Wie schon das "Eis-schloss" war dieses Buch ein Meisterwerk. Ich überlege, wie man eine Situation so treffend darstellen kann wie dieser Autor.
Obwohl man über die Charaktere kaum etwas weiss, fühlt man sich richtig in jede Szene hinein. Vielmehr kann ich dazu nicht sagen. Ich finde, man sollte eines seiner Bücher in der Schule lesen müssen
Stechend karg und gewitzt übersetztes Gedankenexperiment über die Traglast der Schuld
Tarjei Vesaas ist mein go-to Autor geworden, wenn ich Leuten was empfehlen will. Ich hoffe es finden weitere Übersetzungen statt, denn die aktuell drei verfügbaren sind so kohärent wortkarg, aber bestechend geschrieben. Genau das richtige für mich, der wenig mit überschwänglichen Beschreibungen umgehen kann.
Hier nun ein Roman als Fragestellung, wie man mit Schuld umzugehen hat. Sowohl als (Mit)täter oder Angehöriger schafft es Vesaas, die enge Gesellschaft der Insel und das von Arbeit bezogene Leben darzustellen. Wenn nun diese Zäsur stattfindet, was ist alles denn noch wert?
Leider fand ich es nicht so spannend wie z.B. Die Vögel. Da ich aber alles von Vesaas auf deutsch gelesen habe, bin ich umso gespannter, was es noch alles von ihm geben wird.
Die Mischung des Gefühls das nächste Buch für den Deutschunterricht und trotzdem ein Roman mit verdichteter Atmosphäre und moralischen Dilemma zu lesen hat mich am Ende doch zu einer schlechten Wertung gebracht. Ich habe einfach nicht in das Buch reingefunden. Ja die Themen sind wie gesagt diskutabel aber was das Buch mir am Ende sagen will finde ich nicht raus ohne nach einer Deutung oder Interpretation zu suchen. Keine Empfehlung meinerseits!
Tod, Sünde und Reue stürzen über die friedliche und fruchtbare Insel herein und zeigen wie furchtbar, zerbrechlich, brutal und machtlos der Mensch ist. Die Prosa von Tarjei Vesaas ist besonders und intensiv, nimmt gefangen und macht befangen und entlässt den Leser mit der Morgendämmerung erschrocken aber nicht ganz hoffnungslos.
Kurzer, intensiver Roman - vielleicht sogar eher Novelle - über Schuld und Reue. Vor allem über das bedrückende Elend der Reue, aber auch über ihre heilsame Kraft.
Nicht wirklich angenehm zu lesen, aber durchaus ein gutes Buch!
"Sie hatten sich selbst gesehen und dieser Anblick war niederschmetternd."
Ein wahres Kunstwerk, dass Tarjej Vessas auf nur 220 Seiten zu Papier gebracht hat.
Eine kleine verschworene Inselgemeinde und ein Fremder, der auf einem Schiff daher kam....
Die Abgründe des Menschen, eine gemeinsame Hysterie begleitet von Schuld.
Von Verleumdung, Trauer, Vergebung, Ratlosigkeit und von so vielem, was ungesagt bleibt.
Ein wunderschönes und erschütterndes Buch.