Schade finde ich die dunkle und dezente Covergestaltung, denn damit geht dieses tolle Buch in der Buchhandlung unter. Klar passt es zur Geschichte und zum dunklen Mittelalter, aber ein Blickfang ist es so leider nicht. Mein 4 1/2 jähriger hat das Vorwort und die ersten 4 Kapitel durchgehalten, dann hat sich bei ihm eine Vorleseflaute eingestellt (bis auf Sachbücher) und ich habe das Buch alleine fertig gelesen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Die s/w Illustration am Ende jedes Kapitels macht die Handlung besonders für Kinder leichter vorstellbar - das Bild von den Personen finde ich besonders wichtig, da sonst Vorleser und Kind unterschiedliche Bilder entwickeln können, die noch schwer zu besprechen sind. Gerade für kleine Kinder ergeben sich mit der damaligen Zeit ganz viele Fragen, die dann ausreichend diskutiert werden können, also eine schöne Anregung zur Bildung! Sowohl für Mädchen (Annegret) wie auch für Buben (Maximilian) ist eine Projektionsfigur vorhanden, die im Laufe der Geschichte eine große Entwicklung durchmacht. Der Schreibstil ist kindgerecht und das Kopfkino springt direkt an. Nach dem Vorwort ist man sofort mitten in der Geschichte drin und kann kaum noch zum Lesen aufhören. Die Figuren sind für ein Kinderbuch sehr gut konstruiert und nicht so extrem stereotyp, alle machen eine Entwicklung durch.
5. Jan.Jan 5, 2024
Annegret, die Raubritterinby Dieter Hermann SchmitzStephan Moll Verlag
