekte Gegenmittel bei einer drohenden Leseflaute ist nach einem bereits bekannten und geliebten Buch zu greifen.
Henrik Henriksen! Ich weiß, was ihr denkt. Der Name klingt, als wäre er in einem Eishotel in Schweden geboren und als Hobby würde er Excel-Tabellen nach Farben sortieren. Aber lasst euch nicht täuschen! Er ist der Traummann in Person, ein Mann, der so kalkuliert und eiskalt scheint, aber für die Protagonistin Lisa dahinschmilzt wie ein Schneemann in der Hölle. Ihre erste Begegnung ist so absurd komisch, dass ich mal wieder Tränen gelacht habe.
Lisa ist der perfekte Gegenpol zu ihm: Sie ist tollpatschig und liebenswert, aber unter der Oberfläche so schlau wie ein Fuchs. Die Chemie zwischen den beiden knistert von der ersten Sekunde an.
Es ist aber mehr als nur ein Liebesroman. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt aus knisternder Erotik, warmherzigem Witz und ergreifender Tiefe. Clannon Miller hat eine seltene Gabe: Sie erschafft Charaktere, die sich so echt anfühlen, als wären sie deine besten Freunde. Ihre Geschichten sind ein sicherer Hafen, eine Garantie für Gefühle, die echt sind, und Charaktere, die man sofort ins Herz schließt.
Dieses Buch maximiert das Leseerlebnis. Es gibt Momente, die einen so sehr berühren, dass man die Tränen einfach laufen lassen muss. Momente, die man am liebsten einrahmen und an die Wand hängen würde, weil sie so voller Gefühl sind. Diese tiefe emotionale Verbindung macht es unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.
Wenn ihr das Vertrauen in die Liebe (oder in Bücher generell) verloren habt, dann ist Pygmalion das, was ihr braucht. Es ist ein Buch, das euch daran erinnert, wie magisch das Lesen sein kann. Also, worauf wartet ihr noch? Eure Seele braucht dieses Buch!
Heiß und lustig
Küchenhilfe Lisa wird am dritten Jahrestag ihrer Beziehung von ihrem Freund abserviert. Da sie nicht weiß, wohin jetzt, nimmt sie das Angebot ihres Chefs Henrik Henriksen an. Dieser soll seiner Erbtante Olga seine Verlobte Eva vorstellen. Nur hat er gar keine Verlobte. Kurzerhand engagiert er Lisa für ein Wochenende, um besagte Verlobte zu spielen.
Der Roman ist ein mehr oder weniger klassischer Liebesroman: zwei begegnen sich, können sich nicht ausstehen, fühlen sich jedoch zueinander hingezogen, müssen gegen Probleme aller Art kämpfen und heiraten letztendlich.
Und weil es eben ein Liebesroman ist, liegt das Hauptaugenmerk des Buches auf Henrik Henriksen. Der ist erfolgreicher Imageberater und nach der Scheidung von Erbschleicherin Valerie ein regelrechter Frauenhasser. Er hat sich stets im Griff, ist etepetete wie ein englischer Lord. Natürlich gilt es, diesen Kerl weichzukochen. Da kommt Köchin Lisa gerade recht.
Lisa ist das völlige Gegenteil. Sie ist laut, unbeherrscht, trägt das Herz auf der Zunge, bevorzugt Gossensprache und ist generell alles andere als die perfekte Schwiegernichte.
Wie ihr bereits erkennen könnt, ist der Titel nicht von ungefähr gewählt (denjenigen, die es nicht erkennen können, empfehle ich Pygmalion George Bernard Shaw oder wenigstes das Musical My Fair Lady).
Ich mag dieses Buch trotz seiner Schönheitsfehler sehr. Es hat 560 Seiten und liest sich weg wie nichts. Das ist der spritzigen Sprache geschuldet und natürlich den "heißen" Szenen, derer es etliche gibt, eine schon ganz am Anfang. Man beobachtet mit Vergnügen, wie sich der steife Henrik langsam wandelt (und oft steif wird, höhö) und menschlicher und liebenswerter wird. Bei Lisa ist eine Änderung an sich, außer im Äußerlichen, nicht zu beobachten.
Damit wären wir auch schon bei den Schönheitsfehlern. Hauptfigur Lisa ist eine Mary Sue, was leider in Liebesromanen immer wieder ein Problem ist. Sie entwickelt sich nicht wirklich weiter, ist aber die tollste und schönste und überhaupt die fantastischste Frau der Welt. Sie kann alles, denn natürlich ist sie nicht eine schlichte Küchenhilfe, sondern eine überaus talentierte Musikerin. Aber sie sorgt für die wohl meisten Lacher in dem Roman, daher sei es ihr verziehen.
Was ich ebenfalls bemängeln möchte, ist die rasante Entwicklung der Ereignisse. Ich habe noch ein weiteres Buch der Autorin Clannon Miller gelesen, und vermute daher, dass das ihr Stil ist. Sie packt sehr (!) viele dieser Ereignisse in ein einziges Buch. Hier wäre weniger mehr gewesen. Es stört mich jedesmal wieder... Es wäre möglicherweise etwas weniger störend, wenn das ganze Buch nicht in einem Zeitraum von ca. 2 Wochen spielen würde. Es ist schon wirklich arg viel hineingepackt worden, viel zu viel des Guten.
Neben den Bettszenen - wobei die beiden es überall sonst, nur nicht im Bett treiben - besticht der Roman durch seinen Humor. An vielen Stellen schmunzelt man, an anderen ist ein lautes Wiehern nicht ausgeschlossen. Allein Erbtante Olga ist eine Kanone, was den Humor angeht. Dabei ist die alte Dame keine Witzfigur, sondern eine rabiate, alles bestimmenwollende Hexe, die man trotz allem irgendwie mögen muss. Um einen kleinen Eindruck zu vermitteln, was ich meine, reicht vermutlich aus zu erwähnen, wie sie Henriks erste Frau Valerie nennt, nämlich "Vandalie". Fand ich zum Kringeln komisch!
Zur Aufmachung des Buches: Nachdem das Buch schon eine Weile auf dem Markt war (es erschien vor ca. 10 Jahren), lud die Autorin irgendwann ein neues Buchcover hoch. Zudem erschien der Roman bei dem Liebesromanverlag Belle Epoque mit einem fantastischen Cover. Doch die Fans wollten das ursprüngliche Cover zurück, das mit Doc H (so nennt Lisa ihren Henrik). Also gibt es jetzt die Sonderetidition mit Doc H. Das habe ich mir übrigens auch zugelegt.
Fazit: Äußerst kurzweilig! Buchtipp!
Gern hätte ich noch mehr Sterne vergeben , aber leider gehen nur max 5🤣
Dieses Buch ist herrlich direkt, ungestüm und natürlich etwas Spice zum abrunden der Story. Die Autorin hat ein Händchen für solche Geschichten.
Ich liebe dieses Buch. Ich weiß gar nicht, wie oft ich diese Geschichte schon genossen habe.
Zwei Menschen treffen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können. Schließen einen verrückten Vertrag und schon beginnen die verrücktesten, lustigsten und schwierigsten zwei Wochen ihres Lebens.
Elisabeth ist toll, gerade heraus, voller Charme und Witz. Sorgt mit ihrer ehrlichen Art für so manchen Lacher. Und das verkniffen Gesicht von Henrik kann ich mir sehr gut vorstellen. Und erst Olga, ha, einfach herrlich.
Ich finde, die Geschichte ist sehr bildlich beschrieben, ich hatte die ganze Zeit einen Film, der in meinem Kopf abgelaufen ist.
Die Geschichte ist aus beiden Perspektiven geschrieben, was mir sehr gut gefällt, dadurch hat man einen tollen Einblick wie beide Charaktere sich langsam verändern.
 Einfach eine richtig tolle Geschichte, die Spaß macht, einen zum Lachen bringt mit genau der richtigen Menge Erotik. 
Seine reiche und alte Erbtante Olga will ihr Geld nicht einfach so an irgendeinen Verwandten verschenken. Ihre Bedingungen um die Hotelkette zu erben sind hart. Eigentlich sollte Henrik Henriksen ihr Haupterbe sein, allerdings ist er nicht verheiratet sondern geschieden und eine neue Liebe scheint nicht in Sicht zu sein. Auch sein Bruder - er ist schwul - kommt als Erbe nicht in Frage. Dieser schwindelt seine Tante jedoch an, in dem er behauptet, Henrik hätte eine Verlobte. Diese Frau kommt in den Beschreibungen extrem gut weg: Schön, intelligent, bescheiden mit einem Wort, ein Engel. Natürlich möchte Tante Olga die geheimnisvolle Frau kennen lernen, doch wo kann man so eine Frau finden? Da stolpert Lisa Henrik fast vor die Füße. Sie hat eine harte Nacht hinter sich. Ihr Freund macht mit ihr Schluss, weil der ein Verhältnis mit ihrer besten Freundin hat. Nach einer durchzechten Nacht kommt sie zu ihrer Arbeit bei Henrik und erfährt, dass sie gefeuert ist. In dieser Ausnahmesituation stürmt sie völlig entrüstet in sein Büro, um ihn zur Rede zu stellen. Damit beginnt eine neue Geschäftsbeziehung zwischen Henrik und Lisa. Sie spielt für ein paar Tage seine Verlobte. Sie bekommt ein gratis Coaching und eine gute Entlohnung. Klingt eigentlich nach leicht verdientem Geld. Lisa müsste nur ein paar Benimmregeln lernen und einfach wenig sprechen. Dies entspricht leider überhäuft nicht Lisas Charakter. So kommt es wie es kommen muss. Nachdem sie der Tante vorgestellt wurde, kann sie ihre vorlaute Klappe nicht halten. Damit beginnt ein Karussell von Intrigen, Lügen, Verwechslungen und falsch interpretierten Gefühlen.
Meine Meinung:
Ich habe selten so gelacht, wie hier bei dieser Geschichte. Die zwei Hauptfiguren sind so unterschiedlich, wie nur möglich.
Lisa, ehrlich, direkt und sehr gefühlsbetont. Damit hat sie leider auch schon ganz schlimme Erfahrungen gemacht. Deshalb kommt ihr die Geschäftsbeziehung mit Henrik eigentlich sogar gelegen.
Henrik, sehr streng und eher gefühlskalt. Seine Erfahrungen mit seiner ersten Frau haben ihn geprägt und er glaubt nicht mehr an die Liebe.
Gemeinsam ergeben die zwei ein explosives Gespann, das sich neckt und piesackt. Die Leser profitieren von dieser ungleichen Paarung.
Die Geschichte ist natürlich an "My Fair Lady" angelehnt und der Unterhaltungswert extrem hoch. Die Seiten fliegen nur so dahin und natürlich kommen auch die erotischen Szenen nicht zu kurz. Es geht heiß her, aber die Autorin wird niemals vulgär oder obszön.
Auch die Nebenfiguren überzeugen, allen voran natürlich die Tante Olga. Selbst die "Bösewichte" erscheinen nicht nur böse, ihre Handlungsweisen sind nachvollziehbar. Sie ergeben das Salz in der Buchsuppe.
Ich kann das Buch vorbehaltlos empfehlen.