Ich schließe das Buch verwirrt und mit einem flauen Gefühl ab.
Tief berührende Geschichte um einen liebenswerten Außenseiter in poetisch-verknappter Sprache. Ein Buch für die "Bibliothek des Lebens". 10 von 5* 😍😎.
Gut geschrieben, aber sehr eigener Stil
Dieses Buch hat mich jetzt echt relativ lange begleitet. Nicht, weil ich es nicht mochte, sondern weil es mir immer viel zum Nachdenken gegeben hat. Herausgekommen ist dieses Buch 1957, was einfach noch eine andere Zeit ist. Ich habe versucht, Mattis zu verstehen, habe mich gefragt, ob er eventuell Autist sein könnte und bin zu dem Schluss gekommen, dass das durchaus möglich ist. Richtig fesselnd war die Geschichte für mich leider nicht, außer im dritten Teil. Da ging dann alles auf einmal Schlag auf Schlag.
Eine zarte, tiefgründige, unaufgeregte Geschichte, die mich sehr berührt hat.

Zwischen Poesie und Einsamkeit
Die Vögel - erstmals erschienen (1957) von Tarjei Vesaas ist ein norwegischer Roman über den geistig zurückgebliebenen Mattis, der mit seiner Schwester Hege in einem abgelegenen Haus lebt. Im Zentrum steht Mattis, ein Mann, der anders denkt und fühlt als die Menschen um ihn herum. Er nimmt die Natur intensiver wahr, versteht die Zeichen der Vögel und hat eine eigene Logik, die für andere oft unverständlich bleibt. Seine Schwester Hege kümmert sich um ihn, doch als der Holzfäller Jørgen in ihr Leben tritt, spürt Mattis, dass er an den Rand gedrängt wird. Sein Versuch, einen Platz in der Welt zu finden, endet tragisch. Vesaas’ Sprache ist schlicht, aber voller Symbolik – besonders die Vögel stehen für Mattis’ inneres Erleben. Es hat mich während des Lesens sehr an Steinbecks „ Mäuse und Menschen“ erinnert. Der Roman thematisiert Einsamkeit, Außenseitertum und die Kluft zwischen Individuum und Gesellschaft in poetischer, symbolträchtiger Sprache.

Wunderschönes Erlebnis
Tarjei Vesaas begeistert mal wieder. Das „Eis-Schloß“ hat mich schon fasziniert, aber „die Vögel“ ist ein großartiges Buch. Die Gedankenwelt von Mattis ist ein außergewöhnlicher Blick auf die Welt und deren Menschen. Intensive Themen wie Liebe, Trauer und Verlustängste werden ungewöhnlich, jedoch sehr gut rübergebracht. Tolle, märchenhaft erzählte Geschichte. 4,75/5 ⭐️
Wenn man sich darauf einlässt ist es ein wunderbar tiefsinniges, aber auch trauriges Buch.
Authentischer Schreibstil, ungewöhnliche Geschichte über die Welt eines Autisten
Kurzweilig, zeitweise anstrengend, sehr gutes Nachwort
Außergewöhnlich
Der Roman hat mich nicht ganz so gefesselt wie „Das Eis-Schloss“ von Vesaas, ich habe aber das Gefühl, dass das vor allem an der Übersetzung liegt, die teilweise zu gewollt modern erscheint. Wie „Das Eis-Schloss“ liefert „Die Vögel“ faszinierende Einblicke in das Innerste eines einsamen Menschen - Mattis, ein 40jährigen Mann, den man heutzutage wohl auf dem autistischen Spektrum einordnen würde. Es passiert sehr wenig in dem Buch, und doch so viel durch die reiche Innenwelt des Protagonisten. Vesaas ist ohne Zweifel einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und müsste viel viel berühmter sein.

Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Mich hat das Buch teils sehr verwirrt, weil ich die Gedankengänge nicht immer mitverfolgen konnte bzw, mir das „Ziel“ dahinter gefehlt hat. Auch das Ende war nicht zufriedenstellend.
Ausgezeichnetes Buch über einen 37-Jährigen, völlig in sich Gekehrten, der heutzutage leicht als autistisch beschrieben werden könnte. Die extremen Schwierigkeiten, mit denen er konfrontiert ist wie soziale Interaktion oder die unlösbare Aufgabe, seinen Lebensunterhalt zu verdienen oder mit Anderen mitzuhalten (Fährmann vs. Motorboote) ist herausragend lebhaft und verständlich geschrieben. Vesaas kann so präzise mit knapper Wortwahl die Welt von Mattis darstellen, ich wurde nur mit wenigen Worten in diese Welt geholt und verstand seine Sichtweise sofort. Die große Tragik seiner Existenz im Zusammenhang mit der Verantwortung, die seine Schwester Hege für ihn hat, wird hier überzeugend dargestellt. Aber Mattis spürt Großes und keiner versteht ihn, wie auch niemand ihn verstehen kann. Eine unüberwindbare Einsamkeit, die etwas mit mir machte. „Die Schnepfe und ich irgendwie. Das ist alles.“
Die wunderbare neue Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel aus dem Guggolz Verlag ist einfach wahnsinnig schön. Danke für dieses poetische Kleinod. ♥️












